QuerKlang

Quelle: k&k kultkom

Jubiläumsschrift zu 15 Jahre QuerKlang erschienen!

Unsere Jubiläumsschrift vereint in Form vielgestaltiger Beiträge eine Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven auf 15 Jahre QuerKlang – Experimentelles Komponieren in der Schule. Die Autorinnen und Autoren, wie z.B. Schülerinnen und Schüler, Studierende, Komponistinnen und Komponisten oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, teilen und dokumentieren je ihre individuellen Erfahrungen und Beziehungen mit und zu QuerKlang! Ein inhaltlich, optisch, haptisch und akustisch impulsgebendes SchriftStück!

QuerBlicke I SchriftStücke. 15 Jahre QuerKlang / Hrsg.: Henning Wehmeyer; Kerstin Wiehe. – Berlin: Verlag der Univ. der Künste Berlin, 2019, Kapitel: I-III, 01-47; IV-VI, o. Pag.; mit Ill., ISBN 978-3-89462-315-9, Best.-Nr. 0688, 25,00 €

https://www.udk-berlin.de/startseite/rewriting-the-map-literature-and-urbanism-in-divided-cities/jubilaeumsschrift-zu-15-jahre-querklang-erschienen/

https://www.udk-berlin.de/service/universitaetsbibliothek/udk-publikationen-dissertationen-online-veroeffentlichen/publikationen-der-udk-kaufen/

QuerKlang - Experimentelles Komponieren in der Schule

Ein Projekt der Universität der Künste Berlin und klangzeitort in Zusammenarbeit mit k&k kultkom, KULTURKONTAKTE e.V., Berliner Festpiele / MaerzMusik - Festival für Zeitfragen sowie Berliner Schulen und freischaffenden Komponistinnen und Komponisten.

Was ist QuerKlang?

Fahrradklingeln, Haushaltsgegenstände oder Luftballons als Instrumente? – Bei QuerKlang erforschen die Schülerinnen Klänge, setzen diese miteinander in Beziehung und machen ihre Entdeckungen schließlich für andere mittels ihrer Kompositionen hörbar.

„Ich spiele den Eierschneider“, verkündet David selbstbewusst. Dass „man mit allem, ja wirklich mit ALLEM Musik machen kann“, stellt auch Isabell fest. Man brauche einfach nur Ideen und Fantasie, um Geschichten zu erzählen, „die durch die Musik, durch die Klänge lebendig werden. Im Zuge des kollektiven Komponierens erlebt Michelle das Potential von Teamarbeit: „Ich habe gelernt, dass im Team etwas viel Besseres rauskommt, als wenn man's alleine macht, da ja alle ihre Ideen einbringen.“ „Manche Leute denken, es sei leicht so ein Durcheinander zu komponieren, aber es war harte Arbeit und wir mussten viel ausprobieren und diskutieren um zu unserem Stück zu kommen, aber jetzt ist es richtig gut geworden und wir sind stolz, dass wir es geschafft haben“, so der 10-jährige Tim über das experimentelle Komponieren.

Das Gestalten von Musik – dies ist die Aufgabe, die QuerKlang an die Schülerinnen stellt. Was simpel klingt, ist aber tatsächlich eine große Herausforderung. Denn: Wer hat zuvor schon einmal komponiert?

Das Beherrschen eines Instrumentes oder ein vertrauter Umgang mit zeitgenössischer Musik werden bei QuerKlang nicht vorausgesetzt. Vielmehr sind Konzentration, wache Ohren, gute Ideen und Mut Neues auszuprobieren zentrale Aspekte des Arbeitens. Im Projekt werden die Schülerinnen ermutigt, selbsttätig mit musikalischem Material zu experimentieren und eigene Kompositionen zu gestalten.

Begleitet werden die Lernenden dabei von einem Team, bestehend aus einem Pädagogen, einem Komponisten sowie Studierenden. So verknüpft QuerKlang drei, üblicherweise voneinander unabhängige Arbeitswelten: die Welt der Schule, die Welt der universitären Ausbildung und die Welt der frei schaffenden Musikerinnen und Musiker, Komponistinnen und Komponisten. Von der Spannung zwischen diesen drei quer zueinander stehenden Welten lebt QuerKlang – hier stoßen sie, durchaus konfliktreich, zusammen.

