A study of microphone placement in Grand Piano Recording

Quelle: Kazuya Nagae
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Quelle: Kazuya Nagae
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A study of microphone placement in Grand Piano Recording

Kooperationsforschungsprojekt der Studiengänge Tonmeister*in der UdK Berlin und des Soundmedia Composition Course der Nagoya University of the Arts(NUA)

Im April füllten sechs Konzertflügel die Bühne des großen Konzertsaals der UdK Berlin. Warum? Ein außergewöhnliches Tonmeisterprojekt fand statt.
 

Bei dem anwendungsbezogenen Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Thorsten Weigelt (UdK Berlin) und Kazuya Nagae (NUA) sollen die Einflüsse der Mikrophonpositionierung bei Aufnahmen von Konzertflügeln untersucht werden.  Die Herausforderungen in der Aufnahme von Konzertflügeln ist aufgrund der äußerst komplexen Schallabstrahlung sehr anspruchsvoll, auch aufgrund der teils sehr unterschiedlichen akustischen Anlagen verschiedener Flügelmodelle. Geeignetes Studienmaterial ist nicht vorhanden und aufgrund der logistischen Erfordernisse selbst kaum herstellbar. Mit diesen Aufnahmen sollen Tonmeister-Studierenden und Interessierten Material an die Hand gegeben werden, welche klanglichen Auswirkungen die Änderung der Mikrophonposition bei eigenen Aufnahmen wahrscheinlich erwarten lässt.
 

Dafür wurden auf allen Instrumenten von Shion Ota (Klasse Prof. Björn Lehmann) und Mo Zhou (Klasse Markus Groh) dieselben Werke bzw. Werkausschnitte eingespielt: Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Claude Debussy, Sergei Prokofiew, Alexander Skrjabin. Folgende Studierende der Studiengänge Tonmeister*in waren beteiligt: Joshua Böke, Sul A Kim, Lukas Kleitsch, Joshua Park, Shintaro Sugiura. Ein ähnliches Projekt fand vor einigen Jahren bereits für die gängigsten Orchesterinstrumente statt: Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
 

Durch das großzügige Sponsoring von führenden Herstellern von Konzertflügeln standen ein Steinway D274, ein Bösendorfer 290, ein Bösendorfer 280VC, ein Yamaha CFX, ein Steingräber E und ein Bechstein 282 auf der Bühne. An diesen wurde gespielt, aufgenommen, probiert und geforscht. Zudem wurde das Projekt von der Fa. Schoeps durch die Bereitstellung von ca. 40 Mikrophonen und durch die Fa. Synthax durch die Bereitstellung von externen Mikrophonverstärkern unterstützt. Die Betreuung der Flügel wurde über die gesamte Woche gewährleistet durch Gerd Finkenstein von der Firma Flügelfink.
 

Neben den Tonmeister*instudierenden konnten auch die Pianist*innen der Künstlerischen Ausbildung Klavier die hochwertigen Instrumente bespielen und einen Eindruck der unterschiedlichen Bau- und Spielweisen gewinnen. Sie nutzten die einmalige Chance der Versammlung einer solchen Vielfalt herausragender Instrumente mit größtem Enthusiasmus.


Im Anschluss an die Aufnahmen werden die gesammelten Materialien ausgewertet. Die Auswertungen werden von den Professoren der Tokyo University of the Arts Prof. Toru Kamekawa (Acoustics and recording technology) und Ass. Prof. Junji Marui (Psychoacoustics) begleitet.


Das Projekt wurde finanziell gefördert durch das japanische Programm „Grants-in-Aid for Scientific Research (KAKENHI)“. Wir bedanken uns bei allen, die dieses große Projekt so mannigfaltig unterstützt haben. Nun beginnt die Nachbearbeitung und Auswertung, bevor dann irgendwann die Resultate zum Hören online verfügbar sein werden.