Sally Frey

Quelle: Sally Frey
Quelle: Sally Frey
Quelle: Sally Frey

Spuren der Gewalt, 2025

In der Installation „Spuren der Gewalt“ sind plastische Abdrücke von Granat- und Kugeleinschlägen zu sehen. Die Einschläge stammen aus den letzten Kriegstagen 1945 in Berlin. Diese Relikte, die sonst vereinzelt an
Fassaden, Brücken und Straßen zu finden sind, werden in dieser Installation in der Zusammenführung miteinander verhandelt, als Archiv und als Zeugnis. Durch die Konzentration dieser Spuren macht die Arbeit das sonst häufig Unsichtbare sichtbar und gibt ihm eine Aufmerksamkeit, die es ermöglicht, über die Omnipräsenz von Gewalt nachzudenken.

Biografie

Sally Frey arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Erinnerungskultur und Wissenschaft. In Form biografischer Interviews, Fotografien und performativer Gesten erforscht er die Wechselwirkungen persönlicher Erinnerungen und kollektiver Traumata. Orte wie Jugendwerkhöfe, Gedenkstätten und Archive dienen als Spiegel von Vergangenheit und Gegenwart. Vermittlungsformate wie „Mauern / Mythen / Memories“ verbinden Kunst mit Bildung und schaffen Reflexionsräume jenseits von Verdrängung. Seine Arbeiten fokussieren Wahrnehmung, Materialität und soziale Vermeidungsstrategien im Umgang mit schwierigen Erinnerungsorten.