QuerKlang ist in den regulären Musikunterricht eingebunden.

Am Anfang stehen Experimente mit erweitertem musikalischen Material und Gestaltungsideen. Am Ende stehen experimentelle Klassenkompositionen, die im Rahmen der Berliner Festspiele / MaerzMusik - Festival für Zeitfragen in Berlin von den Schülerinnen und Schülern selbst uraufgeführt werden.

Das musikpädagogische Projekt QuerKlang greift Ideen und Modelle auf, wie sie in England durch Richard McNicol initiiert und in Österreich im Rahmen des Projekts Klangnetze weiterentwickelt wurden. Die grundsätzliche Zielsetzung esteht darin, Schüler zu ermutigen, sich eigentätig mit musikalischem Material und dessen Gestaltungsmöglichkeiten zu beschäftigen, dieses als persönliches Ausdrucks- und Gestaltungsmittel zu erfahren. Gleichzeitig sollen sie Neugier, Toleranz und Verständnis gegenüber der Vielfalt von zeitgenössischem Musikschaffen entwickeln. Nicht der hörend-rezipierende Umgang mit ausgewählten Werken zeitgenössischer Musik steht im Zentrum, sondern der experimentelle, eigenverantwortliche Umgang mit einer Vielfalt von musikalischen Materialien und musikalischen Ideen.

Neu an der Berliner Variante des Modells ist der Einbezug von Musikstudierenden. Die Durchführung des Projekts an Berliner Schulen ist in ein musikpädagogisches Seminar an der Universität der Künste Berlin eingebettet, das der Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Fach Musik dient. Studierende haben auf diese Weise die Möglichkeit, das Praxisfeld Schule kennenzulernen. Für Musiklehrerinnen und Musiklehrer wiederum fungiert das Projekt als Fortbildungsangebot, und Komponistinnen und Komponisten kommen auf ungewöhnliche Weise mit potenziellen Hörerinnen und Hörern ihrer Werke in Kontakt.

QuerKlang findet seit 2003 statt.

QuerKlang - Uraufführung von Schüler*innenkompositionen im Rahmen der MaerzMusik - Festival für Zeitfragen in Berlin

Das Gestalten von Musik – dies ist die Aufgabe, die QuerKlang an die Schüler*innen stellt. Was simpel klingt, ist aber tatsächlich eine große Herausforderung. Denn: Wer hat zuvor schon einmal komponiert? Was ist komponieren? Was brauche ich dazu? Welches musikalische Material verwende ich als Grundlage? Was ist die Idee oder das Thema für die gemeinsame Komposition?

Wenn ein Kollektiv von Schüler*innen komponiert ist das „ein kontinuierlicher Aushandlungs-prozess“. Da gibt es so viele Ideen, Vorschläge, Möglichkeiten, Diskussionen und Fragen, jeder soll und will mitmachen, gehört werden. „Manche Leute denken, es sei leicht so ein Durcheinander zu komponieren, aber es war harte Arbeit und wir mussten viel ausprobieren und diskutieren um zu unserem Stück zu kommen, aber jetzt ist es richtig gut geworden und wir sind stolz, dass wir es geschafft haben“, so der 10-jährige Tim über das experimentelle Komponieren.

Im Rahmen des renommierten Festivals MAERZMUSIK - Festival für Zeitfragen der Berliner Festspiele führen die Schüler*innen die entstandenen Kollektiv-Kompositionen selber ur-auf.

Weitere Informationen und Impressionen: www.querklang.eu

Informationen zur Teilnahme

Pro Projektdurchlauf können 5 Schulklassen und 10 Studierende der Musikpädagogik teilnehmen (auch Studierende aus anderen künstlerischen und pädagogischen Bereichen sind willkommen).

Start jeweils zu Beginn des Wintersemesters - Abschluss Anfang Mai des Folgejahres.

 

Voraussetzung: Interesse an künstlerisch-pädagogischen Prozessen.

