Hybrid Plattform

Allgemeine Informationen

Die Hybrid Plattform ist eine gemeinsame Einrichtung der UdK Berlin und der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Campus Charlottenburg. Sie ermöglicht inter- und transdisziplinäre Kooperationen in Lehre und Forschung, die einen Raum für breite Lösungsansätze schaffen, welche ohne die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen in dieser Form nicht entstehen würden.

Die Profile der beiden Universitäten – künstlerisch-gestalterisch einerseits, technisch-naturwissenschaftlich andererseits – bilden die Ausgangspunkte für Kooperationsprojekte: Über die Grenzen der einzelnen Disziplinen hinaus forschen Teams an zukunftsträchtigen Themen und Fragestellungen. Außerdem arbeiten im Rahmen der Hybrid Plattform ExpertInnen aus verschiedenen Fachgebieten mit Partnern aus Forschung, Industrie sowie Kultur- und Kreativwirtschaft zusammen.

Die Hybrid Plattform richtet verschiedene Veranstaltungen aus, die einerseits der Kommunikation zwischen den akademischen Akteuren an beiden Hochschulen dienen und sich andererseits an eine interessierte Öffentlichkeit wenden. Dazu gehört u.a. die öffentliche Reihe der „Hybrid Talks“, die zur gegenseitigen Inspiration und Vernetzung einlädt und Perspektivwechsel anstoßen möchte.

Mehr unter: hybrid-plattform.org

1. Design, Development and Dissemination of New Musical Instruments (3DMin)

Im Rahmen des Projekts Design, Development and Dissemination of New Musical Instruments (3DMIN) sollen die Bedingungen für den künstlerischen Erfolg von Musikinstrumenten untersucht werden. Parallel dazu wird das interdisziplinäre Projektteam gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern sowie Performerinnen und Performern verschiedene Prototypen für neue musikalische Interfaces entwerfen und entwickeln, die den Musikerinnen und Musikern erlauben, ihre künstlerischen Vorstellungen von Musik zu realisieren. Diese prototypischen Instrumente werden im künstlerischen Kontext, also im Rahmen von Projekten der beteiligten Musikerinnen bzw. Musiker, erprobt und sollen auch durch qualitative und quantitative Verfahren evaluiert werden. Alle Bestandteile der hybriden Instrumente – vom physischen Design, Interfacedesign, Mapping bis hin zur Klangsynthese-Software – werden als Open-Source-Dokumentation für die wissenschaftlichen und künstlerischen Communities publiziert.

Geldgeber: Einstein Foundation

Förderdauer: September 2013 bis September 2016

 

2. PyroForCE (Pyrolyse For Construction Elements)

Das Ziel des Kooperationsprojekts »PyroForCE« ist die Entwicklung einer neuartigen Holzfassadenbekleidung im urbanen Mehrgeschossbau. Auf Holzwerkstoffen verschiedener Beschaffenheit wird durch Verbrennen der Oberfläche eine Kohleschicht erzeugt. Durch dieses Verfahren, genannt Pyrolyse, soll das Holz widerstandsfähiger gegen Parasiten und Pilzbefall gemacht und die Entflammbarkeit reduziert werden. Fragen der Entflammbarkeit und des Brandverhaltens von Holz sind für die Verwendung für Fassaden im urbanen Kontext sehr wichtig. 

Bisher muss das Holz für den Fassadeneinsatz chemisch behandelt werden, was jedoch im deutlichen Widerspruch zur Nutzung von Holz als natürlichem Baustoff und CO2-Speicher steht. Genau dieses Paradox versucht »PyroForCE« in einer Machbarkeitsstudie zu klären. Zudem erlauben pyrolysierte Oberflächen neue Gestaltungsmöglichkeiten für mehrgeschossige Gebäude in Holzbauweise.

Geldgeber: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Förderdauer: März 2015 bis Februar 2016

 

3. UseTree, das Berliner Kompetenzzentrum für Usability Maßnahmen

Intuitiv und nutzerfreundlich - die Gebrauchstauglichkeit von Geräten und Software, ihre Usability, ist ein ausschlaggebendes Kriterium für ihren Erfolg. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben deutsche Unternehmen Usability bisher kaum als Wettbewerbsvorteil erkannt beziehungsweise zu wenig in eigene Arbeitsprozesse integriert. Das Ziel von UseTree, dem "Berliner Kompetenzzentrum für Usability Management" ist es, den Usability-Gedanken stärker als bisher in den betrieblichen Mittelstand zu tragen. Das Zentrum setzt dabei seinen Schwerpunkt auf mobile sowie internetbasierte betriebliche Anwendungen.

Geldgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Förderdauer: 2012 - 2015

Weitere Infos unter: www.hybrid-plattform.org