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geöffnete Lehrveranstaltungen Fakultät Gestaltung (F2)

Prof. Dr. Kathrin Busch
Schreiben – zwischen Kunst und Theorie

Seminar, 3 SWS, 2 LP, 7 Plätze
Mittwochs, 16-19 Uhr, wöchentlich ab 19.4.2017, Straße des 17. Juni 118, Raum 207

Schreiben gehört heute zur künstlerischen und gestalterischen Tätigkeit wie selbstverständlich mit dazu. Die Fähigkeit, über Ideen und Entwürfe nicht nur zu sprechen, sondern sie auch beschreibend darzustellen, wird überall vorausgesetzt. Bei Ausstellungen und Messen, in Zeitschriften oder Blogs, für Förderanträge und in Exposés muss man über die eigene Arbeit in einer Weise berichten, die ihren ästhetischen Anspruch nicht verrät. Aber nicht erst die Vermittlung der eigenen künstlerischen oder gestalterischen Position ist an das Schreiben-Können gebunden. Bereits im Schaffens- oder Entwurfsprozess haben Aufzeichnungen und Notate Teil an der Entwicklung der eigenen Ideen. Hier ist die Arbeit an Worten und Konzepten untrennbar mit der künstlerischen Praxis verbunden und bestimmt die künstlerisch-forschende Arbeit.
Im Seminar soll das Schreiben als Teil der künstlerischen Praxis reflektiert und erprobt werden. Zum einen werden Texte behandelt, deren Stil in einem dritten Raum zwischen Literatur und Wissenschaft angesiedelt ist. Neben der Beschäftigung mit Autor*innen wie Barthes, Benjamin, Cixous oder Sontag wird es zum anderen um die Entwicklung von Schreibpraktiken gehen. Ziel ist es, kurze Texte zur eigenen Arbeit zu entwickeln und das Schreiben als eine Form zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Praxis zu erproben.

Literaturhinweise:
Agamben, Giorgio: Die Idee der Prosa, übers. v. Dagmar Leupold und Clemens-Carl Härle, Frankfurt a. M. 2003.
Barthes, Roland: Die Lust am Text, übers. v. Traugott König, Frankfurt a. M. 1974.
Benjamin, Walter: Einbahnstraße, Frankfurt a. M. 2001.
Bense, Max: „Über den Essay und seine Prosa“, in: Merkur 1 (1947), Erstes Heft, S. 414-424.
Blumenberg, Hans: Theorie der Unbegrifflichkeit, Frankfurt a. M. 2007.
Cixous, Hélène: Weiblichkeit in der Schrift, übers. v. Eva Duffner, Berlin 1980.
Deleuze, Gilles / Guattari, Felix: Kafka. Für eine kleine Literatur, übers. v. Burkhart Kroeber, Frankfurt a. M. 1976.
Derrida, Jacques: Diese seltsame Institution genannt Literatur, übers. v. Rike Felka, Berlin 2015.
Nietzsche, Friedrich: Die fröhliche Wissenschaft, in: ders., Kritische Studienausgabe, Bd. 3, München 1999.


Martin Conrads
UdK verbessern

Seminar, 4 SWS, 2 LP, 2 Plätze
Mittwochs, 10-14 Uhr, wöchentlich ab 26.4.2017, Grunewaldstr 2-5, Raum 210
Um Anmeldung bis zum 26.4. an conrads@udk-berlin.de wird gebeten.
Achtung:
Für Studierende der Visuellen Kommunikation nicht als Studium-Generale-Leistung anrechenbar!

Seit 2001 ermuntert die UdK Berlin ihre Mitglieder entlang Richtlinien bzgl. der Behandlung von Verbesserungsvorschlägen zum Einreichen von Vorschlägen, „die geeignet sein können, die Aufgabenerfüllung der Universität zu erleichtern, zu verbessern oder kostensparend zu gestalten, die Arbeitsmotivation zu erhöhen, sowie die Zusammenarbeit und die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und den Umweltschutz zu fördern.“ Der (nicht nur) unter Studierenden weithin unbekannte „Ausschuss für Verbesserungsvorschläge“ ist das Gremium, das derlei Vorschläge prüft und gegebenenfalls zur Umsetzung empfiehlt und prämiert. Das Seminar nimmt diesen Rahmen zum Anlass, gestalterische Konzepte von „Verbesserung“ anhand von Begriffen wie „Social Design“, „Optimierung“ oder „Gestaltungsberatung“ zu thematisieren. Ziel ist die Erstellung eines zwischen Eignung und Aneignung pendelnden Registers aktuell recherchierten Verbesserungsbedarfs der UdK, der dem Ausschuss vorgelegt wird.

