Prof. Kirsten Reese

Kurzvita

Kirsten Reese studierte Flöte, elektronische Musik und Komposition in Berlin und in New York. Als Komponistin und Klangkünstlerin komponiert und produziert sie Werke für elektronische Medien und Instrumente sowie für intermediale und interaktive Installationen. Eine hervorgehobene Rolle in ihrer Arbeit spielen raum- und wahrnehmungsbezogene sowie performative und narrative Aspekte.

Seit 2005 unterrichtet Kirsten Reese Komposition und elektronische Klanggestaltung an der Universität der Künste Berlin, seit 2012 als Gastprofessorin. Von 2007 bis 2009 war sie Gastprofessorin für Künstlerische Transformationsprozesse, gemeinsam mit den Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen der Gruppe Stille Post. 2011 unterrichtete sie im Studiengang Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern.

Kirsten Reese ist Mitglied der künstlerischen Leitung der KlangKunstBühne der UdK Berlin sowie Mitglied des Beirats des Studium Generale.

In den vergangenen Jahren bildeten Kompositionen, temporäre Installationen und Audiowalks für Landschaften und den urbanen Außenraum Schwerpunkte ihrer Arbeit, wie z. B. „KlangBallon” (2010) für Instrumente, mobile Lautsprecher, Sensordaten und drei Trompeter im Heißluftballon oder „no voice audible but that of the sea on the far side” (2013), eine Klanginstallation in einem schalldämpfenden Zylinder im Aarhuser Hafen. Ein weiterer Schwerpunkt lag bei der Klanggestaltung für Theaterinszenierungen in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Enrico Stolzenburg. Die szenische Komposition „KSH” für Flügel, elektronische Zuspiele, installierte Lautsprecher und Objekte wurde 2014 von dem Pianisten Klaus-Steffes Höllander uraufgeführt. Ihr Interesse für die Kontextualisierung von Medien, Mediengeschichte und elektronischer Komposition spiegelt sich in der Instrumentalkomposition für den historischen Fairlight Synthesizer bzw. Sampler und E-Gitarre wider („the lightest words had the weight of oracles”, 2014).

Kirsten Reese erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u. a. Stiftung Kulturfonds 2001, Cité des Arts Paris 2005/06, Villa Aurora Los Angeles 2009, Nominierung/Sonderpreis Deutscher Klangkunstpreis 2010. Ihre Arbeiten wurden international bei Ausstellungen und auf Festivals gezeigt, u. a. während der Donaueschinger Musiktage 2006/2013, auf dem Festival Rümlingen 2007/2010, beim MIBEM Festival Melbourne 2008, beim Borealis Festival Bergen 2009, bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik 2011, beim SPOR Festival Aarhus 2013, beim Festival attaca 2014. 2010 erschien im Wolke Verlag der Katalog „Medien Klang Konstellationen”.