Call for Abstracts

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"Partizipative Theaterarbeit in ländlichen Räumen Ostdeutschlands" (ZfTP Heft 90) #ländlicheräume #beziehungsweisen #osten

Die kommende Ausgabe der Fachzeitschrift für Theaterpädgogik (Heft 90) widmet sich den Entwicklungslinien von Theaterarbeit in ländlichen Räumen Ostdeutschlands.

Ländliche Räume sind seit gut zehn Jahren wieder stärker im Fokus von Theaterdiskursen. Aus theaterpädagogischer Perspektive stellt sich dabei insbesondere die Frage nach Formen der Beziehungsgestaltung als Kern des künstlerischen Prozesses. Vertrauen, Misstrauen, Begegnung, Unterschiedlichkeit und Fürsorge spielen eine besondere Rolle, wenn es darum geht, ländliche Verhältnisse mit den Mitteln der Kunst auf die Probe zu stellen. In Bezugnahme auf Landschaften, lokale Kultur und Kooperationspartner entstehen interdisziplinäre Formate der Versammlung und Begegnung. Herausgefordert wird dabei auch ein enger Theaterbegriff und dessen Vermittlung.

Unserer These nach hat sich in Ostdeutschland eine besondere Expertise im künstlerischen Umgang mit diesen Phänomenen herausgebildet. Der Themenschwerpunkt gibt Raum für die Sichtbarkeit und Vorstellung von Theaterformaten in ländlichen Räumen, stellt gelingende Strategien vor und betont die (politische) Relevanz partizipativer Theaterarbeit für Vielfalt in Zeiten von rechten Angriffen.

 

Mögliche thematische Schwerpunkte:

  • Spezifik ländlicher Kulturen in Ostdeutschland und ihre Bedeutung für partizipative Theaterarbeit
  • Theoretische Perspektiven und Praxisreflexionen zu Beziehungsgestaltung als Teil von partizipativer Theaterarbeit in ländlichen Räumen mit Schwerpunkt auf Vertrauen/Misstrauen, Umgang mit Unterschiedlichkeit, Kooperation, Begegnung, Fürsorge
  • Veränderungen der Theaterarbeit in ländlichen Räumen im Kontext rechter Angriffe und Akteure
  • Vorstellung von Theaterarbeit mit Nicht-Profis in ländlichen Räumen mit geografischen Bezug auf Ostdeutschland (z.B. Freilichttheater, Festivals, Amateurtheater, interdisziplinäre Begegnungsformate, Landschaftsprojekte und deren historische Entwicklung)
  • Nachzeichnen von kulturpolitischen/institutionellen/organisationsbezogenen Entwicklungsprozessen nachhaltig etablierter Formate und Strukturen partizipativer Theaterarbeit

 

Willkommen sind wissenschaftliche Artikel, Essays, Praxisreflexionen, ethnografische Beobachtungen und konzeptionelle Überlegungen. Wir freuen uns über Co-Autor*innenschaften.

Wir laden herzlich zur Einreichung von Abstracts (max. 400 Wörter) bis zum 16. August 2026 ein. Bitte senden Sie diese an: forschendes-theater_ @udk-berlin.de.

Über die Auswahl der Beiträge informieren wir bis spätestens Ende August 2026. Für die angenommenen Beiträge bitten wir im Anschluss um die Einreichung des vollständigen Manuskripts (max. 18.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) im Herbst/Winter 2026.

Heft 90 erscheint im Frühjahr 2027.

Heftredaktion: Melanie Hinz, Micha Kranixfeld