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Dozent*innen im Porträt
 

Foto: Thorsten Eichhorst

 

"Und dann sind die Nachahmer schon aufgesprungen": Im Gespräch mit der Rechtsanwältin Dr. Sandra Wagner

 

Sie bieten im November  im CTC den Workshop „Meine Werke – Urheberrechte erkennen und verwerten“ an.  Was nehmen die Teilnehmer*innen aus dem Workshop mit nach Hause?

 

Der Workshop richtet sich an jeden, der irgendwelche Arbeitsergebnisse schafft und wissen möchte, ob diese urheberrechtlich geschützt sind und was das für ihn in der Praxis bedeutet. Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick darüber, was urheberrechtlicher Schutz bedeutet, welche Werke geschützt sind und was das im besten Fall für sie bedeutet. Sie sollen in die Lage versetzt werden, Schutzpotenzial zu erkennen und mit diesem Wissen auch entsprechend zu agieren.

 

Wird das Thema nicht erst relevant, wenn ich schon erfolgreich bin?

 

Nein, gar nicht. Ich habe vielmehr die Erfahrung gemacht, das viele Studierende z.B. Abschlussprojekte erarbeiten, an denen Schutzrechte bestehen könnten und diese dann leichtsinnig durch Kooperationspartner*innen verwerten lassen – meist ohne sich des Potenzials überhaupt bewusst zu sein. Der AHA-Effekt kommt dann immer erst hinterher, wenn es womöglich zu spät ist.

 

Wie ist Ihr Werdegang?

 

Ich bin seit acht Jahren als Rechtsanwältin in einer Kanzlei tätig, die sich den Kreativen verschrieben hat. Da berate ich täglich Urheber, Künstlerinnen und sonstige Kreative zu ihren Rechten, streite für sie vor den Gerichten Deutschlands oder versuche vorab durch entsprechende Vertragsberatung, Streitigkeiten zu vermeiden. Außerdem bin ich Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht, habe also theoretische und praktische Kenntnisse auf diesen Gebieten nachgewiesen und arbeite für verschiedene Verbände der Kreativszene.

In der Arbeit mit jungen Künstler*innen erhalte ich immer wieder frische Impulse und werde vor neue Herausausforderungen gestellt. Die Herangehensweise ist meist eher „unjuristisch“ und verlangt daher von mir, juristische Zusammenhänge neu zu durchdenken und verständlich aufzubereiten.

 

Welche juristische Frage wird von Gründer*innen oder Alumni am Beginn ihrer Laufbahn am häufigsten vergessen?

 

Ganz pragmatisch: Die der eigenen Finanzierung wie Miete, Krankenkasse und Rente.

Juristisch wird häufig erst mal einfach gemacht und später, wenn der Erfolg da ist, bemerkt, dass keine Schutzrechte gesichert wurden. Im schlimmsten Fall sind Nachahmer*innen dann schon aufgesprungen…

 

Der Workshop Meine Werke - Urheberrecht erkennen und verwerten findet am 18. November von 10 bis 14 Uhr im CTC statt.

 

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