Feldnotizen: Frauen in künstlerischer & wissenschaftlicher Praxis

15 Positionen
Feldnotizen: Frauen in künstlerischer & wissenschaftlicher Praxis

Analoges & Online-Seminar, Deutsch, 2 SWS, 2 ECTS
Freitags, 14-17 Uhr s.t., 14-tägig, 8 Termine: 29.10. (online), 12.11.(analog), 26.11. (online), 10.12.2021 (analog), 7.1. (online), 21.1. (online), 4.2. (analog), 18.2.2022 (analog)
Analoge Treffen in Hardenbergstr. 33, Raum 158
Einführung und verbindliche Anmeldung in der ersten Online-Seminarsitzung am Freitag, 29.10., 14-17 Uhr:
https://udk-berlin.webex.com/udk-berlin/j.php?MTID=mf96f453e490515fda30414b681d2febe
(Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2734 434 8185, Meeting Passwort: 15Positionen)

Diese künstlerische Forschung stellt die Frage: „Wie lernen wir uns selbst durch unsere Praxis kennen?“ In Form einer Serie von acht (8) Workshops für das UdK Studium Generale über Methoden der Resilienz durch Selbstreflektion/Selbsterkenntnis/Selbstfürsorge in der Studio-, digitalen und internationalen Praxis. Geboren aus dem Wunsch nach Wissenstransfer und dem Aufbau von Werkzeugen für Flexibilität in unsicheren Zeiten, zielt diese Workshop-Reihe auf den Austausch von Best Practices und Erfahrungen für unabhängige Kunst und Wissenschaft. Wir werden die Feldnotizen als moderiertes „odd couple“ durch das Semester zu führen.

Die Ausrichter*innen – Alumni*Alumnae des UdK-Mentoring-Programms 2020/21 – haben unterschiedliche Hintergründe und Disziplinen (z.B. Architektur, Film, Bildende Kunst, Skulptur, Musik, Design). Ihre Praxis, Forschung und Lehre ist weitreichend, international, interkulturell und nachhaltig, während sie nicht unbedingt vom traditionellen Kunstmarkt abhängig sind.

29.10.21 ONLINE
Einführung/Info-Session: 15 Positionen
Position: Eva Knopf (Filmemacherin) / Judith Marlen Dobler (Design, Künstlerische Forschung)

12.11.21 ANALOG Hardenbergstr. 33, Raum 158 (evtl. Exkursion in Berlin)
Position: Juliane Zelwies (Medienkunst, Künstlerische Forschung) / Jana Müller (Fotografie, Installation)

26.11.21 ANALOG Exkursion Atelier (60qm) Teilestrasse 11, Berlin
Position: Ira Konyukhova (Künstlerin, Herausgeberin) / Delia Keller (Designerin, Künstlerin)

10.12.21 ANALOG Hardenbergstr. 33, Raum 158
Position: Karina Griffith (Film, Künstlerische Forschung) / Heike Kabisch (Bildhauerei) / Ulrike Mohr (Bildhauerei)

07.01.22 ANALOG Exkursion studio//bühne, online-Zuschaltung (via Beamer vor Ort)
Position: Suse Weber (Emblematische Skulptur)/ Lin Liao (Musik, Dirigieren)

21.01.22 ONLINE
Position: Su-Ran Sichling (Bildhauerei) / Melanie Mohren (Darstellende Kunst, Künstlerische Forschung)

04.02.22 ANALOG Hardenbergstr. 33, Raum 158
Position: Jeanne-Françoise Fischer (Architektur) / Meike Hauck (Theater/Film)

18.02.22 ANALOG Hardenbergstr. 33, Raum 158
Abschluss: 15 Positionen

Koordination: Judith Marlen Dobler, Ira Konyukhova (stellv.)

Leistungsanforderungen für den unbenoteten Studium Generale Leistungsschein: aktive regelmäßige Teilnahme an Diskussionen/Interviews, Gruppenarbeit sowie ein Workshop-Journal in Form von Essays, Skizzen, Videos, etc.

