Forschungsprojekte Fakultät Darstellende Kunst

1. Stillstand – Szenen der Stasis und Latenz in den performativen Künsten

Das Forschungsprojekt untersucht die Funktionsweise der Zeitphänomene Stasis und Latenz in den performativen Künsten des 20. und 21. Jahrhunderts. Hierbei wird folgenden zwei Fragen nachgegangen: Wie werden normative Zeitregime der Moderne in Inszenierungen des Stillstands reflektiert und aufgebrochen? Welchen Einfluss hat die Erfahrung gesellschaftlichen Stillstands auf die Produktion und die Rezeption künstlerischer Inszenierungen? Im Fokus der Untersuchung stehen Strategien des Stillstellens, der Unterbrechungen, der Verlangsamungen oder Unterlassungen von Handlungen als zentrale ästhetische Verfahren der Aktions- und Performancekunst seit 1950. Ziel ist es, Verfahren zur Analyse der temporalen Dimension dieser Inszenierungen zu entwickeln. Das Forschungsprojekt findet in Kooperation mit Prof. Dr. Reinhold Goerling (Heinrich-Heine Universität Düsseldorf) und Prof. Dr. Ludger Schwarte (Kunstakademie Düsseldorf) statt.

Leitung: Prof. Dr. Barbara Gronau

MitarbeiterInnen: Jan Dammel (B.A.), Eliana Schüler (B.A.)

Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Schwerpunktprogramm 1688 "Ästhetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne")

Förderdauer: Januar 2014 bis Dezember 2017

Weitere Infos finden Sie unter www.aesthetische-eigenzeiten.de

2. Aktionskunst jenseits des Eisernen Vorhangs

Das DFG-Netzwerk widmet sich der Analyse von Performance- und Aktionskunst in Ost- und Mitteleuropa, deren ästhetische Verfasstheit und politische Relevanz in der Theoriebildung und Kanonisierung der Live Art bisher keine Beachtung gefunden hat. Ausgehend von den geopolitisch isolierten Kunstzentren der DDR (Dresden, Ostberlin, Leipzig) und deren Beziehungen bzw. deren ideologischen Verwandtschaften mit anderen Künstlerinnen- bzw. Künstlerszenen der Nachbarländer (Prag, Warschau, Bratislava) oder weiterer ‚Ostblock’-Städte (Budapest, Zagreb, Ljubljana), werden neoavantgardistische Positionen in der Zeit zwischen den 1960er-Jahren und dem politischen Systemwechsel untersucht. Die Forschung wird in enger Zusammenarbeit mit osteuropäischen Archiven und Institutionen durchgeführt.

Beteiligte: Prof. Dr. Barbara Gronau

NetzwerkpartnerInnen: Catalin Cseh-Varga (München), Adam Czirak (Berlin), Andrea Euringer-Bátorová (Bratislava), Astrid Hackel (Berlin), Beata Hock (Leipzig), Andrej Mircev (Osijek), Berenika Szymanski-Düll (München)

Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft Nachwuchsnetzwerk

Förderdauer: Januar 2015 bis Dezember 2017

Weitere Infos finden Sie unter http://www.aktionskunst-jenseits.de/de/

3. Szenographien des Subjekts

Das DFG-Netzwerk beschäftigt sich mit der Frage, welchen Anteil das Szenische an der Konstitution von Subjekten hat. Untersucht werden philosophische, soziologische und künstlerische Artefakte, in denen und durch die ein Ich konzipiert und generiert wird. Ausgehend von der These, dass Szenen historisch spezifische Medien mit epistemischer Prägekraft sind, untersucht das Netzwerk die Bedingungen und Vollzugsformen von Subjektbildung: Welche inszenatorischen Elemente sind an der Subjektbildung beteiligt? Welche Raumformen, Beobachtungsinstanzen und Wahrnehmungskonstellationen bedingen und konturieren diesen Prozess? Welches Wissen von und über Subjekte wird darin produziert? Ziel des Netzwerkes ist neben der Erarbeitung eines interdisziplinären Konzepts des Szenischen die kultur- und medienwissenschaftliche Erweiterung zeitgenössischer Subjekttheorien. 

Beteiligte: Prof. Dr. Barbara Gronau, Prof. Dr. Katja Rothe

NetzwerkpartnerInnen: Robin Curtis (Düsseldorf), Adam Czirak (Berlin), Lars Friedrich (Frankfurt), Karin Harrasser (Linz), Céline Kaiser (Ottersberg), Maria Muhle (Stuttgart), Sven Opitz (Hamburg), Leander Scholz (Weimar), Ute Tellmann (Hamburg)Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Programm Nachwuchsnetzwerk)Laufzeit: Januar 2013 bis Dezember 2016, Abschlusspublikation 2017

Geldgeber: DFG Nachwuchsnetzwerk

Laufzeit: 1.1.2013 - 31.12.2014

Weitere Infos finden Sie unter: szenographien-des-subjekts.de/gesamtprojekt