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Prof. Eckart Runge

short vita

Eckart Runge – Cellist

Als Gründungsmitglied des Artemis Quartetts, ist Eckart Runge seit 20 Jahren regelmäßig auf allen großen Podien im internationalen Konzertlebens zu Gast. CD Einspielungen seines Ensembles, seit 2005 exklusiv bei Erato / Warner (vormals Virgin / EMI) wurden mit zahlreichen Preisen, u.a. dem Grammophone Award, dem Diapason d’Or und 2016 zum vierten Mal mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet.

Neben der internationalen Quartettkarriere gewinnt Eckart Runge mit seinem 1996 gegründeten Duo Runge&Ammon ein immer breiteres Publikum für klassische Musik. Zusammen mit dem chilenischen Pianisten Jacques Ammon „wirbt er vielsprachig für Grenzgänge in Tango, Jazz und Filmmusik “ (Der Spiegel) und gastiert sowohl in wichtigen Konzertserien wie auch in Jazzclubs in Europa, Asien, den USA und Südamerika.

Das Markenzeichen dieser Konzerte ist neben einer kreativen Programmgestaltung die unkonventionelle Weise, mit der der Künstler das Publikum durch den Abend führt. Die Verbindung von künstlerischem Ernst und kommunikativer Präsentation wird von Zuhörern und Kritik begeistert aufgenommen.

Eine besondere Liebe entwickelte Eckart Runge für die jazzige Musik Nikolai Kapustins. 2006 reiste er nach Moskau, um den Komponisten zu treffen und dessen komplexen Werke zu erarbeiten. Seit der Zeit setzt er sich für diese außergewöhnliche Musik ein. 2009 erschien die Ersteinspielung seiner Cellowerke beim Label Genuin auf CD.

Weitere außergewöhnliche Produktionen von Eckart Runge sind das "Concert Visuel" mit Bodecker&Neander, zwei Pantomimen aus der Compagnie Marcel Marceau und seine Gespächskonzert-Formate „Saite an Saite - Innenansichten im Streichquartett“ und „Die Kunst des Zuhörens“.

Eckart Runge studierte als Jungstudent bei Edmond Baert am Brüsseler Konservatorium, Angelica May an der Wiener Musikhochschule sowie acht Jahre bei David Geringas an der Musikhochschule Lübeck. Er war Preisträger mehrerer Wettbewerbe (Internationaler Stradivari-Wettbewerb Cremona 1991, Deutscher Musikwettbewerb 1994 und Concours International de Musique in Genf 1995). Während des Studiums war er 1. Solocellist im Philharmonischen Orchester Lübeck und Mitglied im Chamber Orchestra of Europe.

Sein künstlerisches Selbstverständnis sieht Eckart Runge auch in sozialem und pädagogischem Engagement. So unterstützt er durch regelmäßige Benefizkonzerte sowie direktem Engagement vor Ort Organisationen wie “Jeunesses Musicales Deutschland“, “Yehudi Menuhin- Life Music Now“ sowie Jugendorchester Projekte in Südamerika.

Eckart Runge ist seit 2005 Professor an der Universität der Künste Berlin und an der Chapelle de la Reine Elisabeth in Brüssel.