Laia Ribera Cañénguez
Kurzvita
Laia RiCa ist darstellende Künstlerin, Theaterpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Theaterpädagogik an der Universität der Künste Berlin. Sie ist Doktorandin im Bereich dekolonialer und materialitätsorientierter Theaterpädagogik und untersucht in ihrer Forschung und künstlerischen Praxis Mensch-Material-Verhältnisse, koloniale Kontinuitäten sowie ökologische Fragestellungen im Kontext des Anthropozäns.
In verschiedenen selbst initiierten Kollektiven – derzeit im KMZ Kollektiv – entwickelt sie performative Arbeiten, die dokumentarische, autobiografische und materialbasierte Arbeitsweisen miteinander verbinden. Dabei reflektiert sie bewusst ihre eigene Situiertheit und persönliche Verstrickungen in globale und strukturelle Machtverhältnisse. Ihre Projekte beschäftigen sich mit Fragen von Dekolonialität, Intersektionalität, Queerness und feministischen Perspektiven und verstehen Materialien als aktive Mitspieler*innen künstlerischer und pädagogischer Prozesse.
Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem bei Festivals wie Politik im Freien Theater, Plataforma Madrid, Performing Arts Festival Taiwan, Manipulate Festival Schottland, FIDENA, IMAGINALE, FIGURA und den Ruhrfestspielen. Ihre Inszenierung „Kaffee mit Zucker?“ wurde mit dem Fritz-Wortelmann-Preis 2021 sowie dem Grünschnabelpreis 2022 in der Schweiz ausgezeichnet.
In ihrer Lehrtätigkeit verbindet sie künstlerische Praxis, theoretische Reflexion und pädagogische Vermittlung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf ästhetischer Forschung sowie auf der Entwicklung theaterpädagogischer Formate, die gesellschaftspolitische Fragestellungen mit künstlerischen Arbeitsweisen verschränken. In ihren Lehrveranstaltungen begleitet sie Studierende bei der Entwicklung eigener künstlerisch-pädagogischer Projekte und untersucht Theater als Raum relationaler Wissensproduktion und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Darüber hinaus hat sie Lehrveranstaltungen und Workshops u. a. in Performance Studies durchgeführt sowie internationale Workshops zu materialbasierten und dekolonialen Arbeitsweisen geleitet.
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