Mutter*schaften im Kontext von Kunst und Wissenschaft

Mirjana Mitrović
Mutter*schaften im Kontext von Kunst und Wissenschaft

Seminar, Deutsch/English, 2 SWS, 2 ECTS
Mittwochs, 10-14 Uhr, 5 Termine & 1 Exkursion: 22.4., 13.5., 27.5., 10.6., 24.6.2026,
Vilém Flusser Archiv, Grunewaldstr. 2-5, Raum 208 & Exkursion: Samstag, 4.7.2026, 10-17 Uhr

Anmeldung auf Moodle beginnt am 9.4.2026: https://moodle.udk-berlin.de/moodle/course/view.php?id=3036
Einschreibeschlüssel: mutter

Die Rolle der Mutter wird zunehmend aus historischer, soziologischer und kulturwissenschaftlicher Sicht untersucht. Aktuell entstehen darüber hinaus zahlreiche künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten, in denen Frauen* reflektieren, was es bedeutet in ihrem Arbeitskontext Mutter* zu sein. In diesem Seminar analysieren und diskutieren wir einige davon, um selbst Positionen im Kontext der Universität der Künste zu erarbeiten.

Im Seminar schauen wir uns daher einerseits verschiedene künstlerische Werke, wissenschaftliche Arbeiten, aber auch aktuelle feministische Interventionen, wie die galerie asterisk* oder das Netzwerk "Mutterschaft und Wissenschaft" an. Andererseits diskutieren wir Projekte von Müttern* an der Universität der Künste Berlin. Darauf aufbauend nähern wir uns der Frage, wie wir Elternschaft im UdK-Alltag, unserer künstlerischen und/oder wissenschaftlichen Praxis erleben oder auch zukünftig erleben möchten.

Neben der Auseinandersetzung mit bestehenden künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen ist Raum für Diskussionen, eigene Recherchen und Projekte vorgesehen. Eigene Elternschaft ist keine Teilnahmevoraussetzung – das Seminar richtet sich an alle, die sich mit dem Thema und den damit verbundenen Zukunftsvisionen in Kunst und Wissenschaft auseinandersetzen wollen.

[* Der Begriff „Mutter“ kann gesellschaftliche Stereotype reproduzieren, daher ist ein reflektierter Gebrauch nötig, um die Vielfalt von Müttern zu berücksichtigen. Nicht nur cis-Frauen sind Mütter; außerdem haben nicht alle Mütter geboren, und nicht alle, die geboren haben, sind Mütter.]

Mögliche Literaturauswahl:
Bailer, Sascia (2024): Caring Infrastructures. Transforming the Arts through Feminist Curating. Bielefeld: transcript.
Conze, Linda / Page, Westrey / Schütz, Anna Christina (2025): Mama. Von Maria bis Merkel. Düsseldorf: Kunstpalast.
Cooke, Hannah (2018): Ada vs Abramović. [Film, 10 Minuten].
Kikol, Larissa (2024): Mutter-schafft. Eine Bestandsaufnahme. KunstForum, Nr. 295. Köln.
Meilicke, Elena (2023): "Mutterschaft und Resilienz. Inszenierungen von Mompreneurship in Mommy Blogs und Doku-Serien," in: montage AV, Bd. 31, Nr. 2, S. 117-140.
Pethke, Katharina (2024): REPRODUKTION. [Film, 111 Minuten].
Tretau, Alisa (2018): Nicht nur Mütter waren schwanger. Münster: Edition assemblage.

Leistungsanforderungen für den unbenoteten Schein: Es wird eine reguläre und aktive Teilnahme, ein Impulsreferat in Gruppen und ein kurzer künstlerischer oder wissenschaftlicher Beitrag auf max. 3 Seiten erwartet.

Mirjana Mitrović ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Vilém Flusser Archiv an der UdK. Sie studierte Kulturwissenschaften, Spanische Philologie und Interdisziplinäre Lateinamerikastudien im Bereich Literaturen und Kulturen Lateinamerikas in Deutschland, Costa Rica und Mexiko. In ihrer MA-Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit Netzfeminismus in Mexiko-Stadt. Ihr Promotionsvorhaben untersucht die Digitalisierung von öffentlichen Stadträumen anhand der Methode des Flanierens aus einer feministischen und postkolonialen Perspektive. Sie war Stipendiatin der Hans Böckler Stiftung und Fellow am Institute for Advanced Studies on Science, Technology and Society, TU Graz und Panofsky-Fellow am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München. Zudem arbeitet sie als freie Künstlerin und ihre analogen Fotografien bis hin zu multimedialen Installationen werden in Deutschland und darüber hinaus ausgestellt. Mehr Informationen unter mirjana-mitrovic.de.