Judith Marlen Dobler besitzt Mehrfachqualifikationen als Tischlerin (Gesellenbrief), Kommunikationsdesignerin (Diplom FH), Designtheoretikerin (MA) und Medien-wissenschaftlerin (Dr. phil.). Sie studierte und arbeitete im Schwarzwald, in Potsdam, München, Basel, London und Rio de Janeiro. Seit 2014 ist sie in Berlin als wissenschaftlich-künstlerische Forscherin tätig u. a. in der Lehre mit dem Schwerpunkt Zeichnung, Kollaboration und verkörperte Wissenspraxis. Seit 2020 arbeitet sie zudem als Forschungskoordinatorin am Fachbereich Design der Hochschule Anhalt am Bauhaus-Campus in Dessau. www.judithdobler.de.
Jeanne-Françoise Fischer (*1977 in Hamburg) studierte Architektur an der TU Berlin, der ETH Zürich und der UdK Berlin. Seit 2009 arbeitet sie selbstständig und lehrt am Institut für Architektur und Städtebau der Universität der Künste Berlin im Fachgebiet Entwerfen und Stadterneuerung. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Praxis sowie in der Lehre liegt im Bereich des architektonischen, räumlichen Entwerfens. Besonderes Interesse gilt dabei der interdisziplinären Arbeit mit Kolleg*innen aus der Kunst, Theorie, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur sowie der Umsetzung von 1:1 Projekten.
Karina Griffith (Film) is a PhD candidate at the University of Toronto’s Cinema Studies Institute where her research on Black authorship in German cinema interacts with theories of affect, intersectionality and creolization. She has written for Women in German Studies’ Special Online Section on Race and Inclusivity, Berlin Art Link and Shadow & Act. Griffith has been invited to presents her moving image work and research at conferences including Gender, Affect, Neoliberalism: The Realist Turn in Contemporary German/European Cinemas (FU Berlin), Returning the Gaze II: Stories of Resistance (ERIF, University of Innsbruck), Minority Discourses in Germany since 1990: Intersections, Interventions, Interpolations (University of Massachusetts Amherst), and the Film Studies Association of Canada. Her practice has received support from the Canada Council of the Arts and the Saw Video Media Art Centre. http://karina-griffith.com/.
Meike Hauck (*1977 in Freiburg) studierte Szenisches Schreiben an der UdK und arbeitet seit 2004 als freischaffende Theater- und Drehbuchautorin. Ihre Stücke wurden an verschiedenen Theatern in Deutschland und international aufgeführt. Sie schrieb zahlreiche Drehbücher (u.a. PINGPONG, TATORT, DIE MITTAGSFRAU). 2008 war sie Stipendiatin im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop. Zuletzt führte sie auch Regie bei dem Kurzfilm MIT WEM, WENN NICHT JETZT. Sie arbeitet als Dozentin u.a. an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, der ifs Köln und der Filmakademie Ludwigsburg.
Heike Kabisch (geb. 1978 in Münster) lebt und arbeitet in Berlin. Derzeit ist sie Dozentin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle/Saale. Ihr Studium absolvierte sie an der Kunstakademie Münster in der Klasse von Katharina Fritsch. Im Anschluss besuchte sie ein zweijähriges forschungsbezogenes Studienprogramm an der Glasgow School of Art in Schottland. Aktuell sind ihre Arbeiten in der Ausstellung Redirection Berlin zu sehen. Heike Kabischs Arbeiten wurden darüber hinaus im Museum voor Moderne Kunst Arnhem; MACRO - Museo d'Arte Contemporanea, Rom; Frieze, London und in der Nomas Foundation gezeigt. In Berlin wird sie durch die Galerie Chert Lüdde vertreten.
Delia Keller studierte Freie Kunst und Kommunikationsdesign an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig und der Rietveld Academie in Amsterdam. 2006 gründete sie Gestaltung Berlin, ein Büro für Grafik Design mit dem Schwerpunkt Buchgestaltung. (www.gestaltung-berlin.de). Delia Kellers künstlerische Arbeiten wurden u.a. in der Berlinischen Galerie; im Haus der Fotografie, Deichtorhallen Hamburg; im Städel Museum, Frankfurt am Main; im Haus der Fotografie Moskau und im Museo de Arte Moderna, São Paulo, gezeigt. Von 2015–2020 hat sie an der Macromedia Hochschule in Berlin unterrichtet, seit 2018 lehrt sie an der UdK im Fachbereich Design.
Eva Knopf hat Regie mit Schwerpunkt Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg sowie Filmtheorie und Visuelle Anthropologie in Göttingen, Amsterdam und Berkeley studiert. Sie wurde in Hamburg mit einer Dissertation zum Essayfilm promoviert. Seit 2012 arbeitet sie als freie Filmemacherin (u.a. „Majubs Reise“, „Myanmarket“ und „Juju Movie - Get rich or die trying“) sowie in der Forschung und Lehre.
