Forschung an der UdK beschreibt ein weites Feld: Vom künstlerisch-gestalterischen Experiment über die anwendungsbezogene (Auftrags-)Forschung bis hin zur klassischen Forschung in den auf die Künste bezogenen Wissenschaften.
Neben der Forschung in den Kunst- und Musikwissenschaften liegt ein weiterer Forschungsschwerpunkt an der UdK in den anwendungsorientierten Gestaltungs- und Entwurfswissenschaften. Die gestaltenden Disziplinen, die auf vielfältige Weise mit den Geistes- und Kulturwissenschaften sowie den Ingenieurswissenschaften kooperieren, suchen nach neuen Entwurfslösungen und entwickeln Gestaltungsverfahren, die sich in der Praxis umsetzen lassen. Im Sinne der projekt- und prozessbezogenen Ausbildung an der UdK ist die Auswertung von Modellen, Experimenten und Prozessen der bevorzugte Forschungsansatz.
In zahlreichen Industriepartnerschaften, u. a. mit der Deutschen Telecom, dem Fraunhofer-Institut, der Mercedes-Benz AG und Siemens werden kreative Potentiale und herausragende Forschung miteinander verbunden.
Der Forschungserfolg der UdK ist nicht nur messbar an den vielen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mitfinanzierten Vorhaben, etwa dem ersten von der DFG geförderten Graduiertenkolleg an einer deutschen Kunstuniversität „Praxis und Theorie des künstlerischen Schaffensprozesses“ (1998-2005), sondern auch an zahlreichen Existenzgründungen und erfolgreichen Produkten bzw. Verfahren.
Aus einer langen Liste hier einige Beispiele:
Ausgewählte Forschungsprojekte an der UdK Berlin
Design Reaktor Berlin
Der Design Reaktor Berlin ist ein disziplinübergreifendes Forschungsprojekt der Universität der Künste Berlin. Ziel sind innovative Kooperationen zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Gestaltern, um die Strategien und Perspektiven postindustrieller Standorte am Beispiel Berlin zu erforschen.
Ehemaliges Graduiertenkolleg "Praxis und Theorie des künstlerischen Schaffensprozesses"
Von 1998 bis 2005 war an der UdK Berlin das Graduiertenkolleg "Praxis und Theorie des künstlerischen Schaffensprozesses" aktiv. Es war das erste von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Graduiertenkolleg an einer deutschen Kunstuniversität. Insgesamt 40 Doktorandinnen und Doktoranden aus den Bereichen Literatur-, Kunst-, Musik- und Erziehungswissenschaft und Gartenkultur erarbeiteten hier ihre Dissertationen und wurden dabei von einem interuniversitären Professorenkollegium betreut.
FAKT
Der Forschungsschwerpunkt FAKT bündelt die Forschungsvorhaben des Instituts für Metropole, Architektur und Design der Universität der Künste Berlin. Derzeit entwickeln Teams von Architekten, Ingenieuren und Kulturwissenschaftlern in fünf Projekten unter dem Namen "Fabrik - Architektur - Konstruktion - Technologie" praktisch umsetzbare Lösungen, die nachhaltig und ökologisch verträglich sind.
Oral History of Television Project
Das Oral History of Television Project ist eine europaweit einzigartige Forschungseinrichtung zur Geschichte des Fernsehens. Bislang sind ca. 200 Audio- und Videointerviews mit den bedeutendsten Autoren, Produzenten und Fernsehmachern des amerikanischen Fernsehens gesammelt worden. Als Forschungszentrum für Wissenschaftler und Mediengestalter fungiert das Archiv im Sinne einer Schnittstelle von wissenschaftlicher und künstlerisch-praktischer Entwicklungsarbeit. Ziel der Forschungsanstrengungen ist die Offenlegung der künstlerisch-gestalterischen Produktivität des Mediums Fernsehen.
