Theaterpädagogik

Im Masterstudiengang Theaterpädagogik werden Theaterpädagoginnen und -pädagogen ausgebildet, die in verschiedenen Arbeitsfeldern theatrale Verfahren und Arbeitsweisen anwenden. Diese Arbeitsfelder verorten sich im sozialen, pädagogischen und künstlerischen Bereich: Theaterarbeit mit spezifischen Gruppen, Arbeit in der Schule bzw. innerhalb verschiedenster Ausbildungszusammenhänge, vermittelnde Tätigkeit im Theater.

Die Ausbildung zielt darauf ab, die Absolventinnen und Absolventen in die Lage zu versetzen, den Prozess der stetigen Ausdifferenzierung und Veränderung theaterpädagogischer Arbeitsfelder aktiv mitzugestalten. Der Masterstudiengang Theaterpädagogik arbeitet deshalb mit einer Vielzahl von Partnerinnen und Partnern zusammen und pflegt enge Kontakte zu den Akteurinnen und Akteuren theaterpädagogischer Arbeitsfelder innerhalb Berlins und darüber hinaus.

Das Studium ist praxisorientiert und hat ein künstlerisches Profil. Im Zentrum steht die Entwicklung der individuellen theaterpädagogischen Kompetenz. Diese bildet sich zum einen auf der Grundlage spielpraktischer Erfahrungen mit den verschiedenen Dimensionen theatraler Gestaltungsprozesse heraus. Zum anderen basiert sie auf theoretischem Wissen, das über die professionelle Reflexion theatraler Gestaltungsprozesse gewonnen wird, ebenso wie über die historisch kritische Auseinandersetzung mit den Kontexten von Theaterarbeit in sozialen, pädagogischen und künstlerischen Feldern.

Studienverlauf

Der Masterstudiengang Theaterpädagogik wird in vier Semestern innerhalb einer festen Gruppe studiert und setzt die Präsenz innerhalb der Lehrveranstaltungen ebenso voraus wie häufige Theater- und Festivalbesuche. Es sind zwei Praktika zu absolvieren. Der Studiengang gliedert sich in die vier Bereiche Fachpraxis, Fachdidaktik, Fachtheorie und den Projektbereich. Alle vier Bereiche bauen aufeinander auf und werden innerhalb der einzelnen Semester in unterschiedlichen Anteilen unterrichtet. Es wird daher dringend empfohlen, die Finanzierung des Studiums vorab sicherzustellen. Für Möglichkeiten zur Studienförderung wenden Sie sich bitte an die allgemeine Studienberatung der UdK Berlin.

Studieninhalte

Der Bereich der Fachpraxis hat in den ersten beiden Semestern den größten Anteil. Hier geht es um die Entwicklung der künstlerischen Kompetenz im Bereich der verschiedenen Dimensionen bzw. Formen von Theater. Lehrveranstaltungen widmen sich unter anderem den Bereichen Körper und Bewegung, Atem, Stimme, Textarbeit, Improvisation und szenischer Arbeit, Erzählen, Performance und speziellen Theaterformen.

Der Studienbereich Fachdidaktik wird in den ersten drei Semestern unterrichtet. Er zielt auf die Entwicklung der pädagogisch-didaktischen Kompetenz im Bereich der Theaterpädagogik. Dies umfasst die Fähigkeit der Vermittlung von Spielfähigkeit, die Kenntnis von Verfahren der Anleitung zu künstlerischer Praxis sowie die Kompetenz, psychische, soziale und ästhetische Faktoren in Spielprozessen und Theaterproduktionen aufeinander zu beziehen und auseinander zu entwickeln. Die Fähigkeit zur Spielleitung wird zunächst in der eigenen Studiengruppe erworben und im zweiten Schritt in unterschiedlichen Gruppen außerhalb der Universität erprobt.

Lehrveranstaltungen im Studienbereich Fachtheorie finden sich in allen vier Semestern. Hier geht es um die Entwicklung der Fähigkeiten zur Reflexion, Kontextualisierung und Konzeption theaterpädagogischer Praxis. Dazu gehört die Grundkenntnis theatergeschichtlicher, kultur- und sozialgeschichtlicher Zusammenhänge, die Kenntnis theoretischer Grundlagen von Arbeitsformen und Konzeptionen theaterpädagogischer Arbeit und deren Geschichte sowie Grundkenntnisse einschlägiger Aspekte der Erziehungs- und Sozialwissenschaften, der Ästhetik und der Kulturtheorie.

Der Projektbereich hat seinen Schwerpunkt in den letzten beiden Semestern und führt die Kenntnisse der anderen Studienbereiche zusammen. Im Studienverlauf werden drei Projekte erarbeitet: das didaktische Projekt im dritten Semester, das angeleitete Projekt, ebenfalls im dritten Semester, in dem beispielhaft zentrale Arbeitsweisen der Theaterpädagogik erprobt werden, und das praktische Masterprojekt im vierten Semester.

Abschluss

Die Abschlussprüfung besteht aus drei Teilen: aus dem theaterpraktischen Masterprojekt, das unter Beratung von Lehrenden in der Regel in einer selbst gewählten Gruppe erarbeitet wird, aus einem Prüfungsgespräch und einer wissenschaftlichen Hausarbeit.

Über die bestandene Abschlussprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das u. a. die Studienschwerpunkte und die Gesamtnote enthält. Das Studium schließt mit dem Titel Master of Arts ab.

Studienort

Studiengang Theaterpädagogik
Bundesallee 1-12
10719 Berlin

Tel.: (030) 3185 2560

Bewerbung und Zulassungsverfahren

Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie Erfahrungen im Bereich Theater. Das Zulassungsverfahren gliedert sich in die Vorauswahl und die Zugangsprüfung. Die Vorauswahl erfolgt auf der Basis der eingereichten Bewerbungsunterlagen. Die Zugangsprüfung wird in Form einer eintägigen praktischen Aufnahmewerkstatt durchgeführt, während der die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber in den Bereichen Fachpraxis, Fachtheorie und Fachdidaktik geprüft wird.