100 Jahre Rhythmik-Ausbildung
Der Studiengang Rhythmik feiert das 100. Jahr Rhythmik-Ausbildung in Berlin! 1925 wurde auf Initiative des Kulturpolitikers und Musikpädagogen Leo Kestenberg Rhythmische Erziehung als Studienfach an den preussischen Konservatorien und Musikhochschulen eingeführt. In Berlin gelang die Etablierung des Studienfachs an der Hochschule zwar erst 1929; vorher, ab dem Jahr 1925, konnten Studierende in Berlin aber die „Dalcroze-Schule mit Seminar Epping/Scheltema“ besuchen und nach dreijähriger Ausbildung mit dem Dalcroze-Diplom abschließen. Charlotte Pfeffer, erste Professorin für Rhythmik in Berlin, baute die Ausbildung auf. Durch die staatliche Anerkennung wurden der Studiengang und die beruflichen Handlungskompetenzen institutionell verankert und – durch die Loslösung vom Namen „Dalcroze“– in die Freiheit der Lehre entlassen.Heute sehen Rhythmikunterricht und künstlerische Gestaltungen in Musik und Bewegung anders aus als vor 100 Jahren, die Inhalte jedoch sind im Kern gleichgeblieben: der körperorientierte Zugang zu Musik und das Prinzip derästhetischen Transformation von Musik und Bewegung als Brücke zwischen Wahrnehmung und Ausdruck.
Studierende des Rhythmik-Studiengangs der UdK sowie Gäste gestalten zum 100-jährigen Jubiläum ein Festprogramm und laden herzlich dazu ein.