Gegenstand: Skulptur. Perspektiven einer Theorie – Tagung

Ursula Ströbele

Theorie der Skulptur

Bildsäule, Körperbild, plastische Konfi­guration, Raummodulation, Spezifisches Objekt, skulpturale Situation - die Geschich­te der Skulptur hat ihren Gegenstand in vielen Begriffen konzeptualisiert. Zwischen dem Singulären des Kunstwerks, dem Besonderen der Gattung und dem Allge­meinen der Kunst vermittelnd, wurde immer wieder versucht, der doppelten Semantik von „Gegenstand“ als dreidi­mensionalem Ding und als bildnerischem Sachverhalt gerecht zu werden.

Ein besonderer Aspekt der Gegenständ­lichkeit von Skulptur ist ihre physische Konkretheit. Als plastische Artefakte weisen Skulpturen über sich hinaus und insistieren zugleich auf einer Körperlich­keit, die unhintergehbar ist. Dieses Skan- dalon der Skulptur zwischen Faktizität und Aktualität diskutiert die Tagung in theoretischer Perspektive und an unter­schiedlichen Forschungsschwerpunkten in den Bereichen der historischen, moder­nen und zeitgenössischen Kunst.

Wie aktualisiert sich die Faktizität des Materials in der Skulptur? Wie manifestiert sich die Skulptur in der Betrachtung als Gegenüber? Wie artikuliert sich die ästhe­tische Grenze an ihrer Oberfläche und im Raum? Wie formuliert sich Skulpturalität im systemischen Zusammenhang? Und welche Perspektiven einer Theorie der Skulptur und des Skulpturalen ergeben sich aus dem Nachdenken über „Skulptur im erweiterten Feld“?

http://theoriederskulptur.de/

 

 

Info

Ursula Ströbele
u.stroebele_ @udk-berlin.de