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Variantology

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Ibn al-Haytham, Kitab al-Manazir (Book of Optics), 1011/1012; Cod. arab. 3212, Bibl. Fatih, Istanbul.

 



Variantology/Archaeology of the Media
On Deep Time Relations of the Arts, Sciences and Technologies


Ein Forschungsprojekt von Prof. Dr. Siegfried Zielinski
unter wissenschaftlicher Mitarbeit von Eckhard Fürlus
und Daniel Irrgang (Organisation)

Seit Januar 2007 ist das Projekt Variantology/Archaeology of the Media an der Universität der Künste Berlin UdK angesiedelt. Initiiert von Prof. Dr. Siegfried Zielinski, wurde es als Sonderforschungsprojekt von 2004 bis 2006 vom Wissenschafts- und Forschungsministerium des Landes NRW großzügig gefördert.

Variantology/Archaeology of the Media wurde von vornherein als ein internationales Forschungsprojekt konzipiert. Der Aufbau eines Netzwerks mit herausragenden Forscherinnen und Forschern zur Tiefenzeit der Beziehungen zwischen den Künsten, Wissenschaften und Technologien ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. U. a. existieren derzeit Kooperationen mit der Akademie der Wissenschaften Chinas in Peking, der Harvard University in Cambridge/MA, der Katholischen Universität in Leuven, Belgien, der Akademie der Künste und der Wissenschaften in Budapest, Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, der Universität Pompen Fabra in Barcelona und der St. Petersburg State University.

Bei diesem Projekt ist ein kritisches Durchdenken der Medienbegriffe der letzten Jahrzehnte von zentraler Bedeutung. Der Begriff des Mediums wird geöffnet für Disziplinen und Denkansätze, die bisher wesentlich außerhalb des Mediendiskurses angesiedelt waren, aber auch umgekehrt öffnen sich diese Disziplinen selber einem Denken in Kategorien des Medialen und der Kommunikation.

Verbunden mit dem Forschungsprojekt sind die jährlich stattfindenden, internationalen workshops sowie die sich daran anschließenden Publikationen mit Texten der beteiligten Wissenschaftler und Künstler. 2007 fand der 4. Variantology workshop zum ersten Mal an der UdK in Berlin statt. Bisher erschienen sind die Bände Variantology 1, 2 und 3; unter Beteiligung herausragender Wissenschaftler aus aller Welt entsteht derzeit der Band Variantology 4, der im Frühjahr 2010 erscheinen wird.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Forschungsprojekts ist die systematische Sammlung und Übertragung von Grundlagentexten zur Archäologie der Medien aus dem Arabischen, Chinesischen, Griechischen und Lateinischen, die in einem Reader veröffentlicht werden.



Variantology 3
On Deep Time Relations of Arts, Sciences and Technologies
In China and Elsewhere

Herausgegeben von Siegfried Zielinski und Eckhard Fürlus

Die Geschichte der Medien nicht in einer konsekutiven Rückschau erklären, sondern aus Reflexionen einer tiefenzeitlichen Geschichte der Wissenschaften in die Gegenwart hinein spekulieren: In mindestens dreifacher Hinsicht öffnen die Autoren des 3. Bandes der Variantologie-Reihe unsere Vorstellungen vom Wechselspiel zwischen Künsten, Technik und Wissenschaften weiter. Gegenständlich: Phänomene wie das Feuerwerk, magnetisch aufgeladene Schachspiele, Scherenschnitte, der radikale künstliche Eingriff in die Landschaft oder der Kompass als Instrument der Weltanschauung werden zu Entdeckungsfeldern für die Generierung großzügigerer Konzepte von Kunst und von Medien. Regional: Die Bewegungen durch Europa nach Fernost und zurück machen überdeutlich, wie wenig eine Geschichtsschreibung der Medien und der Künste länger Sinn macht, die von den einstigen Industrie-Metropolen der Welt ausgeht und glaubt, dort auch enden zu können. Zeitlich: Mit der Entwicklung der chinesischen Technik- und Wissenskultur geraten wir in Dimensionen, die dem Konzept der Tiefenzeit bisher noch wenig geahnte Bewegungsmöglichkeiten hinzufügen. Brechts Parabel aus den 1920ern, die chinesische Zivilisation habe die Errungenschaften der Moderne möglicherweise bereits vergessen, erhält neue Bedeutung.