Leistungsanforderung: aktive Mitarbeit in Form des Produzierens und Formulierens von Verbesserungsvorschlägen.


Björn Speidel
Obsolete Media: Playful Film Machine
Blockseminar, 2,5 SWS, 2 LP, 5 Plätze
Freitags/Samstags, 5./6.5.2017, 10-18 Uhr: Prelude; 23./24.6.2017, 10-18 Uhr: 1. Kumulation; Freitag, 14.7.2017, 10-18 Uhr: 2. Kumulation,
Grunewaldstr. 2-5, Raum 1A
Achtung: Für Studierende der Visuellen Kommunikation nicht als Studium-Generale-Leistung anrechenbar!

Obsolete Media erforscht Seiensformen von (Film-)Medien und deren Praxis, die durch technische und/oder soziale Entwicklungen in ihrem bisherigen Gebrauch nutzlos – obsolet – geworden sind. Das Fehlen eines Anwendungsbedarfs erscheint zunächst als Leerstelle. Doch in der Abwesenheit einer Aufgabe, im Müßiggang, liegt die Freiheit einen anderen Gebrauch zu (er-)finden und so den medialen Überfluss zu erschließen und auszuschöpfen.
Dieses Experimentalseminar erprobt das Spannungsverhältnis von Objekt vs. Container und hat einen Film-Apparatus als instalatives Objekt zum Ziel. Inspiriert von Maschinenplastiken Tinguelys wird eine Gsellmannsche Film-Weltmaschine entstehen, welche alle möglichen und unmöglichen Praktiken des analogen Films vereint und den staunenden Betrachter zu folgenreichen Interventionen auffordert. Neben dem Rundgang ist auch das Symposium „Film in the Present Tense“ (20.-22.10.2017) ein Aufführungstermin.


Gosia Warrink
Kreativität und Ideenfindung

Praktisches Seminar, 3 SWS, 2 LP, 5 Plätze
Freitags, 10-14 Uhr, wöchentlich ab 21.4.2017, Grunewaldstr. 2-5, Raum 103

Was sind Ideen und wie entstehen sie. Eine empirische Überprüfung der bekanntesten Kreativitätstechniken mit wöchentlichen praktischen Übungen in Einzel- und Teamarbeit.
Das Ziel der Veranstaltung:
Sie üben sich in Kritik, Präsentation und erarbeiten kurzzeitige Projekte, die am Ende der Veranstaltungsreihe Ihr Portfolio um kreative Ansätze bereichern. Die gelernten Techniken werden zu einem nützlichen Tool, das Sie in Ihrer kreativen Arbeit begleitet und unterstützt.
Eine Sitzung umfasst 4 Stunden mit 4 abwechslungsreichen Elementen:
1. Wir beginnen jeweils mit einer Übung in Form einer Präsentation: Die Studierenden stellen ein Beispiel für eine schlechte Gestaltung oder Werbung vor, begründen ihre Wahl und präsentieren einen besseren, bereits gestalteten Entwurf. (ÜBUNG/Hausarbeit)
2. Jede Woche wird ein theoretischer bzw. philosophischer Aspekt besprochen und diskutiert. (THEORIE)
3. Wöchentlich wird eine Kreativitätstechnik vorgestellt oder wiederholt. (TECHNIK/Theorie)
4. Empirische Überprüfung der vorgestellten Technik im Team (PRAXIS/ÜBUNG Vorort).
Jede Woche erhalten Sie ein neues Thema, zu dem wir gemeinsam in Teams nach Ideen suchen. Dabei wird die jeweils neu eingeführte Kreativitätstechnik angewandt und reflektiert.

Leistungsanforderung: Hausaufgaben, Teilnahme an Übungen in Einzel- und Teamarbeit.