Jayrôme Robinet

Promotionsprojekt

Performance Poetry als Empowerment 

– Selbst_Ermächtigung durch Performance Poetry in queerfeministischen Kontexten in Bezug auf Liveness, Technizität und Medialität

Das Promotionsprojekt untersucht die Funktionsweise der Phänomene Liveness, Technizität und Medialität in der Performance Poetry in queerfeministischen Kontexten.Hierbei wird folgenden zwei Fragen nachgegangen: Wie werden Normen, Normierungs- und Normalisierungsprozesse in Performance Poetry reflektiert und aufgebrochen? Welchen Einfluss hat die Bühne als ästhetische Heterotopie auf die Ermächtigung der Subjekte sowie auf Wissensgenerierung? Im Fokus der Untersuchung stehen Strategien der Oralität und der Korporalität als zentrale mediale Verfahren der Performance Poetry. 

Ziel ist es, Verfahren zur Analyse der ermächtigenden Dimensionen von Liveness, Technizität und Medialität zu entwickeln, also Phänomene der physikalischen Kopräsenz, der Korporalität, der Oralität und Literalität sowie der technischen Vermittlung. Wie Performance Poetry Ermächtigungsmöglichkeiten für  Menschen schafft, die sich dem queerfeministischen Spektrum zugehörig fühlen, ist ein wichtiges Bestreben dieser Forschung. Die transdisziplinären gewonnenen Ergebnisse dieser Promotion lassen sich für jegliche Analyse zu Wissensgenerierung im Bereich Performance Poetry über queerfeministische Kontexte hinaus ableiten.  

Vita

Jayrôme C. Robinet hat Übersetzen für die Sprachen Deutsch und Spanisch an der Ecole d'Interprètes Internationaux der Universität Mons, Belgien studiert. Er hat einen Master of Arts in Biographischem und Kreativem Schreiben der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zahlreiche Stipendien, u.a. Writer in Residence an der Villa Decius in Krakau (2012). Sein Theaterstück “Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht” feierte im Studio des Maxim Gorki Theaters Premiere. Er unterrichtet Kreatives Schreiben und promoviert am Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ über das Potenzial der Selbstermächtigung durch Performance Poetry in queerfeministischen Kontexten. Sein autofiktionales Memoir ist 2019 im Hanser Berlin Verlag erschienen.

Publikationen

Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund, Berlin 2019.

„Diversität und Sprache", in: Bundesleitung der Naturfreundejugend Deutschlands (Hrsg.): Vielfalt statt Einfalt, Berlin 2017, S. 94–108.

„Poetry Slam-Workshop für LSB/T*I*", in: Alers, Kirsten (Hrsg.): Schreiben wir! Eine Schreibgruppenpädagogik, Baltmannsweiler 2016, S. 133–137.

Wie eine Rose, die aus dem Riss im Beton erwächst – Empowerment von LSBT*I* Geflüchteten durch Beratung und Unterstützung, Eine Handreichung für Beratungsstellen, Berlin 2016.

Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht, Lyrik- und Prosaband, inkl. CD. Berlin 2015.

Faut-il croire les mimes sur parole? Erzählband, La Laune 2007.

„Prends ces mains, Aujourd’hui und Grains de riz", In: Félix Jousserand (Hrsg.): Blah! Une anthologie du Slam, Paris 2007, S. 105–115.

Vous avez le droit d’être de mauvaise humeur, mais prévenez les autres! Erzählband, La Laune 2005.

 

Lehraufträge

2018–2019 Kreatives Schreiben, Alice Salomon Hochschule Berlin. 

Wintersemester 2015/16 Wissenschaftliches vs. Kreatives Schreiben: Vom Deutschen ins Deutsche Übersetzen, Universität Konstanz.

2016–2017 Geschlechtersensibles Schreiben, Evangelische Hochschule Darmstadt.