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ISBN: 978-3865603661

 


Mit Beiträgen von Arianna Borrelli (Rome), Francesca Bray (Edinburgh), Chen Cheng-Yi (San Diego), Dai Nianzu (Beijing), Mareile Flitsch (Berlin), Ramon Guardans (Barcelona), Ingo Günther (New York), Rossen Milew (Sofia), Anthony Moore (Arles/Cologne), Dhruv Raina (New Dehli), Nils Röller (Zurich), Claudia Schink (Cologne), Simon Werrett (Seattle), Xu Fei (Hefei).





我们努力避免将媒体的历史诠释成为一个连续的回顾史,而是通过艺术和科学的深层时间史的反射思索现在。参与变体学著作第三册的作者们从几个非常重要的层面扩展了我们最初对艺术,技术和科学之间的互相作用的想法:
题材。烟花做为基于时间的表演艺术的实践,磁性象棋自动机,剪纸,温度计,人类对自然风景的根本干预, 指南针曾经作为建立新的世界观的仪器为今天对艺术和媒体的定义生成了更广阔也更丰富的观念。
地域。跟随我们的作者们从欧洲大陆到远东再回到这里,引发出绝对清晰的事实就是对媒体历史的书写绝对不可能只从前工业大都会的视角展开和终结。
时间。中国文化和技术知识的演变毋庸置疑地将我们和对深层时间观念的研究带入了又一新的维度以及更为宽广多层的空间和可能性。布莱希特于1920年写的关于现代发明已被中国文明忘却了的寓言也被赋予了新的含义。

撰稿者:
艾丽娜 布爱里 (罗马),佛蓝西思卡 布艾尔(爱丁堡),陈贞一(圣地亚哥),戴念祖(北京),马爱乐 佛里姿(柏林),莱梦 古尔丹(巴塞罗那),因果 古恩特(纽约),罗森 弥勒浮(索非亚),安东尼 摩尔(阿儿/科隆),达卢弗 莱纳 (新德里),尼尔斯 余勒 (苏黎世),珂罗嫡娅 芯苛(科隆),西盟 威尔特(西雅图),徐飞(河肥)



Variantology 4
On Deep Time Relations of Arts, Sciences and Technologies
In the Arabic-Islamic World and Beyond

Herausgegeben von Siegfried Zielinski und Eckhard Fürlus

Der Einfluss der arabischsprachigen Kultur und Wissenschaft auf das lateinische Mittelalter und damit auf die Grundlegungen der europäischen Moderne ist heute unbestritten. Durch arabische Übersetzungen der von syrischen Christen nach Bagdad importierten, griechischen Schriften wurde das wissenschaftliche Erbe früherer Zivilisationen ab dem 8. Jahrhundert von den Arabern tradiert, weiterentwickelt und an die christlich geprägte, lateinische Kultur weitergegeben.

In einem komplexen Vorgang beeinflussten die Araber entscheidend die westliche Welt des Mittelalters und der Renaissance auf fast allen wissenschaftlichen Gebieten, namentlich der Astronomie, Biologie, Chemie, Kartographie, Mathematik, Medizin, Metaphysik, Musik, Optik und Philosophie und generierten die bis heute wirksame Entfaltung und Diversifizierung der Wissenschaften wesentlich mit. Unter den Philosophen sind Al-Gahiz (776-868), al-Kindi (ca. 800-870 n. Chr.), al-Farabi (ca. 870-950), Avicenna resp. Ibn Sīnā (980-1037), Averroës resp. Ibn Rushd (1126-1198), al-Ghazali (1058-1111) und Ibn Arabi (1165-1240) die bekannteren. Wenn Charles Lohr das Leben und Werk des katalanischen Mönchs, Schriftstellers, Theologen, Missionars und Erfinders für Textapparate, Ramon Llull (Raimundus Lullus) diskutiert, der uns seit Beginn unserer variantologischen Exkursionen begleitet, spricht er von ihm als einem „christianus arabicus“, einem arabischen Christen.

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ISBN: 978-3865603661

 

Die wichtigsten Quellen zur Geschichte der arabisch-islamischen Wissenschaft sind, wie Mohamed Abattouy festgestellt hat, die arabisch geschriebenen Originalwerke aus der Zeit des 13. bis 16. Jahrhunderts, von denen ein großer Teil noch nicht übersetzt wurde.

