Simon Ostaschenko
Sightseeing Berlin, 2023-2025
Die Fotoserie „Seightseeing Berlin“ entstand aus wiederkehrenden Streifzügen durch die Stadt. Sie dokumentiert Orte und Situationen jenseits des offiziellen Stadtbildes – Übergangszonen, Ränder, Verschwinden und Entstehen.
Future Ruins I-III, 2025/2026
Die Malereiserie „Future Ruins“ basiert auf Motiven aus der Serie„Seightseeing Berlin“. Sie thematisiert Neubauten, die zum größten Teil, auf den letzten Freiflächen Berlins entstehen und durch ihre glatte Glas- und Betonsprache viele frühere städtische Freiräume überschreiben. Aus der Beobachtung dieser neuen Komplexe entwickelt sich ein Gedankenspiel, dass gerade diese architektonischen Verdichtungen, oft gebaut neben bereits leerstehenden Bürokomplexen selbst einmal zu künftigen Ruinen werden könnten – Zeugnisse eines zu schnellen Wandels.
Beide Arbeiten stellen die Frage, wer städtischen Raum prägt und wie sich das Straßenleben als sozialer Ort durch wirtschaftliche Interessen verändert. Die Arbeiten sind jeweils von einer kritischen Haltung geprägt, doch nicht ohne ein liebevolles Schulterklopfen an eine Stadt, die stets im Wandel bleibt.
Biografie
Simon Ostaschenko wurde in Astrachan, Russische Föderation, geboren. In Berlin studierte er zunächst an der Alice Salomon Hochschule Soziale Arbeit und betreute als Sozialarbeiter minderjährige Geflüchtete. Ab 2023 übernahm er eine Tätigkeit im Bereich Artist Care, in der er als Dolmetscher kirgisische Künstler*innen in Berlin unterstützte. Seit 2023 studiert er an der Universität der Künste Berlin Bildende Kunst in der Klasse von Thomas Zipp mit dem Schwerpunkt Malerei und Mixed-Media.