Träume. Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit

Prof. Dr. Stefan Klein | Dr. Art Funkhouser | Stefanie Harjes
Träume. Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit

Intensiv-Workshop, 2 SWS, 2 LP
Mittwoch-Samstag, 10.-13.10.2018, Hardenbergstraße 33, Raum 101/102
(ACHTUNG: Am Freitag, 12.10. Umzug in einen anderen Raum)

Direkte Anmeldung zum Intensiv-Workshop hier!

Träume sind ein Schlüssel zu unserem Bewusstsein. In diesem Blockseminar untersuchen wir die Erfahrungen, die wir Nacht für Nacht machen und die unser Leben viel stärker bestimmen als bisher gedacht. Wir werden einander unsere Träume erzählen und unsere Träume gestalten. Und wir setzen uns mit neuen Erkenntnissen der Wissenschaft auseinander. In der erzählend-praktischen Traumarbeit können die Teilnehmer*innen ihren eigenen Erfahrungen nachzuspüren, indem sie einen Traum der Gruppe berichten. Wir gehen dabei davon aus, dass jeder Mensch seine eigene Traumsprache hat, und dass jeder Traum mehrere Bedeutungen auf mehreren Ebenen haben kann. Anschließend fragen wir uns, welche unserer Traumbilder nach einer äußeren Abbildung verlangen und welche künstlerischen Mittel jede*r Teilnehmer*in braucht, um sich den eigenen inneren Bildern durch Zeichnung, Klang, Performance, Tanz, Skulptur, Installation, Film, Malerei oder Fotografie spielerisch anzunähern.

Die Werke werden aber nicht nur die individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden reflektieren, sondern auch die spektakulären neuen Einsichten der naturwissenschaftlichen und psychologischen Forschung: Träume zeigen, wie das Gehirn seine Abbilder der Wirklichkeit organisiert. Während wir träumen, lernen wir, heilen wir unsere seelischen Wunden, gelangen wir zu neuen Ideen. Nur weil wir träumen, können wir schöpferisch sein.

In Absprache mit den Teilnehmenden soll eine kleine gemeinsame Ausstellung oder eine Performance entstehen.

Teilnahmevoraussetzung: Sie müssen bereit sein, sich auf die eigenen Träume und die Träume der anderen einzulassen und künstlerisch zu gestalten. (Sie müssen allerdings nicht unbedingt einen eigenen Traum der Gruppe erzählen – Sie dürfen es!)

Leistungsanforderungen: aktive, regelmäßige und verbindliche Teilnahme, Impulsreferat.

Ausrichtung / Charakter der Lehrveranstaltung: orientierend, kritisch
Aktivität / Kompetenz der Teilnehmer*innen: wahrnehmen, reflektieren/denken, artikulieren

Literatur:
Arp, Hans: Logbuch des Traumkapitäns, Zürich 1965.
Fellini, Federico: Das Buch der Träume, München 2007.
Funkhouser, Arthur: Your dream cow is not how I imagined it to be! PrimaryCare. 2013;13(23):414-415. doi.org/10.4414/pc-d.2013.00538.
Klein, Stefan: Träume. Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit, Frankfurt a.M. 2012.
Klein, Stefan und Harjes, Stefanie: Der Traumwolf, Frankfurt a.M. 2018.
Tabucchi, Antonio: Träume von Träumen, München 1998.
Oppenheim, Meret: Träume - Aufzeichnungen 1928-1985, Berlin 2013.

Stefan Klein ist seit 2017 Gastprofessor für Kulturwissenschaft im Studium Generale an der UdK Berlin. Er studierte Physik und analytische Philosophie in München, Grenoble und Freiburg. Er promovierte und forschte über theoretische Biophysik, wandte sich dann aber dem Schreiben zu, weil er „die Menschen begeistern wollte für eine Wirklichkeit, die aufregender ist als jeder Krimi.“ Seit 2000 arbeitet er als freier Autor. Sein Buch „Die Glücksformel“ (2002) stand über ein Jahr auf allen deutschen Bestsellerlisten und machte den Autor auch international bekannt. In den folgenden Jahren erschienen die hoch gelobten Bestseller  „Zeit“, „Da Vincis Vermächtnis“, „Der Sinn des Gebens“, „Träume“ und zuletzt „Das All und das Nichts“. Kleins Werk wurde national und international vielfach ausgezeichnet und in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Im Rahmen von Gastdozenturen und Vorlesungen lehrte Klein an den Universitäten Heidelberg, Freiburg, Cottbus, St. Gallen, Barcelona und Cambridge.

Art Funkhouser, originally from the US, received his diploma in analytical psychology from the C. G. Jung Institute, Küsnacht, Switzerland in 1981. His academic interests include dreaming among the elderly and also déjà vu research.  In addition to his private psychotherapy practice in Bern, he is an instructor in dreamwork at the C. G. Jung Institute and leads a monthly dream group. He is the proud father of 3 and the grandfather of 4 fabulous grandkids.

Stefanie Harjes wurde 1967 in Bremen geboren, begann mit 7 Monaten zu sprechen und absolvierte 1973 ihren Freischwimmer. Sie studierte an der Fachhochschule Hamburg und an der Hochschule für Angewandte Künste in Prag. Seit 24 Jahren arbeitet sie als Illustratorin und Buchkünstlerin in ihrem Atelier „Überm Wind“. 36 Bücher hat sie bisher illustriert, etliche davon wurden im Ausland veröffentlicht. Für Ihr Werk wurde Stefanie Harjes mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen dekoriert, u. a. dem Österreichischen Staatspreis und dem 2. Preis der Stiftung Buchkunst. 2009 erhielt sie als erste Frau den Hamburger Lehrpreis. Ihre Arbeiten werden auf internationaler Ebene in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert.