Aktuelle Promotionsprojekte - Fakultät Darstellende Kunst

PERFORMING CONSENT – (nicht-) konsensuelle Kommunikationsweisen und Verfahren in der Probenarbeit an der Darstellung von Sex und Intimität in Theater und Film anhand der praxeologischen Beobachtung der Arbeit der Intimitätskoordination

Mike Dele Dittrich Frydetzki (dey)

Promovend*in an der Universität der Künste Berlin
 

  • In meiner Forschung beschreibe ich zeitgenössische Veränderungungen innerhalb des Feldes der Probenarbeit aus praxeologischer, queerfeministisch konturierter Perspektive. Besonders fällt mir der Auftritt einer neuen Figur und Arbeitsform auf: die Intimitätskoordination. Zunehmend arbeiten Regieteams in Film als auch Theater mit einer*m Intimacy Coordinator / Choreographer. Deren Methoden, so meine Beobachtung, speisen sich aus der Übernahme von Praktiken aus sexpositiven Kontexten wie BDSM, Pornoproduktion und Sexarbeit und lassen sich in der bewegungspolitischen Geschichte des (queeren) Feminismus zurückverfolgen und verorten. Doch was bedeutet die zeitgenössische Übernahme solcher Verfahren in den Probenkontext dieser Kunstpraktiken? Welche Auswirkungen hat sie auf das Gefüge Regie-Darsteller*innen-Team? Und wie verändert eine solche Arbeitsweise die Ästhetiken des Dargestellten?

    In meiner Forschung gehe ich diesen Fragen nach und untersuche die (nicht-)konsensuellen Kommunikationsweisen künstlerischer Probenprozesse, tradierte und experimentelle Strategien der Inszenierung von Sex und Intimität anhand der Arbeit der Intimitätskoordination und suche nach alternativen Kommunikationsformen und Darstellungen einer sexuellen Wissenspraxis, die sich an Subkulturen und queer-feministischen Theorien orientiert und die Arbeit der Künste prägt.

  • Mike Dele Dittrich Frydetzki (dey)

    Doktorand*in an der Universität der Künste, Berlin
    Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“ an der Universität Hildesheim (assoziiertes Mitglied)
     

    2024 
    Konzeption und Koordination der Thementage „Intimacy Coordination in Higher Education“ und „Staging Intimacy“ im Rahmen der International Conference on Intimacy Coordination (sophiensaele und Universität der Künste, Berlin)

    Seit 2023                   
    Promotionsvorhaben gefördert durch Rosa-Luxemburg-Stiftung

    Seit 2022                   
    Assoziiertes Mitglied des DGF-Graduiertenkollegs 2477
    „Ästhetische Praxis“

    2022-2026                 
    Promotion bei Prof. Dr. Melanie Hinz (Universität der Künste, Berlin) zu (nicht-)konsensuellen Verfahren in der Probenpraxis anhand der praxeologischen Beobachtung der Arbeit von Intimitätskoordination

    2021                          
    Master of Arts „Inszenierung der Künste und Medien“ Universität Hildesheim zu „Inviting In And Coming Out To The Archive – performative Strategien queerfeministischen Kanonkritik anhand der Performances DIESEN MANGEL NEHMEN WIR PERSÖNLICH #1-#3“ bei Prof. Dr. Annemarie Matzke und Dr. Martina Groß

    2016                          
    Bachelor of Arts „Szenische Künste” Universität Hildesheim zu „Produktives Unbehagen – Partizipative Strategien und die Rolle der Zuschauenden in zeitgenössischen Theaterperformances“ bei Prof. Dr. Jens Roselt und Prof. Dr. Annemarie Matzke
    Studienaufenthalte an der Uniwersytet Warszawskie und Justus-Liebig-Universität Gießen

  • KÜNSTLERISCHE PRAXIS (AUSWAHL)

    www.mikedeledittrichfrydetzki.de

    2025: Performance „East German Fragilities – Lust auf Gewalt“ Europäisches Zentrum der Künste HELLERAU, Dresden

    2025: Performance „Geborgenheitstanz“ Stiftung Bauhaus Dessau

    2024: Hörspiel/Feature „Kontaktanzeigen – Queere Generationendialoge in Ostdeutschland“ (Deutschlandfunk Kultur) in Zusammenarbeit mit Judith Geffert und Jule Gorke
    https://www.hoerspielundfeature.de/kontaktanzeigen-dlf-kultur-d0041a26-100.html

