Academic and artistic freedom in the context of conflict and war: Film Screening & Q&A – Screening
Im Rahmen der Academic Freedom Week 2026 laden die Universität der Künste Berlin und die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF in Kooperation mit dem Institut français Berlin zu einer Filmvorführung mit anschließendem Gespräch ein.
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und der Zunahme repressiver Systeme geraten zentrale Werte wie akademische Freiheit und die Aufnahme gefährdeter Wissenschaftler*innen und Künstler*innen weltweit unter Druck – auch in Europa. Der Scholars at Risk Report 2025 sowie aktuelle Daten des Academic Freedom Index (AFi) zeigen einen deutlichen globalen Rückgang akademischer Freiheit in den vergangenen Jahren.
Die Academic Freedom Week 2026 steht daher unter den Themen Schutz und (Re-)Konstruktion. Im Mittelpunkt stehen die komplexen Lebenswege von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen, die aufgrund von Krieg, Verfolgung oder politischem Druck ihre Heimat verlassen mussten und in neuen gesellschaftlichen Kontexten einen Neuanfang wagen. Zugleich werden Strategien und Initiativen diskutiert, die akademische Freiheit auf regionaler und internationaler Ebene stärken und schützen können. Die Veranstaltungswoche fördert sie den Austausch über akademische Freiheit innerhalb und außerhalb akademischer Gemeinschaften mit Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg sowie Kooperationen mit europäischen wissenschaftlichen und kulturellen Akteur*innen.
Die Hauptorganisatoren sind die Hochschulen des Scholars at Risk Berlin-Brandenburg und der Berlin University Alliance. Die teilnehmenden Hochschulen haben den vergangenen zehn Jahren zahlreiche gefährdete Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aufgenommen. 2023 gründeten sie eine regionale Scholars at Risk Section, um Ressourcen und Expertise zu bündeln und Unterstützungs-strukturen weiter auszubauen.
Filmprogramm
My Grandmother is a Skydiver
Animationsfilm, 13 Min.
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Regie: Polina Piddubna
Alfyia, eine lebensfrohe junge Frau im Zentralasien der 1960er Jahre, springt Fallschirm und studiert Hebammenkunde, als sie einen außergewöhnlichen Anruf aus der Zukunft erhält: Ihre Enkelin meldet sich aus dem Jahr 2022 und sorgt sich um die Sicherheit ihrer Großmutter im Kontext des russischen Angriffs auf die Ukraine. In diesem generationenübergreifenden Dialog über Zeit und Raum hinweg versucht die Enkelin, Familienerinnerungen neu zu denken, ihre eigene Identität zu hinterfragen und den Kreislauf kollektiver Traumata zu durchbrechen.
The Non-Monument
Kurzfilm, 13 Min.
Regie: Yara Saleh
Der Film hinterfragt die Paradoxien der Erinnerungskultur im Kontext des anhaltenden Konflikts in Syrien. Er zeigt, wie staatlich errichtete Denkmäler politische Narrative festschreiben und gleichzeitig andere Erinnerungen ausblenden können. „The Non-Monument“ stellt die Frage, wie traumatische Ereignisse dokumentiert und erinnert werden können, wenn Konflikte noch andauern und keine klare historische Distanz möglich ist.
Die Filme werden in OmU gezeigt, das Q&A findet auf Englisch statt.
Info
Dr. Melanie Waldheim
artisttraining-ziw@udk-berlin.de
