Intensivwoche: Freie Darstellende Kunst Produzieren

Von der Skizze einer freien Produktion bis zur Premiere, der Vernissage oder der Uraufführung legen alle an einer Produktion beteiligten Personen einen langen, komplexen Weg zurück. Dies stellt hohe Anforderungen an alle Mitwirkenden und externe Partner*innen, was als Produktionsform wiederum auf die ursprüngliche künstlerische Idee oder das Vorhaben zurückwirkt. Kurz gesagt: Auf „Lass uns mal ein Stück machen!“ folgt ein Produktionsprozess, auf den wir uns in diesem Seminar gemeinsam vorbereiten wollen.

Von der Gründung eines Produktionskolletivs, über den Entwurf unserer ersten Produktion, eine Kalkulation, die Erarbeitung eines Förderantrags, die Suche nach einer Spielstätte und Verträgen für die Mitwirkenden, Urheberrechtsfragen, Steuerfragen, die Vermarktung unserer Produktion bis zur Abrechnung nach Ende der Produktion versuchen wir gemeinsam, die vielen Aspekte freier Produktion herauszuarbeiten und zu verstehen.

In vier Blöcken werden wir uns mit der Entwicklung einer freien Produktion, der organisatorischen Erarbeitung, der Umsetzung und Abwicklung beschäftigen, um einen ersten Überblick über das Feld zu bekommen. Gleichzeitig soll sich die Veranstaltung stark an euren spezifischen Interessen orientieren, um möglichst schnell zu einem praktischen Lernen und relevanten, zukünftig nutzbaren Erfahrungen zu kommen – auch bei Themen wie Nachhaltigkeit, Gender, gewaltfreier Kommunikation.

Dozent*in: Prof. Zebu Kluth

Zebu Kluth studierte Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin. Er war in den 1990er Jahren am Hebbel-Theater tätig, war unter anderem Mitbegründer der sophiensaele und der Tanznacht Berlin, von 1996 bis 2001 Künstlerischer Leiter des Theaters am Halleschen Ufer (heute HAU2), das sich in dieser Zeit zu einem der führenden Orte für performative Theaterformen und zeitgenössischen Tanz entwickelte, vertrat die Freie Szene Darstellende Kunst im Rat für die Künste der Akademie der Künste Berlin. Von 2004 bis 2017 Geschäftsführer der Stäitsch Theaterbetriebs GmbH, die neben vier Theatern in Hamburg und einem Gastspielbetrieb im gesamten deutschsprachigen Raum auch die Hamburger Kammerspiele betreibt, 2012 Mitbegründer der bundesweiten Privattheatertage und bis 2017 im Vorstand des Hamburger Theater e.V. und Mitglied in der Privattheatergruppe des Deutschen Bühnenvereins. Von 2017 bis 2021 Rektor der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Ab Oktober 2021 Professor für künstlerisches Selbstmanagement und Kulturvermittlung der Universität der Künste Berlin.

Veranstaltungsort:

Franklinstraße 11-13, Raum 413

Intensivwoche: Der Kurs findet an vier Tagen in der Zeit vom 26.09. - 30.09.2022 statt (26., 27., 29. und 30.09.2022, je 10-17 Uhr).

Dieser Kurs ist auch für externe Studierende aus dem Netzwerk der künstlerischen Hochschulen geöffnet, Anmeldungen aus diesem Personenkreis erfolgen bitte per E-Mail an career@intra.udk-berlinde. UdK-Studierende und Alumni melden sich bitte über den Congeno-Link an.