    2020: „The History of the Federal Republic of Germany as told by Fehler Kuti und die Polizei“
    Münchner Kammerspiele, Arbeit als Dramaturg*in

    2019-2020: Diesen Mangel nehmen wir persönlich #1-#3
    Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden; LOFFT – Das Theater, Leipzig, Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig. Arbeit als Künstlerische Leitung und driver

    Seit 2017: Initiative für Solidarität am Theater

    Seit 2011: szenische Projekte als Autor*in/ Performer*in mit dem Theaterkollektiv DIE SOZIALE FIKTION

  • SoSe 2025 & 26
    Intimitätskoordination in Probenprozessen – forschendes Praxisseminar am Institut für Theater, Film und Medienwissenschaft der Universität Wien

    SoSe 2025
    Hex*en Haufen Care – Übung am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur der Universität Hildesheim

    SoSe 2024
    Hex*en Haufen Care – Seminar/Übung zu care-basierten Probenpraktiken und queeren ästhetischen Strategien der Brauchtumspflege (HfbK Dresden) mit Marty Damour

    seit 2018 ff.
    Workshops mit der Initiative für Solidarität am Theater zu Allyship, kritischem Umgang mit Strukturen der Ungleichheit in Probenkontexten u.a.

    WiSe 2018/19
    Exkursionsleitung für Studierende zum Festival „Polski Transfer“ in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden (Universität Hildesheim)

    SoSe 2018
    Co-Leitung des Seminars „Störungen“ - Praxisexkursion in Kollaboration mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der HfbK Dresden

    WiSe 2014/15
    Seminar Co-Leitung „transeuropa2015“ - Festivalarbeit und Kuration eines transeuropäischen Festivals für performative Künste

  • 2025
    "Ein Blick durch das Glory Hole auf das Berufsfeld der Intimitätskoordination", in: Oidtmann, S. (Hrsg.) (2025) Intimitätskoordination: Intimität im Film und auf der Bühne inszenieren. 1. Auflage. Leipzig: Henschel Verlag in E. A. Seemann Henschel GmbH & Co. KG.

    2026
    Im Erscheinen: "keine gebrauchsanleitung zu care praktiken in den freien darstellenden künsten" gemeinsam mit Aidan Riebensahm, in: netzwerk strongertogether / Katharina Wisotzki (Hg.): Intersektionale Praxis in den Darstellenden Künsten. Eine Bestandsaufnahme, transcript-Verlag, 2026.

    2026
    Im Erscheinen: Mike Dele Dittrich Frydetzki/Maike Gunsilius/Lea-Sophie Schiel/Isabel Schwenk: „Praktiken des Einwilligens“, in: Micha Braun/Veronika Darian/Melanie Gruß/Patrick Primavesi/Ingo Rekatzky/Janine Schulze-Fellmann/Torben Schleiner/Lydia Wilinski (Hg.): Offene Räume. Theaterwissenschaftliche Perspektiven (Performing ARTS Books, Band 1), Heidelberg: arthistoricum.net 2026, S. xx–xx. DOI: https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1757.c26183

     

    KÜNSTLERISCHE PRAXIS (AUSWAHL)

    www.mikedeledittrichfrydetzki.de

    2025: Performance „East German Fragilities – Lust auf Gewalt“ Europäisches Zentrum der Künste HELLERAU, Dresden

    2025: Performance „Geborgenheitstanz“ Stiftung Bauhaus Dessau

    2024: Hörspiel/Feature „Kontaktanzeigen – Queere Generationendialoge in Ostdeutschland“ (Deutschlandfunk Kultur) in Zusammenarbeit mit Judith Geffert und Jule Gorke
    https://www.hoerspielundfeature.de/kontaktanzeigen-dlf-kultur-d0041a26-100.html

    2020: „The History of the Federal Republic of Germany as told by Fehler Kuti und die Polizei“
    Münchner Kammerspiele, Arbeit als Dramaturg*in

    2019-2020: Diesen Mangel nehmen wir persönlich #1-#3
    Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden; LOFFT – Das Theater, Leipzig, Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig. Arbeit als Künstlerische Leitung und driver

    Seit 2017: Initiative für Solidarität am Theater

    Seit 2011: szenische Projekte als Autor*in/ Performer*in mit dem Theaterkollektiv DIE SOZIALE FIKTION

