Positionen und Perspektiven. Künstlerische Fächer in der Schule.

Quelle: zfkl 2017

Eine interdisziplinäre Fachtagung

Für die künstlerische Lehrkräftebildung in Berlin eröffnen die neuen Rahmenlehrpläne für die Fächer Kunst, Musik und Theater vielfältige Anknüpfungspunkte zur Diskussion zwischen Fachvertreterinnen und Fachvertretern – aber auch über die Fachgrenzen hinaus. So stellen sich beispielsweise Fragen in den Spannungsfeldern zwischen künstlerischer Arbeit und Kompetenzorientierung, zwischen institutionellen Anforderungen und ästhetischem Eigensinn, zwischen künstlerischer, wissenschaftlicher und sozialer Praxis.

Die Frage „Was ist für die künstlerische Lehrkräftebildung wichtig und welche Relationen gibt es zu den neuen Rahmenlehrplänen?“ stand im Zentrum der Fachtagung, die von Prof. Dr. Ulrike Hentschel initiiert und von dem Zentrum für künstlerische Lehrkräftebildung (zfkl) an der Universität der Künste Berlin durchgeführt wurde. Mit 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die nicht öffentliche Tagung ausgebucht.

Die Einführungsvorträge wurden von den beiden Vizepräsidentinnen der UdK Berlin, Prof. Dr. Ulrike Hentschel (Fakultät Darstellende Kunst), Prof. Dr. Susanne Fontaine (Fakultät Musik) und von der Vorsitzenden des zfkl, Frau Prof. Dr. Kirsten Winderlich (Fakultät Bildende Kunst) gehalten und stellten Positionen zum „Lehramt Theater!“, zur „Gattungspoetik von Rahmenlehrplänen“ und zur  „Individuellen künstlerischen Förderung durch Transformation Ästhetischer Erfahrung“ vor.

Die Perspektiven der Fachreferentinnen aus dem LISUM (Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg) steuerten Kerstin Hetmann (Theater), Ursula Rogg (Kunst), Gabriele Sagasser (Kunst) und Karin Wittram (Musik) bei. Sie fokussierten das „Dreieck Lehrerbildung im Fach Theater“, referierten zur „Kunst als Schulfach: Lernen, sich überraschen zu lassen“ und berichteten anhand einer Projektpräsentation über „Museum und Garten im Fach Kunst“ sowie über das Transferpotential des Rahmenlehrplans für Musik „I don’t like music, I love it“.

Aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (SenBJW) nahmen Volker Jurké (Fachreferent Theater/Darstellendes Spiel), Thorsten Kluge (Fachaufsicht Kunst) und Birgit Kölle (künstlerische Fächer und Fachaufsicht Deutsch) Stellung, und erläuterten anschaulich auf welche Weise die neuen Rahmenlehrpläne im Unterricht genutzt werden können und welche Freiräume in den künstlerischen Fächern gegeben sind.

Der Nachmittag gestaltete sich durch die Arbeit in drei Gruppen zu den Themenfeldern: Ästhetisches und Soziales Lernen, Rolle(n) der Institutionen, Eigenes und Fremdes – der Umgang mit Alteritätserfahrung. In der Abschlussrunde wurde vereinbart, den konstruktiven Dialog interdisziplinär und interinstitutionell fortzusetzen und weitere wichtige Themenbereiche wie Medienkompetenz, Inklusion, Sprachbildung und Deutsch als Zweitsprache sowie fachspezifische Qualifizierungsangebote in den Blick zu nehmen.

Den Reader mit den Manuskripten, Vortragstexten und Präsentationen zu der Fachtagung finden Sie als PDF-Datei zum Downloaden hier. (PDF:1.7MB)