Leistungsanforderung: regelmäßige und aktive Teilnahme an dem Einführungsworkshop, an allen Reflexionsterminen, in der Schule – inkl. Vor- und Nachbereitungszeit im Team sowie an Vorkonzerten und Konzerten.

 

Merkblatt:Anforderungen zur Teilnahme

 

Anrechnungsmöglichkeiten im Studium:

LP /ECTS-Punkte:2/3/5

  • Studiengänge BA Gym/ISS: 1 LP aus M3 sowie 2 LP aus M9
  • Studiengänge MA Gym/ISS: 2 LP bzw. 3 LP (mit Bericht) aus M5
  • Studiengang BA/BA2: 2 LP aus M5 bzw. M3/M6
  • Auslaufende Studiengänge BA1: M8.5 5 LP als Projektmodul
  • BA 2: M3 3 LP als Grundkurs und Gruppenleitung
  • BA KPA: 1., 2. u. 4. Sem 1 LP aus M4 / 5. u. 6. Sem 1 LP aus M4 (Schwerpunktfach)
  • MA KPA: Profil 1.b 1 LP aus M3 / Profil 1.c 1 LP aus M2
  • BA Komposition: Modul 12 Experimentelle Musik (LP für jeweils 2 LV, da doppelte Stundenanzahl:)     
    im 5./6. Semester: 4 LP sowie im 7./8. Semester: 6 LP
  • MA Komposition: Modul 4 / Schwerpunktmodul 4, Experimentelles Musiktheater: 10 LP
  • Studium Generale: 2 LP

Zusätzliche LP im Bereich Musikpädagogik: Anfertigen eines Reflexionsberichtes MA1/ M2.1 oder M2.2 als musikpädagogisches Hauptseminar (2 oder 3 LP)

Zeitraster QuerKlang 2019 - 2020

Mo. 4.11. - Do. 7.11.2019 >> Einführungsseminar QuerKlang -  Sauen           

Sa. 14.12.2019 >> 1. Zwischenreflexion – Schwerpunkt Inhalt, 10-14 Uhr - Fa 302

Sa. 15.2.2020>> 2. Zwischenreflexion – Schwerpunkt Orga, 10-14 Uhr - Fa Kammersaal

2. bis 4.3.2020 >>Gemeinsame schulinterne Voraufführungen (ein Vormittag) - BU Probensaal

20. bis 29.3.2020 >>Generalproben und Konzerte (UA) im Rahmen der MAERZMUSIK

April 2020 >>Prozessreflexion mit den Schüler*innen

Sa. 25.4.2020 >>Abschlussreflexion, 10 - 14 Uhr - Fa 302

 

Arbeit in den Teams:

Ca. 15 Arbeitseinheiten in Doppelstunden oder punktuell auch Projektblöcken in den Klassen zzgl. Vor- und Nachbereitungszeiten, Generalprobe und Konzert, Nachbereitungstermin mit den Schülern - die genaue Planung sollte möglichst früh stattfinden bzw. terminliche Einschränkungen oder Festlegungen in den Schulen sollten zum Einführungsseminar bekannt sein.

In der Planung sollte die Zeit bis Weihnachten als experimentelle Forschungsphase eingeplant werden und ab Januar die Hinwendung auf die Erarbeitung der Stücke.

Projekt-Erfinder

Prof. Dr. Ursula Brandstätter, Prof. Daniel Ott, Kerstin Wiehe

Erfahrungsteam 2019 - 2020

Mathias Hinke (Komponist), Mathilde Mathzeit (Studierende),  Prof. Daniel Ott (Komponist), Stefan Roszak (Musikwissenschaftler und Instrumentenbauer), Henning Wehmeyer (Musikpädagoge), Kerstin Wiehe (Kulturmanagerin und Publizistin)

Mitwirkende 2019 - 2020 (soweit schon feststehend)

Schulen:

Immanuel-Kant-Gymnasium (Lichtenberg); Fichtenberg-Oberschule (Steglitz); Fichtelgebirge-Grundschule (Kreuzberg), N.N.

Komponist*innen:

Anna Clementi, Andrea Neumann, Iñigo Giner Miranda, Evelyn Saylor

Studierende:

maximal 8 - 10 Studierende können teilnehmen - jetzt bewerben!

QuerKlang im Film