     

  • Während des Studiums:

    Stipendiat*in des Minerva-Kollegs der Universität Hildesheim und der Gesellschaft für Polnische Studien (GFPS) studentische Mitarbeiter*in von Prof. Dr. Stefanie Diekmann
    Mitarbeit Tagung „Making Of – Beobachtung und Inszenierung ästhetischer Produktionsprozesse“ (Internationale Konferenz des Herder Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung)
    Leitung: Prof. Dr. Stefanie Diekmann, Prof. Dr. Stefan Krankenhagen

Theatre Pedagogy and the Development of Environmental Awareness: A Comparative Study of Projects in Germany and Togo

Gado Kolani

Promovend an der Universität der Künste Berlin

  • In an era marked by increasing disconnection between young people and nature, this doctoral research examines how theatre pedagogy can foster enduring environmental awareness. Moving beyond purely cognitive approaches, the study investigates performative practices that engage the body, emotions, and senses to promote attitudinal and ethical transformations in human–nature relations. It conducts a comparative analysis of theatre-based environmental education projects in Germany and Togo, two culturally, educationally, and ecologically distinct contexts.

    Theoretically grounded in relational materialism and contemporary Anthropocene discourse (Dürbeck, Chakrabarty, Moore, Horn & Bergthaller), the research frames environmental degradation as a systemic disruption of interdependent human–planetary relations (Chakrabarty, Haraway, Horn & Bergthaller). It employs a qualitative, arts-based, and ethnographically informed methodology (Descola, Pinkert), combining participant observation, semi-structured interviews, focus groups, and document analysis. A central case study is the Tingban-paab harvest ritual of the Moba people in northern Togo, examined as an embodied form of performative pedagogy that transmits ecological interdependence and intergenerational responsibility.

    The study develops the Embodied Eco-Empathy Framework (EEEF), which integrates key concepts from German theatre pedagogy (Wolfgang Nickel, Pinkert), environmental education, and intercultural/decolonial perspectives. This framework evaluates multidimensional impacts—aesthetic, cognitive, emotional, social, and political—and facilitates rigorous cross-cultural comparison. Expected outcomes include a detailed empirical mapping of Togolese practices, refined analytical categories for the subsequent German phase, and practical insights for culturally responsive sustainability education.
    The dissertation contributes to theatre pedagogy, environmental education, and intercultural studies by bridging institutional and indigenous performative traditions, thereby advancing a critical understanding of performative learning in the Anthropocene.

  • Gado KOLANI Doctoral Candidate, Universität der Künste Berlin (UdK) – Faculty of Performing Arts

    Education
    • Master’s degree in Theatre and Education, University of Lomé, Togo (2020–2022)
    • Bachelor’s degree in English, University of Lomé, Togo (2016–2020)
    • Diploma of Divinity, Christian Leaders Institute, Michigan, USA (2021–2023)
     

    Professional Experience
    • Theatre Training & Pedagogy (since 2020, University of Lomé): Delegate of the Master’s programme; seminar participant on theatre pedagogy in Germany (Rostock); organiser and director of rehearsals; comedian; public speaker; cultural event animator; project writing and funding applications.
    • Educational Psychology Training & Internship (2019–2020, Idéal Carrefour de Développement, Lomé): General and special psychology, child/adolescent psychology, pedagogy, teacher ethics.
    • English Teacher in private schools, Togo.

    Key Skills
    Theatre pedagogy, project design and facilitation, public speaking, team coordination, intercultural mediation, Microsoft Office suite, quick note-taking, and conflict resolution.

  • Quelle: Mèwèkouwè Pali

    Email: kolanigado@gmail.com
    WhatsApp / Phone: +228 98 18 86 80
    Current location: Lomé, Togo

Nicht-menschliche MITSPIELER* im freien Theater Performative Mensch-Natur-Verhältnisse aus dekolonialer Perspektive im Anthropozän

Laia Ribera Cañénguez

Promovendin der Universität der Künste Berlin

  • Die Dissertation untersucht, wie performative Theaterarbeit mit Materialien und Objekten
    – sei es in Inszenierungen oder in Theaterworkshops – zu einem veränderten Verständnis von
    Subjekt und Welt aus einer dekolonialen Perspektive im Anthropozän beitragen kann. Ziel ist
    die Untersuchung von Inszenierungen, in denen Materialien und/oder Objekte eine wichtige
    Rolle spielen, aus Performer*innen- und Zuschauer*innenperspektive. Dabei soll
    herausgearbeitet werden, welche performativen Strategien sowie welche Wahrnehmungen,
    Haltungen oder emotionalen Zustände alternative Formen der Beziehung und der Situierung
    ermöglichen -– sowohl aus Sicht der Performer*innen als auch der Zuschauer*innen. Meine
    These ist, dass in einer veränderten Theaterpraxis auch veränderte Subjekt-Welt-Verhältnisse
    erprobt und erfahrbar werden.

