Perspektiven Differenzieren: Intersektionalität, Rassismuskritik, Demokratie, Gender und Diversity in der postmigrantischen Gesellschaft Deutschland
Prof. Dr. Reyhan Şahin
Perspektiven Differenzieren: Intersektionalität, Rassismuskritik, Demokratie, Gender und Diversity in der postmigrantischen Gesellschaft Deutschland
Seminar, Deutsch/English, 2 SWS, 2 ECTS
Dienstags, 14-16 Uhr, wöchentlich ab 21.10.2025, Hardenbergstr. 33, Raum 102
Anmeldung auf Moodle beginnt am 13.10.2025: https://moodle.udk-berlin.de/moodle/course/view.php?id=2854
Einschreibeschlüssel: postmigra
Begriffe wie „Intersektionalität“, die aus der Schwarzen, feministischen Bewegung aus den USA stammen, sind heutzutage zwar gesellschaftlich bekannter und salonfähiger als vor zehn Jahren, aber was diese Begriffe eigentlich im Kern bedeuten, können auf Anhieb die wenigsten beantworten. Noch schwieriger wird es, wenn man bei dem Prinzip der Intersektionalität die Migrationsgeschichte Deutschlands miteinbeziehen soll. Zum Beispiel auf die Diversität Türkei-bezogener muslimischer, alevitischer und kurdischer Communities in Deutschland, auf Erinnerungskultur und Gedenkarbeit von migrantisierten Initiativen von Betroffenen und Angehörigen rassistischer Gewalt, auf die Transformation von politischen Botschaften in der Pop- und HipHop-Kultur oder im (queer)feministischen Kontext.
Solche Themen sollen in diesem Seminar nicht nur aus der Brille der Intersektionalität betrachtet und analysiert, sondern dadurch bestenfalls auch Intersektionalitätstheorien weiterentwickelt werden. Gemäß der intersektionalen und interdisziplinären Herangehensweise sollen ebenso qualitative Methoden der Kunstwissenschaft behandelt werden und überlegt, wie die Teilnehmer*innen die eigene Kunstrichtung dadurch bereichern. Unter anderem sollen Gespräche mit Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Musiker*innen und Aktivist*innen geführt werden, um unterschiedliche, wertvolle Perspektiven auf diese Themenfelder zu erhalten.
Literatur:
Şahin, Reyhan (2019): Yalla, Feminismus! Berlin: Tropen-Verlag.
Leistungsanforderungen für den unbenoteten Schein: regelmäßige und aktive Teilnahme, mündliche Präsentationen.
Reyhan Şahin ist Sprachwissenschaftlerin und Islam- und Migrationsforscherin und lehrt seit dem Wintersemester 2025/26 als Gastprofessorin im Bereich Kulturwissenschaften im Studium Generale an der UdK Berlin. Sie promovierte an der Universität Bremen zum Bedeutungssystem des muslimischen Kopftuchs in Deutschland und war als feministische Musikerin „Lady Bitch Ray“ aktiv. Sie schreibt zu Themen wie Feminismus, Islam, Migration, Rassismus, Antisemitismus und Popkultur (u.a. SZ, taz, Missy Magazine, Stern). Ihre Schwerpunkte in der Forschung und Lehre sind: Intersektionalitäts- und Rassismusforschung, Neue Rechte, Islam- und Gender Studies, antimuslimischer Rassismus, Islamismus und Antisemitismus, Alevi Studies, Popkultur und Hip Hop-Studies. Mehr Informationen unter https://www.udk-berlin.de/person/reyhan-sahin/ sowie www.lady-bitch-ray.com.