Unsere Studierenden

Hier kommen unsere Studierende zu Wort. Bianca Koch, Vicky Thiel, Alexander Nieschwietz und Marcus Wetzler berichten darüber, was sie motiviert hat, Leadership in digitaler Innovation zu studieren und geben einen Einblick, wie Studium und Beruf miteinander vereinbar sind. Außerdem erzählen sie, wie sie das im Studium Gelernte in ihrem beruflichen Alltag anwenden können und warum ihnen der Austausch mit ihren Mitstudierenden so wichtig ist.

Quelle: Bianca Koch

Bianca Koch

 

Welches Erlebnis hat dich dazu motiviert Leadership in digitaler Innovation zu studieren?

Es war nicht explizit ein Erlebnis, eher hat sich mein Leben darauf hin entwickelt. Nach meinem Studium als Produktdesignerin habe ich mich selbstständig gemacht um herauszufinden, in welche Richtung ich gehen möchte. Nach zwei Jahren habe ich dann eine Stelle mit einem breiten Spektrum an Arbeitsbereichen angenommen, wodurch ich vielfältige Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Organisation und nutzerzentrierter Gestaltung entwickeln konnte. Es war für mich aber immer klar, dass ich noch einen Master machen möchte, ich wusste nur noch nicht genau, welchen. Als ich dann den Studiengang Leadership in digitaler Innovation gefunden hatte, hat das perfekt zu mir gepasst.

 

Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Momentan arbeite ich selbst auch an einer Hochschule, als Koordinatorin und Dozentin im Bachelor-Studiengang „Internet der Dinge – Gestaltung vernetzter Systeme“. Der Studiengang soll Kompetenzen aus dem Design mit Ingenieurswissen verknüpfen.

   

Wie hast du Beruf und Studium vereinbart? Wie kann man sich ein berufsbegleitendes Studium vorstellen?

Man muss sich dafür bewusst entscheiden, weil das schon sehr präsent im Leben sein wird. Ich teile mir meine Arbeitszeit etwas anders ein. Zum Beispiel nehme ich häufig freitags frei, um mehr Zeit für das Studium zu haben. Außerdem hat man auch die Möglichkeit, Bildungsurlaub zu nehmen. Im Großen und Ganzen komme ich damit ganz gut zurecht. Man muss sich bewusst sein, dass man ein bisschen weniger Freizeit hat, aber man kann die Module ja frei wählen. Wenn es mal zu viel wird, belegt man einfach weniger.

   

Kannst du das, was du studierst, in deinem Berufsleben anwenden?

Viele Dinge, die ich vorher intuitiv wusste, habe ich dank des Studiums wissenschaftlich fundiert durchdrungen und kann sie nun wesentlich besser und ganz bewusst in meinem Berufsleben anwenden. Ich merke zudem, dass das Studium in alle Lebensbereiche hineingreift. Ich diskutiere sowohl mit Arbeitskolleg*innen als auch mit Freund*innen und mit der Familie über die Themen aus den Modulen.

 

Was hat dich an deinen Mitstudierenden beeindruckt?   

Ich kann mich noch gut an den ersten Tag und die ersten Begegnungen erinnern. Ich habe mich umgeschaut und gedacht, wow, dass sind ja richtig spannende Leute, auf die hab ich Lust. Die  Diskussionen, die wir während der Seminare, aber auch außerhalb der Uni führen, spiegeln ein sehr weites Feld und sind für mich sehr bereichernd. Es gibt durch die vielen beruflichen Disziplinen der Mitstudierenden ganz unterschiedliche Hintergründe und Blickwinkel, mit denen wir bestimmte Fragestellungen im Team betrachten. Dadurch ergänzen wir uns perfekt. Jede*r hat eine andere Herangehensweise und stellt Fragen, die ich als Designerin so nicht gestellt hätte. Ein großes Plus ist auch, dass wir auch außerhalb der Module viel in Kontakt stehen und schon nach kurzer Zeit wertvolle Freundschaften entstanden sind.

Quelle: Vicky Thiel

Vicky Thiel

 

Welches Erlebnis hat dich dazu motiviert Leadership in digitaler Innovation zu studieren?

