March for Science Berlin

Quelle: March for Science Berlin

Weltweit finden am 22. April 2017 „Märsche für die Wissenschaft“ statt. Auch in Berlin rufen die Organisatoren zu dieser Demonstration auf.

Wissenschaft ist keine Meinung, alternative Fakten sind Lügen.

 

Ausgehend von Protesten in den USA gegen die Einreisesperren und gegen die Wissenschaftsfeindlichkeit der neuen Regierung, hat sich weltweit ein Netz von Aktiven gebildet, denen es darum geht, die Freiheit in Wissenschaft und Forschung zu erhalten. Es sind nicht nur WissenschaftlerInnen, die weltweit zum "March for Science" aufrufen, sondern Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft. In Deutschland finden diese Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Leipzig, Dresden, Frankfurt, Heidelberg, München, Göttingen und Tübingen statt.

Die InitiatorInnen der Berliner Demonstration sagen deutlich, dass es ihnen nicht um eine Anti-Trump-Veranstaltung geht. Die Wissenschaftsfeindlichkeit eines bildungsfernen Präsidenten ist nur Ausdruck einer gesellschaftlichen Strömung, welche die Marsch-AktivistInnen für gefährlich halten. Sie demonstrieren für den Wert von Wissenschaft und Forschung als eine Lebensgrundlage unserer offenen und demokratischen Gesellschaft.

Diese Basis unserer modernen Lebensweise wird derzeit durch populistische Forderungen und Aktionen gefährdet. Nicht nur in den USA, sondern auch hier in Deutschland werden nachweisbare Lügenkonstrukte als "alternative Fakten" dargestellt und wissenschaftlich erwiesene Tatsachen abgestritten. Der menschgemachte Klimawandel wird als Erfindung abgetan, die Evolution wird geleugnet und durch Kreationismus ersetzt, Impfen wird als Teufelszeug und Masche der Pharmalobby gegeißelt - die Beispiele sind zahlreich.

Vielfach beruht diese Wissenschaftsfeindlichkeit auf Nicht-Wissen. Unser gesamtes Leben basiert auf den Ergebnissen von Wissenschaft, aber vielen Menschen ist das nicht bewusst. Vorrangiges Ziel des March of Science in Deutschland ist es, der Gesellschaft deutlich zu machen, dass sie ohne Forschung nicht lebensfähig ist. Hier ist auch die Wissenschaft selbst gefordert. Sie leistet bereits viel für das Gemeinwohl, sie muss das aber deutlicher herausstellen und sie muss bereit sein, in den relevanten Debatten in der Gesellschaft Position zu beziehen. Nur so kann man zeigen, dass Wissenschaftsfeindlichkeit eine reale Gefahr für unsere Zukunft ist.

Näheres für alle Interessierten:

http://marchforscienceberlin.de/

facebook.com/March-for-Science-Berlin

twitter.com/sciencemarchber

Kontakt für die Medien: Dr. med. Eve Craigie, Telefon: 0179 - 4590492, E-Mail: sciencemarchberlinpresse@gmail.com Franz Ossing, Telefon: 030 - 319 98006, E-Mail: frossing@t-online.de