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Prof. Dr. phil. Dipl.-Ing. Gabriele Schultheiß

short vita

Gabriele Schultheiß ist Kunstwissenschaftlerin und Landschaftsarchitektin. Seit 2009 lehrt sie als Professorin für Gartenkultur und Freiraumentwicklung im Studiengang Architektur an der Universität der Künste Berlin; seit dem Sommersemester 2017 ist sie Studiendekanin der Fakultät Gestaltung an der Universität der Künste Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte und Theorie der Gärten der Frühen Neuzeit, der Moderne und der islamischen Kulturen. In Marburg und Frankfurt am Main studierte Gabriele Schultheiß Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie. Ihre Promotion schloss sie in Germanistik ab. Sie arbeitete 18 Jahre lang als Kunstwissenschaftlerin und Ausstellungsmacherin im Frankfurter Kunstverein, im Deutschen Filmmuseum Frankfurt und im Haus am Waldsee in Berlin. In den 1990er Jahren absolvierte sie ein Studium der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin. Seit 2001 betreibt sie ihr eigenes Architekturbüro. Der theoretische Teil ihrer Lehre fokussiert die historische und sozio-kulturelle Rekonstruktion epochetypischer Raumkonzepte in Gartenkunst und Freiraumarchitektur mit Blick auf zeitgleiche raumästhetische Paradigmen in Kunst und Architektur. Gabriele Schultheiß begreift Raumideen als Medien der je spezifischen ästhetischen Vermittlung außerästhetischer – im weitesten Sinne gesellschaftlicher – Erfahrungen. Gärten und Parke werden damit im Typischen wie im besonderen Einzelnen als komplexe Kunstwerke erkennbar, in denen der gesellschaftliche, politische und kulturelle Problemhorizont ihrer Entstehungszeit ästhetisch reflektiert wird. Schultheiß lehrt das landschaftsarchitektonische Entwerfen anhand von konkreten Entwurfsprojekten, die in der Regel eine Schnittstelle zur Architektur und zum Städtebau aufweisen. Ziel ist es, praktisch begründetes Wissen über die spezifischen Probleme, Prinzipien und Mittel der Raumbildung im – zum Himmel hin offenen – Freiraum zu vermitteln und den Studierenden der Architektur damit Kriterien an die Hand zu geben, die künstlerische und funktionale Qualität landschaftsarchitektonischer Entwürfe sehen und begründet beurteilen zu können.