Ich habe mir an einem Samstag Youtube-Videos zum Thema Digitalisierung angesehen. Ich bin dann auf einen Vortrag von Sascha Friesike gestoßen und fand es extrem spannend, wie er an das Thema herangeht. Das war nicht so ein hartes Management-Wissen, das er da vermittelt hat. Das passte extrem gut zu meiner Arbeitswelt. Dann bin ich auf den Studiengang gestoßen und hatte sowieso schon im Hinterkopf, mich in den Bereichen Führung und Digitalisierung weiterzubilden. Aber ich hatte noch nichts gefunden, was mich so richtig überzeugt hat. Ich hatte auch nicht vor, noch mal zu studieren, weil ich schon einen Master habe. Ich fand den Studiengang dann aber so spannend, dass ich dachte, wenn ich mich jetzt nicht bewerbe, dann bereue ich das irgendwann. Insgeheim hatte ich gehofft, dass ich vielleicht am Bewerbungsverfahren scheitere, damit nicht ich die Entscheidung treffen muss. Aber jetzt bin ich total glücklich, dass ich mich dafür entschieden habe.

 

Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Ich habe im Bachelor Germanistik studiert und dann direkt ein Masterstudium der Kommunikationslinguistik in Potsdam angeschlossen. Ich arbeite bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und habe da eine Projektleitungsstelle in der Kommunikationsabteilung inne. Ich bin dort für die Kommunikation verschiedener Bildungsprogramme sowie für die interne Kommunikation verantwortlich.

 

Wie hast du Beruf und Studium vereinbart? Wie kann man sich ein berufsbegleitendes Studium vorstellen?

Ich muss zugeben, dass ich den Aufwand etwas unterschätzt habe. Es ist schon so, dass ich mir mindestens einen Abend in der Woche reserviere, meist jedoch mehr. Es gab seit dem Studium eigentlich kein Wochenende, an dem ich nichts für die Uni gemacht habe.

   

Kannst du das, was du studierst, in deinem Berufsleben anwenden?

Ja, auf jeden Fall. Vor allem aus dem Modul Leadership und Organisation habe ich in den letzten Monaten viel in meinem Arbeitsalltag angewendet. Generell nehme ich aus jedem Modul etwas mit und schau dann noch mal anders auf meine Arbeitsprozesse. Das passiert teilweise auch unbewusst, was ich im Nachhinein manchmal feststelle. Ich habe auch den Eindruck, dass ich alles, was ich im ersten Jahr gelernt habe, noch gar nicht richtig sortieren konnte, weil es so viel Wissen ist. Das ist vielmehr ein längerer Prozess, der erst nach dem Studium einsetzt oder wenn man mal Lücken hat. Was ich auf jeden Fall noch mitnehme, ist ein Methodenpool und Literatur.   

 

Was hat dich an deinen Mitstudierenden beeindruckt?   

Mich beeindruckt absolut die Bandbreite der Leute. Am ersten Tag, als wir uns alle vorgestellt und kennengelernt haben, waren wir alle glaube ich ziemlich nervös. Ich habe den Eindruck, dass ich noch nie in einer so heterogenen Gruppe gearbeitet habe. Wir haben Studierende sowohl aus sehr großen Konzernen, mit denen ich bisher noch nicht so viele Berührungspunkte hatte, als auch einige Freischaffende. Die verschiedenen Expertisen und Perspektiven machen die Besonderheit der Gruppe aus, auch für die Dozenten.

Quelle: Alexander Nieschwietz

Alexander Nieschwietz

 

Welches Erlebnis hat dich dazu motiviert Leadership in digitaler Innovation zu studieren?

Ich habe mal einen Vortrag von Karin Schlüter beim WDR gehört. Und da hat sie den Kulturredakteuer*innen die digitale Welt näher gebracht und das Positive von Filterblasen erklärt. Und da habe ich zum ersten Mal verstanden, dass diese Teilöffentlichkeiten und die Filterblasen ja auch etwas Positives haben, und dass man das ja auch anders sehen kann und bestimmte Dinge mitbedenken muss! Ich war damals so inspiriert davon, dass ich öfter geguckt habe, was erzählt Karin, wer ist das eigentlich… und dann sind wir zusammen essen gegangen und ich habe sie gefragt, ob dieses Studium etwas für mich wäre.

   

Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Ich habe beim WDR volontiert und fünf Jahre als Radiojournalist gearbeitet. Als ich das Studium angefangen habe, war ich Projektmanager beim WDR. Mittlerweile habe ich mich weiter entwickelt und betreue dort den Bereich Innovationsmanagement.