Ira Konyukhova, die sich auch nezhny_pacanchik nennt (tender_guy), studierte Medienkunst an der Kunsthochschule Mainz und HFG Karlsruhe. Nach Ihrem Studium wurde sie u.a. mit BS Projekts Jahresstipendium und Garage Studios Residenzprogramm ausgezeichnet. Derzeit ist sie PhD-Kandidatin an der Kunstuniversität Linz und erhält ein Recherche-Stipendium von der Valie Export Center Linz. In ihren meist filmischen und installativen Arbeiten untersucht Konyukhova technologische Bedienungen fuer Erschaffung und Erweiterung politischen und Genderspezifischen Unterdrückungsformen. Ihre Arbeiten wurden in Museum fuer Fotografie Braunschweig, ZKM Karlsruhe, DocLisboa etc. gezeigt. 2019 gründete Konyukhova zusammen mit sechst weiteren Künstler*innen und Kurator*innen die online- und offline-Zeitschrift TransitoryWhite, die aus der linken Perspektive das Post-Koloniale am Post-Sowjetischen erforscht.
Lin Liao studierte Komposition und Klavier an der Taipei National University of the Arts und schloss anschließend ihr Dirigierstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien mit Auszeichnung ab. Weitere künstlerische Impulse bekam sie bei zahlreichen Meisterkursen, unter anderem mit Bernhard Haitink und Leif Segerstam. www.linliao.net.
Ulrike Mohr ist Bildende Künstlerin. Sie arbeitet mit dem Konzept von Raum, Zeit und Material. Mohrs künstlerische Haltung nutzt Transformationsprozesse, die wiederum von komplexen Forschungsergebnissen, tradiertem Wissen, aber auch von Zufällen beeinflusst werden. Mohr ist in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen und Biennalen vertreten, realisierte mehrere Kunst am Bau Projekte und Arbeiten im öffentlichen Raum. Sie studierte unter anderem an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, wo sie derzeit im Fachbereich Bildhauerei lehrt und ist Lehrbeauftragte für Zeichnen an der Universität der Künste - Fakultät Bildende Kunst, Grundlehre / Grundlagen. www.ulrikemohr.de.
Melanie Mohren (1979) studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Gemeinsam mit Bernhard Herbordt erarbeiten Herbordt/Mohren seit 2000 interdisziplinäre Arbeiten im Grenzbereich der darstellenden Künste: Ihre Performances, Hörstücke, (Musik-) Theaterarbeiten, Ausstellungs- und Publikationsprojekte sowie diskursiven Formatreihen basieren auf umfassenden Recherchen, werden international präsentiert und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2011-2016 waren Herbordt/Mohren Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Herbordt/Mohren arbeiten an einem erweiterten Theaterbegriff und seit 2012 in unterschiedlichen Formaten und Medien zu Institutionen und ihrer Aktualisierung. 2015 erschien ihr Buch Vorgestellte Institutionen / Performing Institutions, 2016 Das Theater und 2017 Die Institution, alle im Alexander Verlag Berlin. http://die-institution.org/.
Jana Müller studierte künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo sie 2006 mit ihren Diplom abschloss. Von 2016 bis 2017 unterrichtete sie an der Kunsthochschule Mainz. Ihre künstlerischen Arbeiten werden in den letzten zehn Jahren in den verschiedensten Kontexten international ausgestellt. Zu erwähnen sind auch ihre regelmäßigen Kooperationen mit verschiedenen Künstler*innen, wie zuletzt für das umfangreiche Projekt „Europa verlassen / The Making of Prawda“ mit der Schriftstellerin Felicitas Hoppe und dem Bildhauer Alexej Meschtschanow. Derzeit verfolgt sie in ihrem Langzeitprojekt „Falscher Hase“ die Spuren ihres Vaters, der zu DDR-Zeiten Kriminalist war. www.jana-mueller.de.
Su-Ran Sichling (*1978) machte eine Ausbildung zur Scheibentöpferin in Mittelfranken und studierte ab 2004 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, an der École Supérieure d’art et design in Angers und an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Während sie Meisterschülerin bei Martin Honert war, studierte sie Journalismus an der Universität der Künste in Berlin und beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit dem kulturellen Selbstverständnis migrantischer Künstler*innen in Deutschland. Sie unterrichtete am Fachbereich Bildende Kunst des Instituts für Architektur der TU Berlin und ist künstlerische Mitarbeiterin an der HfBK Dresden.
Suse Weber studierte an der UDK bei Prof. Georg Baselitz und Prof. Dr. Martin Supper, entwickelte ihren eigenen Werkbegriff der „Emblematischen Skulptur“ und wird vertreten in Berlin durch die Galerie Barbara Weiss. Link: https://suseweber.wordpress.com/.
Juliane Zelwies hat in Stockholm und Philadelphia Bildhauerei und Film studiert und ihr Studium an der UdK Berlin in der Klasse Medienkunst abgeschlossen (Meisterschülerin 2005). Von 2017–2020 war sie Stipendiatin für künstlerische Forschung an der Kunstakademie in Tromsø, Norwegen, an der sie seitdem lehrt. Ihre Videoarbeiten werden über das Arsenal - Institut für Film und Videokunst, Berlin, distribuiert. Ihre letzte Arbeit, ein Drehbuch mit dem Titel artistic research, wurde von Argobooks, Berlin herausgegeben. www.juliane.de.