Ein Kooperationsprojekt der Universität der Künste in Zusammenarbeit mit Berliner Schulen, freischaffenden Komponist/innen und dem Festival für zeitgenössische Musik, „MaerzMusik“.
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Altersstufen werden angeregt, mit musikalischem Material zu experimentieren und im Klassenverband eine gemeinsame Komposition zu entwickeln. Durch zwanzig Stunden hindurch werden sie dabei von einem Vierer-Team, bestehend aus Musiklehrer/in, Komponist/in und zwei Musikstudierenden begleitet. Am Anfang stehen Experimente mit erweitertem musikalischen Material und mit Gestaltungsideen, am Ende stehen Klassenkompositionen, die im Rahmen des Festivals "MaerzMusik" in Berlin von den Schülerinnen und Schülern selbst aufgeführt werden.
Das musikpädagogische Projekt "QuerKlang" greift Ideen und Modelle auf, wie sie in England durch Richard McNicol initiiert und in Österreich im Rahmen des Projektes "Klangnetze" weiter entwickelt wurden. Die grundsätzliche Zielsetzung des Projektes besteht darin, Schüler zu ermutigen, sich eigentätig mit musikalischem Material und dessen Gestaltungsmöglichkeiten zu beschäftigen, dieses als persönliches Ausdrucks- und Gestaltungsmittel zu erfahren, und damit gleichzeitig Neugier, Toleranz und Verständnis gegenüber der Vielfalt zeitgenössischen Musikschaffens zu entwickeln. Nicht der hörend-rezipierende Umgang mit ausgewählten Werken zeitgenössischer Musik steht im Zentrum, sondern der experimentelle, eigenverantwortliche Umgang mit einer Vielfalt von musikalischen Materialien und musikalischen Ideen.
Neu an der Berliner Variante des Modells ist der Einbezug von Musikstudierenden. Die Durchführung des Projektes an Berliner Schulen ist in ein musikpädagogisches Seminar an der Universität der Künste in Berlin eingebettet, das der Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Fach Musik dient. Studierende haben auf diese Weise die Möglichkeit, das Praxisfeld Schule kennen zu lernen; für Musiklehrer/innen wiederum fungiert das Projekt als Fortbildungsangebot; und Komponist/innen schließlich kommen auf ungewöhnliche Weise mit potenziellen Hörer/innen ihrer Werke in Kontakt.
Projektleitung:
Prof. Dr. Ursula Brandstätter (pädagogische Leitung)
Prof. Daniel Ott (künstlerische Leitung)
Mag. Kerstin Wiehe (organisatorische Leitung)