   

Wie hast du Beruf und Studium vereinbart? Wie kann man sich ein berufsbegleitendes Studium vorstellen?

Man kann es sich so vorstellen, dass man zwei bis drei Abende pro Woche weniger Zeit für Netflix hat und stattdessen schön an den Schreibtisch geht und lernt. Aber dieses Lernen macht trotzdem Spaß, sonst hätte ich es nicht durchziehen können. Ich finde die Inhalte meistens so cool, dass das meistens auch besser ist als irgendeine mittelmäßige Serie.

   

Kannst du das, was du studierst, in deinem Berufsleben anwenden?

Ja, da bin ich tatsächlich immer davon überrascht, wie sehr das passt. Jetzt haben wir gerade ein Gestaltungsseminar und unterhalten uns im Team parallel darüber, wie wir unseren Markenauftritt verbessern können. Mein Team ist auch sehr inspiriert davon, beispielsweise haben wir einen Dozenten von LdI zu uns eingeladen, um über Teamkultur zu sprechen.

   

Was hat dich an deinen Mitstudierenden beeindruckt?

Mich hat beeindruckt, dass sie so unterschiedlich sind. Ich empfinde das ehrlicherweise sowohl als Pro als auch als Kontra. Ich habe zwar schon vorher gelernt, dass diversity kreativere Lösungen generiert. Im ersten Moment aber habe ich andere Sichtweisen meiner Mitstudierenden als einen Schritt zurück empfunden. Mit der Zeit jedoch ist mir immer klarer geworden, dass es gerade so eine andere Sichtweise ist, die am Ende inspiriert und einen weiterbringt.

Quelle: Marcus Wetzler

Marcus Wetzler

 

Welches Erlebnis hat dich dazu motiviert Leadership in digitaler Innovation zu studieren?

In Kundenprojekten konnte ich immer deutlicher beobachten, dass selbst größte Fachkompetenz alleine nicht viel wert ist, wenn man sich den heutigen Herausforderungen nicht auch selbstbewusst stellen und sie mit einem zeitgemäßen Führungsverständnis angehen möchte. Das alles wollte ich noch viel besser verstehen.

Für meine Entscheidung, an die UdK zu kommen, war dann ausschlaggebend, dass hier verschiedene Perspektiven vermittelt werden und dass ein Verständnis aus einer Schnittmenge heraus entstehen kann. Es ging mir um diese Offenheit, mit der man meiner Meinung nach Leadership auch verstehen muss. Ein Leadership-Studium an einer reinen Business School wäre für mich daher nicht in Frage gekommen.

 

Welchen beruflichen Hintergrund hast du?

Mein eigentlicher Hintergrund liegt im Design, und mit diesem Grundverständnis arbeite ich heute als strategischer Berater.

 

Wie hast du Beruf und Studium vereinbart? Wie kann man sich ein berufsbegleitendes Studium vorstellen?

Durch den modularen Aufbau ist es sicherlich möglich, den Master neben einem Vollzeitjob zu absolvieren, es bleibt aber sehr ambitioniert. Für mich habe ich daher die bewusste Entscheidung getroffen, meine berufliche Planung vorübergehend anzupassen, um wirklich tief in das Studium eintauchen zu können.

 

Kannst du das, was du studierst, in deinem Berufsleben anwenden?

Definitiv! Ich muss sagen, dass ich mit viel Interesse in das Studium gegangen bin und auch jetzt schon nach zwei Semestern merke, dass es mir unglaublich viel zurückgegeben hat. Durch das umfangreiche Hintergrundwissens habe ich einen Sprung an Verständnis erfahren, den ich wunderbar im Arbeitsalltag integrieren kann.

 

Was hat dich an deinen Mitstudierenden beeindruckt?

Vieles! Beeindruckt hat mich von Anfang die Zusammensetzung, durch die so viele diverse Hintergründe und Erfahrungen zusammenfinden, die sich austauschen und kritisch miteinander diskutieren. Das ist ein ganz großer Wert des Studiums. Unglaublich positiv waren für mich auch die Erlebnisse der bisherigen Gruppenarbeiten, hierbei fordern wir uns untereinander sehr. Es ist ein wirklich sehr wichtiger Teil des Studiums, dass es eben nicht nur beim theoretischen Input bleibt.