Artist Training: Refugee Class for Professionals Performing Arts

Quelle: Artist Training „Performing Arts“ © Luca Abbiento. Pressefoto „KULA – nach Europa. Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt“ (Regie: Robert Schuster). Eine Produktion des DNT Weimar, Kunstfest Weimar und Theater Freiburg in Koproduktion mit Kur

Kostenlos für Berliner Newcomer: 20. bis 24. März

Das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin bietet seit November 2016 das Artist Training: Refugee Class for Professionals für geflüchtete Künstlerinnen und Kreativschaffende an. Es gilt als Qualifizierungsangebot zur Integration, welches sich in seinen berufsbezogenen und überfachlichen Angeboten an Berliner Kreative richtet. Bis Dezember 2017 informieren in zwei Durchläufen eine Einführung und fünf vertiefende Einzelmodule über die folgenden Branchen: Musik, Kulturjournalismus, Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Film.

Das Modul Performing Arts beginnt am 20. März unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Hentschel und Anna Volkland von der UdK Berlin in Zusammenarbeit mit der Fakultät Darstellende Kunst der Universität der Künste Berlin und richtet sich an geflüchtete Schauspieler, Regisseurinnen, Tänzer und weitere Akteurinnen und Akteure aus den Bereich der darstellenden Künste. Ziel ist eine bestmögliche Unterstützung und Vernetzung: Wie können Schauspieler, Tänzerinnen oder Regisseure, die neu in Deutschland angekommen sind, hier wieder ihre Bühnen finden? Das Interesse an den Geschichten Geflüchteter ist an vielen Theaterhäusern groß. Schwierig ist es dennoch, von der Arbeit in diesem öffentlich finanzierten, aber immer noch häufig prekären Sektor leben zu können. Nicht jede und nicht jeder will und kann immer wieder die eigene Fluchtbiographie performen. Das Modul Performing Arts des Artist Training: Refugee Class for Professionals möchte eine Orientierung bieten für diejenigen, die Anschluss suchen innerhalb der äußerst vielfältigen und ständig in Entwicklung begriffenen deutschen Theaterlandschaft, mit Schwerpunkt auf Berlin. Welche Formen der darstellenden Kunst – in den Bereichen Schauspiel, Tanz, Performance – gibt es hier? In welchen Institutionen und mit welcher Finanzierung kann man wie arbeiten? Wie findet man ein Engagement an einem festen Haus, wird Gast für eine Inszenierung oder erhält eine Förderung für ein selbst entwickeltes Performance-Projekt? Und in welcher Rolle möchte man selbst auftreten und wahrgenommen werden?

Themen wie biografisches Theater, postmigrantisches Theater am Ballhaus Naunystrasse sowie Einblicke in die Arbeit der Freien Szene Berlins und die Vorstellung Berlins als Tanzhauptstadt geben ebenso einen Überblick über Arbeitsweisen der Berliner Performing Arts-Szene wie die Einführung in die institutionellen Strukturen, Arbeitsfelder sowie Zugänge der Deutschen und Berliner Theaterlandschaft. Eine Exkursion führt in das Maxim Gorki Theater, verbunden mit einer Führung, mit Gesprächen, dem Kennenlernen des Exil Ensemble-Projekts und einem Besuch der Inszenierung „Othello“. Vorgestellt wird außerdem zeitgenössisches Schauspieltheater mit dem transnationalen Theaterprojekt „KuLa –nach Europa“.

Als Dozentinnen und Dozenten wirken Anna Volkland (Dramaturgin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der

UdK Berlin), Robert Schuster (Regisseur und Leiter der Regieabteilung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin), Ahmad Nasir Formuli (Regisseur und Leiter der Theatergruppe „Azdar“ Kabul, Afghanistan), Gudrun Herrbold (Regisseurin und Dozentin an der UdK Berlin), Veronika Gerhard (Leiterin der „akademie der autodidakten“ am Ballhaus Naunynstrasse), Elisa Müller (Landesverband freie darstellende Künste Berlin und freie Theaterschaffende),

Simone Willeit (Geschäftsführerin der Uferstudios GmbH) und Chang Nai Wen (Regisseurin und Leiterin von „SdF – Sisyphos, der Flugelefant“). Englische und deutsche Sprachkenntnisse der Teilnehmenden sind von Vorteil, zwei arabisch-Übersetzer und Übersetzerinnen sind vor Ort, die gleichzeitig auch ihre Perspektiven als selbst vor einer Weile aus Syrien in Deutschland Angekommene einbringen werden: der Regisseur Anis Hamdoun und die UdK-Schauspielstudentin Zainab Alsawah. Bei Bedarf wird auch eine Farsi-Übersetzerin angefragt.

Neben der Modulwoche mit fünf Nachmittagen unterstützt das Networkingformat MindLab# Performing Arts am

27. März unter der Leitung der Regisseurin Chang Nai Wen darin, dass sich jeder mit seiner künstlerischen Ausrichtung etablieren kann. Mit dem Workshop wird eine Plattform angeboten, um interessante Menschen aus der Branche kennenzulernen – sich zu vernetzen, gemeinsam zu arbeiten, Ideen zu entwickeln.

Anmeldungen sind erbeten unter: refugee-class-ziw@udk-berlin.de

 

 

Das Projekt „Artist Training: Refugee Class for Professionals“ wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) und des Landes Berlin.
Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreis der Universität der Künste Berlin | Karl Hofer Gesellschaft.
In Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.
Medienpartner: ABWAB .

 

Termine Artist Training: Refugee Class for Professionals
20. bis 24. März 2017 Performing Arts

27. März MindLab# Performing Arts
24. bis 28. April 2017 Fine Arts

2. Mai MindLab# Fine Arts
08. bis 12. Mai 2017 Film

15. Mai MindLab# Film

 

Anmeldungen für die Teilnahme am Artist Training sind erforderlich!
Zur Registrierung Modul Performing Arts: www.ziw.udk-berlin.de

 

 

Veranstaltungsort:
Berlin Career College
Universität der Künste Berlin
Bundesallee 1-12
10719 Berlin