Lehrveranstaltungen der Kollegiat_innen

Sommersemester 2019

Seminar: What You See Is What You Get?! Künstlerische Auseinandersetzungen mit Informationsgenerierung und -vermittlung von den 1960ern bis heute 

Dr. Renate Wöhrer, Irina Raskin

Termine:
Dienstags, 10 – 12 Uhr
Raum 004
Hardenbergstr. 33

2 SWS
Teilnehmer_innenanzahl: max. 30

Seit den 1960ern werden die sogenannten westlichen Industrienationen als „Informationsgesell­schaften“ beschrieben. Die Lehrveranstaltung geht der Frage nach, wie sich die zunehmende Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien auf künstlerische Praktiken auswirk(t)en bzw. auf welche Arten künstlerische Arbeiten sich mit Rolle, Strukturen und Bedeutungen von Informations- und Kommunikationstechnologien auseinandersetz(t)en. Anhand ausgewählter künstlerischer Beispiele wollen wir uns sowohl damit beschäftigen, wie Künstler_innen sich in ihren Praktiken auf Informationstheorien beziehen als auch damit, wie in künstlerischen Arbeiten Strukturen, Technologien und Praktiken der Informationsgenerierung und –vermittlung reflektiert, befragt oder auch entwickelt werden. Im Laufe des Seminars wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: 

Welche ästhetischen Verfahren und medialen Mittel werden von künstlerischen Praktiken ins Spiel gebracht, um erlebte Lebenswirklichkeiten oder konzeptionelle Ideen zu vermitteln? Wie wird dabei der Umgang mit materiellen, technologischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für das Erscheinen von Informationen reflektiert? Wie werden in künstlerischen Arbeiten sinnliches Erleben und Informationsgenerierung in Bezug gesetzt?

Durch den zeitlichen Bogen von den 1960er und -70er Jahren, in denen Künstler_innen verstärkt zeitgenössische Medientechnologien einsetzten, bis hin zum 21. Jahrhundert und den aktuellen Entwicklungen von „Big Data“ und „post-truth conditions“ wollen wir in den Blick nehmen, wie Information jeweils anders gedacht und stets neu verhandelt wird. Die wechselseitige Beziehung und historische Kontextualisierung von Kunst und Theorie wird dabei besonders im Fokus stehen. 

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