Arabisch ist nicht nur als gemeinsame Sprache verschiedener Länder des Nahen Ostens und Südostens von besonderer Bedeutung. Georges Tamer, zu dieser Zeit am Seminar für Semitistik und Arabistik der Freien Universität Berlin tätig, schrieb 2003: „Das Arabische ist die Sprache, die zum Medium philosophischen Denkens entwickelt wurde [...] Die Entwicklung des Arabischen zu einer autonomen philosophischen Sprache verdankt sich auch einer umfangreichen Übersetzungsbewegung, die vom achten bis zum zehnten Jahrhundert dauerte. An ihr beteiligten sich vor allem christliche Gelehrte, die die wichtigsten philosophischen Werke der Antike und des Hellenismus ins Arabische übertrugen. Die christlichen Übersetzer, die schon mit dem Aristotelismus vertraut waren, der vor dem Islam im syrischen Kulturraum vorgeherrscht hatte, dürften darüber hinaus die Stoßrichtung der arabischen Philosophie beeinflusst haben, indem sie zu ihrer aristotelischen Prägung beitrugen.“ Tamer weist ferner darauf hin, dass die Grenzen zwischen Philosophie und Religion im arabischen Mittelalter weitgehend durchlässig waren. Themen der Metaphysik waren Gegenstand des Interesses von Philosophen und Theologen, und die Logik, die Averroës als neutrales Mittel der Argumentation definiert, war für das religiöse Denken im Islam von großer Bedeutung.

Unter den Berührungen der christlichen mit der moslemischen Welt ragen historisch drei Ereignisse besonders heraus: die Eroberung Spaniens durch die Araber 711 bis zu ihrer Vertreibung im Jahr 1492 – die letzte maurische Festung bei Granada wurde am 2. Januar 1492 erobert –, die Eroberung Konstantinopels, des ehemaligen christlichen Hauptquartiers im Osten, durch die Osmanen im Jahr 1453, sowie die Herrschaft der Araber auf Sizilien.



5TH VARIANTOLOGY WORKSHOP
NEAPOLITANISCHE MEDIEN – INTERNATIONALE WERKSTATT
Neapel, 5. bis 8. November 2008, in der Biblioteca Nazionale „Vittorio Emanuele III“

Chair: Siegfried Zielinski und Eckhard Fürlus
Organisation: Franziska Latell

Wir leben nicht in einer Nachzeit (Post-Moderne). Was die Technik und die Medien betrifft, steht uns noch viel bevor. Das war der Ausgangspunkt für dieses Projekt, die Beziehungen zwischen den Künsten, Wissenschaften und Technologien noch einmal neu zu bedenken mit Tiefenzeitforschern aus Theologie und Philosophie ebenso wie Mathematik, Ingenieurs- und Naturwissenschaften sowie mit Klang- und Bildkünstlern.


Berlin war im 19. Jahrhundert eines der Gründerzentren der Neuen Medien. NEAPOLIS war in der bewegten frühen Neuzeit ein hot spot des Aufbruchs zwischen magischem und modernem Weltverständnis in Europa. Der großzügige Welten- und Gottesdenker Giordano Bruno wurde in einem Dorf in der Nähe Neapels geboren; Giovan Battista della Porta gründete um 1560 in der Via Toledo in Neapel eine der ersten (geheimen) europäischen Akademien für experimentelle Wissenschaften. Jetzt ist Neapel eine der völlig unmöglichen Städte, vermüllt, dekadent, extrem kriminell. Wir nehmen die Herausforderung an.

Der fünfte und vorläufig letzte Workshop fand als internationale Werkstatt VARIANTOLOGY in der neapolitanischen Biblioteca Nazionale statt, die nicht nur über eine der größten Papyrus-Sammlungen verfügt, sondern ungeheure Bücher- und Manuskriptschätze in einem gigantischen Labyrinth bewahrt. Ein Aufeinandertreffen des Alten mit dem (un)möglichen Neuen, verbunden mit einem Gestus der Großzügigkeit aus Berlin: Eine nördliche, werdende Metropole, die es ökonomisch nicht leicht hat, macht einer südlichen Metropole, die keine Zukunft, sondern nur Vergangenheit zu haben scheint, ein Geschenk. Für drei Tage brachte sie internationale Wissenschaftler aus Asien, Australien, Europa, den USA und aus Berlin in die marode Bibliothek hoch über dem Hafen, im tosenden Verkehr gegenüber dem Vesuv, um aus neapolitanischer Perspektive über die Tiefenbeziehungen zwischen den Künsten, Wissenschaften und Technologien nachzudenken.


