Prof. Frank Hilbrich

Kurzvita

Der Regisseur Frank Hilbrich ist seit Wintersemester 2013/14 Professor für szenischen Unterricht an der UdK Berlin. Gleichzeitig gastiert er an zahlreichen Opernhäusern und Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.. Zuletzt erarbeitete er die Uraufführungen von Giorgio Battistellis "Lot" an der Staatsoper Hannover und Hans Thomallas "Kaspar Hauser" am Theater Freiburg, sowie Verdis "Rigoletto" am Aalto-Musiktheater Essen und   Janaceks "Das schlaue Füchslein" an der Dresdner Semperoper. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden in Kritikerumfragen zur "Inszenierung des Jahres" oder "Aufführung des Jahres" nominiert.

Von 2005 bis 2013 lag ein besonderer Schwerpunkt von Hilbrichs Arbeit auf dem Werk Richard Wagners. Nach "Parsifal" in Kiel und "Die Meistersinger von Nürnberg" in Halle erarbeitete er bis 2013 den kompletten "Ring des Nibelungen", "Lohengrin" und erneut "Parsifal" in einer viel beachteten Wagner-Reihe am Theater Freiburg. In den letzten Jahren trat er verstärkt mit Aufführungen von Werken des 20. Jahrhunderts und Uraufführungen hervor. Wichtige Inszenierungen waren unter anderem Brittens "The Turn of the Screw" (Theater Bremen/Nationaltheater Mannheim), Kreneks "Jonny spielt auf" (Nationaltheater Weimar), Richard Ayres "Peter Pan" (Uraufführung/Oper Stuttgart), Henzes "Die Bassariden" (Nationaltheater Mannheim) sowie eine Reihe von Inszenierungen an der Staatsoper Hannover (Hartmanns "Simplicius simplicissimus", Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk", Glanerts "Caligula" und Verdis "La forza del destino"). Weitere Inszenierungen führten ihn unter anderem an das Theater Basel, die Bregenzer Festspiele und die Komische Oper Berlin. Mit  Künnekes "Der Vetter aus Dingsda" am Theater Bremen und Kálmáns "Die Csárdásfürstin" am Theater Freiburg gelangen zusätzlich zwei mit großer Aufmerksamkeit aufgenomme Aufführungen im Bereich Operette.

Frank Hilbrich ist in Bremen geboren und sammelte seine ersten Theatererfahrungen im Jugendclub des Bremer Schauspiels unter Günter Krämer. Kurzzeitig war er als Schauspieler tätig, spielte in einer ARD-Fernsehserie, bevor er Regieassistent am Bremer Theater und später an der Staatsoper Stuttgart unter Intendant Klaus Zehelein wurde. Dort kam es zur Zusammenarbeit unter anderem mit den Regisseuren Ruth Berghaus, Jossi Wieler und besonders Hans Neuenfels, die ihn nachhaltig prägten. Im Anschluss an die Assistenzzeit war er für drei Jahre Chefregisseur des Musiktheaters am Staatstheater Schwerin, seit 2002 ist er als Regisseur freiberuflich tätig. 

Von 2006 bis 2013 war Hilbrich Gastdozent bei Frontstage an der Musikakademie Basel. 2011 lehrte er erstmals als Gastprofessor an der Universität der Künste Berlin. Seine hier erarbeitete Inszenierung "Allgemeine Verunsicherung" wurde in der Zeitschrift Opernwelt zur "Aufführung des Jahres 2011" nominiert. Frank Hilbrich ist Mitglied der Studienkommission im Studiengang Gesang/Musiktheater und Leiter des szenischen Unterrichts.