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Ökonomie der Beteiligung - Geschäftsmodelle und Marketingstrategien im Internet

  

Datum/Uhrzeit:

21.-22. September 2009, 9:30-17:30 Uhr

Veranstaltungsformat:

Hands-on Seminar
Kurzvorträge der Dozenten und Anleitung zur beispielhaften Umsetzung durch die Teilnehmer.

Inhalte/Themen:

Lange Zeit galt Aufmerksamkeit als die wichtigste Ressource des Informationszeitalters. Spätestens mit der digitalen Vernetzung wurde Information zur allgegenwärtigen Ressource und nicht mehr die Information an sich, sondern die individuelle Aufmerksamkeit wurde zum knappen Gut in einer "Ökonomie der Aufmerksamkeit". Die zentrale Aufgabenstellung war es nicht, Informationen bereitzustellen, sondern die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen.
Mit der anhaltenden Verbreitung sozialer Technologien entsteht für Unternehmen nun eine neue Aufgabenstellung. Ihre Kunden organisieren sich heute untereinander und informieren sich gegenseitig. Sie messen den Informationen Gleichgesinnter mehr Bedeutung zu, als den – meist einseitigen – Kommunikationsmaßnahmen professioneller PR- und Marketingabteilungen. Die aktive Beteiligung der Kunden als gleichberechtigte Partner wird damit zur neuen strategischen Herausforderung.
Es geht um Beziehungen – nicht um Technologien: Unternehmen, die nach Lösungen für die beschriebene Herausforderung suchen, sollten ihren Blick auf die nicht auf die neuen Technologien an sich richten, sondern auf Formen der Beziehung, die diese Technologien ermöglichen. Li und Bernoff stellen diese Beziehungen, die hierarchisch aufeinander aufbauen, in einem 5-Stufen-Modell dar: Zuhören, Mitteilen, Anregen, Unterstützen und als höchste Form der Beziehung – Beteiligung. Unternehmen können nicht nur zuhören und sich über soziale Technologien mitteilen. Sie können ihre Kunden anregen, sich gegenseitig zu unterstützen und haben erstmals im großen Umfang die Chance, ihre Kunden an den Aktivitäten des Unternehmens teilhaben zu lassen. Dass die Entwicklungen sozialer Technologien das Verhältnis zwischen Kunden und Unternehmen grundsätzlich und umfassend verändern werden, wird kaum bezweifelt. Die Entwicklungen werden vielerorts ausführlich beschrieben. Langsam, aber sicher scheint sich jedoch zudem die Überzeugung durchzusetzen, dass die Auswirkungen an kaum einer Branche, kaum einem Unternehmen vorbeigehen und zu tiefgreifenden Veränderungen führen werden.
Mit dem rasanten Wachstum von sozialen Online-Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ macht nach Schlagwörtern wie „Web 2.0“ und „User Generated Content“ seit einigen Monaten ein neuer Begriff die Runde: Social Media Marketing. Im Kern verbindet diese Begriffe ein und dieselbe Aussage. Unternehmen können durch die Nutzung sogenannter ‚sozialer Technologien’ nicht nur einen aktiven Dialog aufnehmen, sondern ihre Kunden zunehmend an den Aktivitäten des Unternehmens beteiligen. Die Betrachtung der grundlegenden Mechanismen und Technologien einer „Ökonomie der Beteiligung“ soll einen ganzheitlichen und strategischen Umgang mit den beobachtbaren Phänomenen ermöglichen.
In diesem zweitägigen Seminar lernen die Teilnehmer, Strategien zum Umgang mit neuen Zielgruppen und dies für klassische Unternehmen bieten kann. In den Handson-Sessions erhalten die Teilnehmer einen Überblick, durch welche Techniken und Maßnahmen aus passiven Konsumenten begeisterte Multiplikatoren werden. Sie sollen dabei konkretes Anwendungswissen erlangen, dass sie dazu befähigen soll, die Beteiligung ihrer Kunden erfolgreich zu bewerkstelligen.
Das Hands-on Seminar zeichnet sich durch den Wechsel von Kurzvorträgen der Dozenten und aktiven Hands-on Blöcken aus, bei denen die Teilnehmer im Computer-Pool die Vortragsinhalte direkt ausprobieren können.

Dozent / Dozentin:

Dr. Daniel Michelis ist Vertretungsprofessor für Marketing an der Hochschule Anhalt. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten gehören Digitale Medien und Kommunikation sowie Online Marketing. Er ist wissenschaftlicher Berater des Instituts für Electronic Business an der Universität der Künste Berlin und war Doktorand am Institut für Medien- & Kommunikati-onsmanagement der Universität St. Gallen.

Hendrik Send ist Doktorand an der Uni St. Gallen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute of Electronic Business. Dort erforscht er Social Software, Innovationsprojekte und digitale Prototypen. In der Seminarreihe Hands-on Sessions vermittelt er als Dozent einer Vielzahl von Unternehmen in verschiedenen Seminaren die Kombination von aktuellen Anwendungen und zugrunde liegenden Theorien der digitalen Kommunikation.

Teilnahmeentgelt:

280 €, Studierende: 230 €