bauhaus_interventionen #4: überdenken – Ausstellung

Tobias Trübenbacher

Ist das Schöne auch das Gute? In Kooperation mit Ineke Hans, Professorin für Design & Social Context an der Universität der Künste Berlin, präsentiert das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung an seinem temporären Standort vom 13. Februar bis zum 7. März 2019 Arbeiten von Studierenden, die Aufgaben und Möglichkeiten von Design neu denken.

Hundert Jahre nach Gründung des Bauhauses stellt sich erneut die Frage, welche Kompetenzen und Grundlagen jungen Gestalterinnen und Gestaltern mit auf den Weg gegeben werden müssen, um in der heutigen Welt konkrete und nützliche Beiträge liefern zu können. Wie müssen Gestaltungsansätze, die das Design vor hundert Jahren als gesellschaftsformende Praxis begründeten, im Kontext von globalem Handel, Herrschaft der Finanzmärkte, Digitalisierung und schwindenden Ressourcen aktualisiert werden?

Diese Frage stand im Zentrum der Istanbul Biennale 2018. Aufbauend auf sechs kurzen Workshops während der Biennale haben sich Studierende des Studienzweigs Design & Social Context auf die Suche nach neuen Aufgaben und alternativen Rollen für Designer begeben. Für ihre Semesterprojekte haben die Studierenden sich auf ein Thema aus den Bereichen Digitalisierung, alte und neue Produktionsprozesse, sowie globale Themen wie Ernährung, Abfall oder Energie konzentriert und versucht, innovative Lösungen und neue Strategien für die dahinterliegenden Fragestellungen zu finden. Im temporary bauhaus-archiv präsentieren sie ihre Abschlussarbeiten sowie die Gedanken und Prozesse, die diesen zugrunde liegen.

Im Rahmen der Ausstellung gibt der niederländische Designer Richard van der Laken am 13. Februar 2019 in einer offenen Diskussionsrunde Einblick in die Aktivitäten der internationalen Design-Plattform „What Design Can Do“.

Info

Prof. Ineke Hans
i.hans_ @udk-berlin.de