Larissa Gorn

Kurzvita

Larissa Gorn ist Theaterpädagogin (M.A.), Dozentin und künstlerisch-pädagogische Beraterin. Nach einem Bachelorstudium mit Lehramtsoption an der Universität Potsdam studierte sie Theaterpädagogik im Master an der Universität der Künste Berlin. Seit 2020 lehrt sie dort im Bereich Didaktik / Theater in der Schule.

Ein zentraler Arbeits- und Interessensschwerpunkt ihrer Tätigkeit ist Theater in der Schule. Im Fokus steht dabei die Didaktik der Probengestaltung im Theaterunterricht. Sie versteht die Probe als multidimensionalen, multisensorischen Begegnungs-, Lern- und Erfahrungsraum und beschäftigt sich mit der Frage, wie in Gruppen Flow-Zustände, künstlerische Präsenz und tragfähige pädagogische Beziehungen entstehen können. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie Spielkonzepten, affirmativen und beschreibenden Feedbackverfahren sowie intermodalen Arbeitsformen.

Seit 2004 arbeitet Larissa Gorn freiberuflich in unterschiedlichen theaterpädagogischen Kontexten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Neben der künstlerischen Arbeit mit nichtprofessionellen Spielerinnen begleitet sie Lehrerinnen und Theaterpädagog*innen in Proben- und Entwicklungsprozessen und berät zu Probenleitungsstrategien und Feedbackkulturen.

Von 2014 bis 2020 leitete sie den Aufbau und die Weiterentwicklung eines Theaterprofils an einer Berliner Grundschule, einschließlich Curriculum-Entwicklung, Supervision der Lehrkräfte und Netzwerkarbeit. Auf dieser Grundlage wird derzeit an einer weiteren Schule ein Theaterprofil etabliert. Im Kooperationsprojekt QuerKlang+ arbeitet sie als Prozessbegleiterin für interdisziplinäre Teams in experimentellen künstlerisch-pädagogischen Arbeitsprozessen an Schulen.

Auf Fachtagungen, in Fortbildungen und Workshops spricht sie über Probengestaltung als multisensorischen Lernraum, über Feedback als gestaltendes Element künstlerischer Prozesse sowie über nachhaltige Formen der Begegnungs- und Ensemblearbeit im Theaterunterricht.