Attitude - 2025

Attitude - 4. Semester

Attitude/Attitüde beschreibt die Haltung gegenüber einem bestimmten Sachverhalt, einer anderen Person oder umfassenden Strukturen. Mode spielt stets eine wichtige Rolle bei der persönlichen und politischen Meinungsäußerung und dient häufig als Mittel, um eigene Ansichten – bewusst oder unbewusst – durch die Kombination von Körper, Kleidung und Bildgestaltung zu kommunizieren.

Was verrät uns also Kleidung, ohne dass wir je ein Wort sagen müssen?

Als semiotisches Werkzeug sind gesellschaftliche und kulturelle Codes in unsere Kleidung eingebettet, was sie zu einer Ausdrucksform und einem mächtigen Instrument des Protests macht. Sowohl im zeitgenössischen Diskurs als auch in der Geschichte der Mode nehmen diese Elemente eine entscheidende Rolle in Protestkulturen ein, wodurch Mode ein Statement holistisch prägt.

In dem Maße, in dem sich politische Identitäten in Richtung Konsumidentitäten verlagern, besteht jedoch die Gefahr, dass der Protest durch Mode mehr zur Kommerzialisierung des Selbstausdrucks als zu einem echten Störungsinstrument wird. Designer*innen gestalten Kollektionen und Bewegungen aktiv, indem sie Passformen, Materialien  und Kontexte dekonstruieren, Machtstrukturen überspitzen und Humor als Mittel zur Bewältigung binärer geschlechtsspezifischer Geschichten und konservativer Kräfte einsetzen.

 

Quelle: Nikolaus Hoffmann
Quelle: Johanna Quester
Quelle: Wiktoria Okuniewska
Quelle: Sonja Baran
Quelle: Hannah Kurz
Quelle: Alexandra Harizanova
Quelle: Nicolas Moses
Quelle: Klara Schmidt
Quelle: Esra von Kornatzki

Lehrende

Prof. Valeska Schmidt-Thomsen, KM Johanna Braun, Stefan Hipp (Schnitt), LB Essi-Johanna Glomb (Strickdesign), Dorothée Warning (Fertigung)