Prof. Leo van Doeselaar

Kurzvita

Leo van Doeselaar ist Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Universität der Künste Berlin, Titularorganist der St. Pieterskerk zu Leiden und – zusammen mit Erwin Wiersinga – Titularorganist an der Schnitger-Orgel in der Martinikerk zu Groningen.

Van Doeselaar studierte Orgel und Klavier am Amsterdamer Conservatorium bei Albert de Klerk und Jan Wijn. Neben den beiden Solistendiplomen empfing er außerdem den Prix d’Excellence für Orgel. Zahlreiche Konzerttätigkeiten, Meisterkurse und Jurymitgliedschaften bei Orgelfestivals führten ihn durch ganz Europa und Asien. Als Orgelsolist trat Leo van Doeselaar mit verschiedenen Orchestern unter Dirigenten wie Ernest Bour, Mariss Jansons, Riccardo Chailly, Charles Dutoit, Claus-Peter Flor, Jean Fournet, Ingo Metzmacher und David Zinman auf.

Besonders zum Königlichen Concertgebouworchester pflegt er als Titularorganist des Königlichen Concertgebouws enge Beziehungen. Als Continuospieler hat er mit unterschiedlichen Barockensembles in Westeuropa zusammengearbeitet. Er wirkte an einer großen Anzahl von Festspielen für Alte Musik in Europa und den USA mit. Zusammen mit Wyneke Jordans bildet er ein vielseitig auftretendes Klavierduo. Von ihrem Spiel auf dem Klavier und dem Fortepiano wurden verschiedene CD-Aufnahmen mit Werken von Satie, Dvorak, Ravel, Beethoven, Bach/ Reger und Schubert herausgegeben. Darüber hinaus zeigt sich van Doeselaar sowohl auf historischen als auch auf modernen Klavieren als engagierter Kammermusiker und Liedbegleiter.

Als Orgelsolist, Continuospieler und Pianist spielte Leo van Doeselaar eine große Anzahl von CD-Aufnahmen für diverse Labels ein, u. a. die ersten Integralaufnahmen der Orgelwerke von Wilhelm Friedemann Bach und Georg Friedrich Händel. Er war an der Gesamtaufnahme der Werke für Tasteninstrumente von J.P. Sweelinck beteiligt, die 2003 den Edison-Preis und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. Seine Aufnahme mit Orgelwerken von Heinrich Scheidemann (MDG) in der St. Pieterskerk in Leiden wurde 2012 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und 2013 mit dem ECHO Klassik gekrönt.

In der „Oude Kerk“ in Amsterdam wurde Leo van Doeselaar 2007 der Sweelinckpreis für seinen großen Verdienst um die niederländische und internationale Orgelkultur verliehen.