Zu den teilnehmenden Wissenschaftlern und Künstlern gehörten
Hans Belting (HfG Karlsruhe), Peter Blegvad (London and University of Warwick), Arianna Borrelli (Rom, Max-Planck-Institut Berlin), Luciano Canfora (Bari), Chen (Joseph) Cheng-Yih (Sanya, Hainan und San Diego), Baruch Gottlieb (Montreal, Seoul), Yasmin Haskell (Perth), Sebastian Klotz (Universität Leipzig), David Link (Köln), Massimo Marra (Mailand), Anthony Moore (Köln, Arles), Miklòs Peternàk (Akademie der Künste Budapest und C3), Brothers Quay (London), Dhruv Raina (Neu Delhi), Otto E. Roessler (Tübingen), George Saliba (New York), Elisabeth von Samsonow (Akademie der Künste Wien), Wilhelm Schmidt-Biggemann (FU Berlin), Amador Vega Esquerra (Barcelona) und Lioudmila Voropai (Moskau, Köln, Berlin). Die Werkstatt wurde geleitet von Siegfried Zielinski und Eckhard Fürlus von der UdK Berlin; verantwortlich für die Organisation war Franziska Latell.


Das Projekt 5th Variantology Workshop, Neapel, 5.-8. November 2008, wurde – außer von der UdK Berlin – von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG gefördert und vom Goethe-Institut Neapel (Carmen Morese) und The Shenker Institute Of English - Napoli großzügig unterstützt.



