Christina Dörfling

Promotionsprojekt

Der Schwingkreis – die resonatorische Provenienz elektronischer Medien.

Im Fokus des musik- und medienwissenschaftlichen Forschungsvorhabens steht der Schwingkreis, also die Verbindung der elektrotechnischen Bauelemente Spule und Kondensator. Ausgehend von der Darstellung seiner Genese seit den 1750er Jahren bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wird die Frage verfolgt, inwiefern diese durch ein bestehendes musikalisches Wissen ermöglicht wird und desweiteren die Herausbildung innovativer Medientechnologien bedingt. Die Entwicklung des Schwingkreises, als deren grundlegender Motor die stete Rückkopplung zwischen bestehender musikalischer Tradition und neuartiger Technik angenommen wird, kulminiert um 1900 – einerseits in der Möglichkeit drahtlos Nachrichten zu übertragen, andererseits in der Herausbildung neuartiger elektronischer Musikinstrumente. Grundlage der Arbeit sind sowohl Quellentexte des Untersuchungszeitraums, als auch zeitgenössische Apparate und Schaltpläne im Sinne der medienarchäologischen Methode.

Vita

2008 bis 2011 Bachelorstudium Musik und Medien (Hauptfach) und Geschichtswissenschaft, anschließend bis 2014 Studium der Medienwissenschaft (M.A.) beides an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Publikation

„Das Perpetuum mobile – oder: wie das Provisorische in die Maschine kam“, in: wissenderkuenste.de, Onlinepublikation des Graduiertenkollegs „Das Wissen der Künste“, Nr. 4 „das Provisorische“, November 2015, URL: http://wissenderkuenste.de/#/text/das-perpetuum-mobile-oder-wie-das-provisorische-in-die-maschine-kam-2/.