Prof. Kilian Sprau

Kurzvita

Kilian Sprau, geboren 1978, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München Musiktheorie und Gehörbildung. Weitere Studienfächer waren Schulmusik und Klavier (dies auch am Mozarteum Salzburg). Er ist Professor für Musiktheorie an der Universität der Künste Berlin; außerdem erfüllt er einen Lehrauftrag für Liedanalyse an der Musikhochschule München. 2012–2019 war er am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg tätig.

Als Dozent verfolgt Kilian Sprau einen zielgruppenorientierten Ansatz, der musiktheoretische Sachverhalte und begrifflich gefasstes Musikverstehen mit intensiver und reflektierter Hörerfahrung vermittelt. Daher nimmt in seinem Unterricht die Idee einer auf sämtlichen Leistungsstufen einsetzbaren, auch kulturwissenschaftliche Kontexte berührenden „Schule des Hörens“ zunehmenden Raum ein, insbesondere im Bereich der Lehrerbildung.

Im Zentrum seines Forschungsinteresses stehen Wechselwirkungen zwischen Musik und Sprache. Sein vorrangiges Engagement in Theorie und Praxis gilt dem Kunstlied des 19.–21. Jahrhunderts. 2016 promovierte er mit einer Dissertation zu kulturgeschichtlichen Aspekten zyklischer Liedkomposition um 1850 (mit einer Fallstudie zu Robert Schumanns Lenau-Liedern op. 90), die mit dem Bayerischen Kulturförderpreis ausgezeichnet wurde. Er ist Co-Autor von Reclams Liedführer, der 2008 in einer grundlegend überarbeiteten Neuauflage erschien. 2013–2019 gehörte er dem Herausgeberteam der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie an. Kilian Sprau ist als konzertierender Liedbegleiter tätig.