Teilnehmer der Variantology workshops 1 – 5 und ihre Themen

Velimir Abramovic (Belgrade): Introduction to an Ontology of Time – Amir R. Alexander (Los Angeles): Through the Mathematical Looking Glass – Irit Batsry (New York): Artist for Variantology 4 – Hans Belting (Karlsruhe): Perspective: Arab Mathematics and Renaissance Western Art – Vergil Born Again. The Neapolitan Poet Sanazzaro and the Revolution of a Literary Medium – Paola Bertucci (Bologna): Promethean Sparks. Electricity and the Order of Nature in the 18th Century – Peter Blegvad (London): Bilder Variations (A Special Archaeology) – Arianna Borrelli (Rome / Berlin): Mathematical Notation as a Philosophical Instrument – The Flat Sphere – Pneumatics and the Alchemy of Weather – The Language of the Astrolabe: The ms. Paris Bnf lat. 7412 and its Drawings – Giovanbattista Della Porta's "De aeris transmutationibus" – Francesca Bray (Edinburgh): Tales of Fertility. Reproductive Narratives in Late Imperial Chinese Medical Cases – Almut Sh. Bruckstein (Berlin): Écriture automatique: Materialist Writing and Visual Form in Islamic and Jewish Traditions – Jochen Büchel (Munich): The Psychology of Matter – Oksana Bulgakowa (Berlin): Theory as a Gesamtkunstwerk – Luciano Canfora (Bari): Papyrus as a Medium – Chen (Joseph) Cheng-Yih (San Diego): Cultural Diversities: Complementarity in Opposites – Concept, Notation, and Algorithm in Early Mathematics in Ancient China – Dai Nianzu (Beijing): Electricity, Magnetism, and Culture in Ancient China – Timothy Druckrey (New York): Re-Imagining Archaeology – Mareile Flitsch (Berlin): Body. Posture. Tool. Anthropological Reflections on the Depiction of Body-Artefact Relationship in Chinese Folk Art – Eckhard Fürlus (Berlin): "To point out the potential of the individual". Some Reflections on Christology and Crucifixion Typology – Ramon Guardans (Barcelona): General view of water control. On the book published by Pan Jixun (1521–1595) in 1590 He fang yilan – A Brief Note on the anwa' Texts in Cordoba during the 10th and 11th centuries – Ingo Günther (New York): Worldprocessor – Claus-Peter Haase (Berlin): Choose the Right Way: Adaption in Renaissance in the Arts of the Fertile Crescent in the 13th Century – Andrea Hacker (Dublin): Kblebnikovian Time. Between H.G. Wells and Kalachakra – Yasmin Haskell (Perth): Didac-tech? Prolegomena to the Early Modern Poetry of Information – Swing Me Way Down South: A Dutchman in Naples (Gerard Nicolaas Heerkens) and a Neapolitan (Niccolò 'Partenio' Giannettasio) in Egypt – Sebastian Klotz (Leipzig): Beyond Mimesis. Intelligent Musical Signs and the Production of Variants in the Enlightenment – Variants of Eloquence: From the Renaissance Madrigal to Disco – David Link (Cologne): There Must Be an Angel. On the Beginnings of the Arithmetics of Rays – while(true). On the Fluidity of Signs in Hegel, Gödel, and Turing – Zâ'irja - An Archaeological Cryptanalysis of a 13th-century Sufi Algorithm – Rossen Milev (Sofia): The "World Script Revolution" in the 4th Century. Series of Coincidences and Typological Similarities, Interferential Influences or Unexplored Phenomenon of Parallelism? – Mara Mills (Cambridge, MA): Hearing Things. Telephones and Auditory Theory – Theatrum Fungorum. John Cage’s Mycology and Photomechanical Reproduction – Alla Mitrofanova (St. Petersburg): From Enlightenment to the Divine Darkness. The Apophatic Return – Anthony Moore (Arles / Cologne): The Musical Yardstick – Transactional Fluctuations 1 and 2: Towards an Encyclopaedia of Sound – Anthony Moore and Peter Blegvad (Arles / Cologne / London): Mathematical Breath Control - Science & Songs – Werner Nekes (Mühlheim): Surface Tension. Various Images – Miklós Peternák (Budapest): Convention and Invention. Notes on the Illustrations to Orbis Pictus – "Born/Natura" - A Picture in the Background of a Picture – The Quay Brothers (London): Artists for Variantology 5 – Dhruv Raina (New Delhi): In Search of a Historiography of Jesuit Science in Seventeenth and Eighteenth-century India – The Voyages of Le Gentil: Coping with the Disruption of the Narrative of Progress – Dhruv Raina and Irfan Habib (New Delhi): The Indo-Persian Aesthetic and the Scientific Imagination: The Travelogue of an Indian Muslim Nobleman in Enlightenment France – Otto E. Rössler (Tübingen): Giordano Bruno: The Planet at Stake – Nils Röller (Zurich): Thinking With Instruments. The Example of Kant’s Compass – Revolution of the Ear? The Typewriter as a Listening Aid – Julian Rohrhuber (Cologne): New Mathematics and the Subject of the Variable – George Saliba (New York): Blurred Edges: At the Intersection of Science, Culture, and Arts – Europe and the World of Islam: Standing in Each Other's Shadow – Dagmar Schäfer (Berlin): "Ganying" – Resonance in 17th Century China. The Examples of Wang Fuzhi (1609–1696) and Song Yingxing (1589–1666?) – Claudia Schink (Cologne): Lux reflecta. On Moonlight in Mythology and Science – Mythologia Fulgurales. On the History of Lightning in Mythology and Christianity – Henning Schmidgen (Berlin): Repetition and Differences. Psychophysiological Time Machines, 1850-1965 – Wilhelm Schmidt-Biggemann (Berlin): Outlines of a Theory of the Cosmic Soul in the Philosophies of Avicenna and Averroes – Athanasius Kircher's Concept of Prehistory – Amnon Shiloah (Jerusalem): Devine of Devilish: The Conflicting Approaches of Islamic and Judaic Religions Authorities Concerning Music – Steven Vanden Broecke (Brussels): God’s Thetoric. A Therapeutical Tracing of Allegoria in Factis – Amador Vega (Barcelona): Images that are not Images. Notes Toward an "Apofatic Theology" for the 20th Century – Ramon Llull. A Logic of Invention – Hermeneutics of Secrets: From the Villa dei Misteri to the Rothko Chapel – Koen Vermeir (Leuven / Berlin): The Hidden History of the Cyborg – The Reality of Failure. On the Interpretation of Success and Failure in (the History and Philosophy of) Science and Technology – Elisabeth von Samsonow (Vienna): A New Theory on the New, or How and to What End Do We Study Old Texts – The Impact of Infinity on Euclidian Geometry: Giordano Bruno's Metaphysical and "Artistic" Approach in the Mathematics of his Treatise "Articuli adversus Mathematicos" and in "De triplici minimo et mensura" – Lioudmila Voropai (Cologne / Moscow): Iambic Tetrameter in the Service of Revolution. Notes on the System of Art and Literary Education in Post-Revolutionary Russia – Peter Weibel (Karlsruhe): Political Ontology and Ontological Relativity. Pro Variantology. A Footnote – Simon Werrett (Seattle): "The Finest Fireworks in the World". Chinese Pyrotechnics in Early Modern Europe – Xu Fei (Hefei): The Exploration and Achievements of the Acoustics of Yuelü, the Theory of the Tone System in Ancient China – Gábor Á. Zemplén (Budapest): Auxiliary Images. Appropriations of Goethe’s Theory of Colours – Siegfried Zielinski (Berlin): 1806/2006. A Miniature in lieu of a Preface – Show and Hide. Projection as a Media Strategy Located between Proof of Truth and Illusionising – Siegfried Zielinski & Silvia M. Wagnermaier (Berlin): Depth of Subject and Diversity of Method. An Introduction to Variantology – Siegfried Zielinski, Eckhard Fürlus (Berlin): Ars brevis umbrae et lucis