Die digitale Bildplatte als Medium kritischer Filmausgaben
Das künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsprojekt „Die digitale Bildplatte als Medium kritischer Filmausgaben – Fragen der Textkritik, Restaurierung und Filmedition“ wird von der Kulturstiftung des Bundes und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung gefördert. Das von Honorarprof. Enno Patalas geleitete Projekt zielt auf die Herstellung von kritischen Editionen bzw. Studienfassungen zu Werken der Filmgeschichte auf DVD. Der Stummfilm Metropolis von Fritz Lang wurde im Rahmen des Projekts als Prototyp einer solchen Studienfassung auf DVD realisiert. Weitere kritische Editionen von Sergej Eisensteins Revolutionsfilmklassiker Bronenosec Potemkin/ Panzerkreuzer Potemkin und Friedrich Wilhelm Murnaus Südseefilm Tabu werden konzeptionell erarbeitet und experimentell erforscht.
sentha
Das Projekt "sentha" steht für seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag und ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DfG) gefördertes Projekt. In diesem Forschungsprojekt arbeiten DesignerInnen der UdK Berlin und WissenschaftlerInnen der Technischen Universitäten Berlin und Cottbus sowie dem Berliner Institut für Sozialforschung interdisziplinär zusammen.
garden-cult
Unter www.garden-cult.de findet man die Freitext-Datenbank, das Ergebnis eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DfG) finanzierten Forschungsprojekts am Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung an der UdK Berlin, die von Prof. Dr. Gert Gröning und Dr. Uwe Schneider erstellt wurde.
Forschungsstelle "Auditive Architektur"
Die Auditive Architektur ist eine Forschungsstelle des Zentralinstitutes für Weiterbildung an der UdK Berlin und assoziiert mit dem Masterstudiengang Sound Studies.
Ziel der transdisziplinären Forschung in der Auditiven Architektur ist die Entwicklung von Strategien und Methoden den Klang architektonischer Umwelten in seiner Komplexität greifbar zu machen, zu entwerfen und zu planen.
Forschungsstelle „Exil und Nachkriegskultur“
Die Forschungsstelle „Exil und Nachkriegskultur“ an der Fakultät Musik institutionalisiert Aktivitäten der musikbezogenen Exilforschung und thematisiert die Rückwirkung des Exils auf die deutsche Musikkultur seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Forschungsstelle, die mit dem Universitätsarchiv eng zusammenarbeitet, fördert die Vernetzung von Forscherinnen und Forschern und die Bildung entsprechender Schwerpunkte in Forschung und Lehre der UdK. Sie nimmt Gastforscherinnen und -forscher für die Zeit ihres Berlin-Aufenthalts auf.
Edvard-Grieg-Forschungsstelle
Vom 13. bis 16. Mai 2009 findet an der Universität der Künste Berlin der „Internationale Edvard-Grieg-Kongress Berlin 2009“ statt.
E-Mail egforsch@udk-berlin.de
Leitung: Prof. Dr. Patrick Dinslage
Links
Arbeitsstelle für historische und vergleichende Kunstpädagogik
in der Fakultät Bildende Kunst
Kontakt:
Dr. Otfried Scholz
Tel. (030) 3185-2514
Arbeitsstelle "Visualisierung von Erziehungs- und Schulgeschichte"
Kontakt:
Dr. Karl-Walter Beise
Tel. (030) 3185-2060
Arbeitsstelle für Weiterbildung
Kontakt:
Dr. Johannes Werner Erdmann
Tel. (030) 3185-2062
E-Mail erdmann@udk-berlin.de
Arbeitsstelle für kulturgeschichtliche Studien
Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Ruppert
Tel. (030) 3185-2844
E-Mail ls.rupp@udk-berlin.de
www.kulturgeschichte.udk-berlin.de
Forschungsstelle "Qualitative Musiktherapieforschung"
Internationales Musiktherapie-Institut Berlin e.V. (IMB)
1. Vorsitzende: Prof. Dr. Mechtild Jahn-Langenberg
Geschäftsführerin: Hedwig Koch-Temming
Kontakt:
Prof. Dr. Mechtild Jahn-Langenberg
Tel. (030) 3185-2552
E-Mail forschmt@udk-berlin.de
Darüberhinaus gibt es zahlreiche Forschungsprojekte in den einzelnen Studiengängen, die dem Vorlesungsverzeichnis entnommen werden können.
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