Vom Wasser aus denken. Theorien, Künste, Praktiken

Marie Aline Klinger
Vom Wasser aus denken. Theorien, Künste, Praktiken

Seminar, Deutsch, 2 SWS, 2 ECTS, 5 Plätze
Donnerstags, 10:15 - 13:45 Uhr 14tägig (mit Verschiebung aufgrund des Feiertags am 14.5., deshalb werden Einzeltermine angegeben):  16.4., 30.4., 21.5., 4.6., 18.6., 2.7., 9.7.
Medienhaus Grunewaldstraße 3, Raum 306

Anmeldung: m.klinger@udk-berlin.de

In diesem Seminar setzen wir uns mit ökologischen, kulturellen, politischen und ästhetischen Dimensionen von Wasser auseinander. Wasser wollen wir nicht nur als knappe Ressource verstehen, sondern auch als Teil unseres Körpers, als Archiv, als aktive Materie in mehr-als-menschlichen Beziehungen oder als Ausgangspunkt, um darüber nachzudenken, wie Wissen entsteht.
Dabei verbinden wir unterschiedliche Formen der Recherche: Zum einen lesen und diskutieren wir theoretische Texte und Konzepte, die Wasser als situiert und relational verstehen. Zum anderen erweitern wir unser Wasserwissen durch Exkursionen (Ausstellung, Gewässer, Rechercheort). Ziel des Seminars ist, gemeinsam ein Wasser-Glossar zu verfassen.

Leistungsanforderungen für den unbenoteten Schein: Regelmäßige Anwesenheit und aktive Teilnahme, Bereitschaft zu eigenständigen kleinen Recherchen sowie zur Lektüre und Diskussion deutsch- und englischsprachiger theoretischer Texte.

Marie Aline Klinger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung an der Universität der Künste Berlin. Sie studierte Medien- und Kulturwissenschaft in Weimar, Berlin und Paris und war im Bereich Ausstellung/Bildende Kunst und Film am Haus der Kulturen der Welt tätig. Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre gehören Visuelle Kulturen, Feministische Theorie, medien- und kulturwissenschaftliche Zugänge zu Wasser, zum Durchlässigen und Fluiden, Border Studies und Ansätze der Neuen Materialismen. In ihrem Essay Wasserprotokolle (2024) entwickelt sie ein politisches Denken des Flüssigen entlang des Europäischen Grenzregimes.