Utopia/Dystopia revisited
Karin Michalski
Utopia/Dystopia revisited
Blockseminar, Deutsch/English, 2 SWS, 2 ECTS
Samstags/Sonntags, 30.5./31.5. & 13./14.6.2026, jeweils 10-17 Uhr, Hardenbergstr. 33, Raum 110
Anmeldung auf Moodle beginnt am 9.4.2026: https://moodle.udk-berlin.de/moodle/course/view.php?id=3035
Einschreibeschlüssel: revisiting
Nationale und internationale Konflikte, Folgen von Katastrophen, aber auch von sozialen Missständen, befördern in kulturwissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten immer wieder Szenarien und Denkfiguren, die das jeweilige Potential einer Situation um- oder weiterdenken lassen. Hierbei entstehen oft utopische bzw. dystopische Zukunftsvisionen, die wiederum Rückschlüsse auf die Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situationen zulassen und auch Vorschläge für eine Neubetrachtung historischer Bedingtheiten machen.
“The here and now is a prison house. We must strive, in the face of the here and now’s totalizing rendering of reality, to think and feel a then and there. Some will say that all we have are the pleasures of the moment, but we must never settle for that minimal transport; we must dream and enact new and better pleasures, other ways of being in the world, and ultimately new worlds.” J. E. Munoz, Cruising Utopia
Das Seminar wird sich mit kulturwissenschaftlichen Texten beschäftigen, insbesondere aus dem Bereich der postcolonial/decolonial und feministisch-queeren Theorie und diese mit aktuellen Beispielen der Video- und Performance-Kunst in Verbindung setzen. Das Seminar will Raum schaffen für die Reflexion, was utopisches Denken und Handeln heute bedeuten könnte.
Literatur:
Gordon, Avery (2018), The Hawthorn Archive: Letters from the Utopian Margins, New York: Fordham University Press.
Haschemi Yekani, Elahe (2017), Queer Futures: Reconsidering Ethics, Activism, and the Political.
Leistungsanforderungen für den unbenoteten Schein: regelmäßige und aktive Teilnahme, ein Input (10 min.) zu einem Text oder einer künstlerischen Arbeit.
Karin Michalski arbeitet als Dozentin, Film- und Videokunstkuratorin und Künstlerin in Berlin. Sie studierte Publizistik, Politik- und Erziehungswissenschaft an den Universitäten in Mainz und Berlin (Magister) sowie Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (Diplom). 2016 gab sie die Künstler-Edition An Unhappy Archive bei Edition Fink, Zürich heraus und 2015 das Buch I is for Impasse. Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst bei bbooks, Berlin. Sie arbeitet als Lehrbeauftragte (u.a. Universität für angewandte Kunst, Akademie der Bildenden Künste Wien, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Uni Potsdam). 2015-18 hatte sie die Vertretungsprofessur für Kunst- und Medienwissenschaft an der KHM inne.