    Die Dissertation möchte einen Beitrag leisten, um das Zusammenspiel von Menschen und
    Materialien/Objekten im Theater neu zu denken – als situiertes und relationales Gefüge mit
    künstlerischen, pädagogischen und philosophischen Dimensionen. Die Arbeit versteht sich
    als Beitrag zu einer machtkritischen, intersektionalen und dekolonialen Wissensproduktion im
    performativen Feld.

  • AKADEMISCHE AUSBILDUNG
    2015 - 2018 M.A. Theaterpädagogik an der Universität der Künste (UdK) Berlin

    2009 - 2011 Master in Gender und Entwicklung an der Universidad de Barcelona (UB). Spanien

    2006 - 2008 II. Abschnitt in Übersetzung und Dolmetschen. Universidad Autónoma de Barcelona (UAB). Spanien. Spezialisierung: Drei Fremdsprachen, Deutsch, Englisch, Portugiesisch.

    2003 - 2006 Theaterstudium an der Schule Estudis de Teatre (Lecoq Methode. Physical Theater). Barcelona, Spanien.

    2001 - 2003 I. Abschnitt in Übersetzung und Dolmetschen. Universidad Autónoma de Barcelona (UAB). Spanien

    1992 - 2000 Oberstufe und akademisches Abitur (BUP y COU) in der Deutschen Schule in El Salvador.

    1988 - 1992 Grundstufe in der Marienschule, Bonn, Deutschland.

  • 2025
    Konzept, Text und Performerin „Zea Mays“ (Stückentwicklung). Geplante Premiere: 4.
    Dezember 2025. Schaubude Berlin. Einzelprojektförderung Senatsverwaltung Berlin.

    Außenblick „KAKAO“ (Kinderstück). Wiederaufnahme: 28. Juni 2025. Mousonturm,
    Frankfurt am Main. Fonds Darstellende Künste.

    2024
    Tour in Taiwan – Performing Arts Festival – Stück „Kaffee mit Zucker?“

    Konzept, Text und Performerin „Warm wie die Kohle“ (Performative Installation).
    Premiere: 6. November 2024. Festival Theater der Dinge. Schaubude Berlin.
    https://www.kmzkollektiv.com/warm-wie-die-kohle 

    Außenblick „KAKAO“ (Kinderstück). Premiere: 8. Mai 2024. Jahrhunderthalle Bochum,
    Festival FIDENA. https://www.kmzkollektiv.com/kakao 

    Tour „Fünf Exponate“ in Deutschland, Schweiz und Österreich.
    https://www.kmzkollektiv.com/spielplan 

    2023
    Konzept, Text und Performerin „Fünf Exponate“ (Stückentwicklung). Premiere: 16. Februar 2023. Schaubude Berlin. Einzelprojektförderung Senatsverwaltung Berlin.
    https://www.kmzkollektiv.com/fuenf-exponate 

    2022
    Tour in Mexiko mit „Talking Back“ und „Kaffee mit Zucker?“. Teatro Galeon, Centro
    Cultural del Bosque & ENAT (Theater Hochschule)

    Tour „Kaffee mit Zucker?“ in Deutschland, Schweiz und Österreich.
    https://www.kmzkollektiv.com/spielplan 

    2021
    Konzept, Text und Performerin „Kaffee mit Zucker?“ (Stückentwicklung). Premiere: 24.
    Juni 2021. Schaubude Berlin. Einzelprojektförderung Senatsverwaltung Berlin.

    Künstlerische und Dramaturgische Mitarbeit bei Performancekollektiv She She Pop. Stücke
    “Dance me” (2022); HEXPLOITATION (2020); KANON (2019); ORATORIUM (2018). Hebbel
    Am Ufer, Berlin

    2020
    Konzept, Text und Performance „WAX-en” (Stückentwicklung). Zusammenarbeit mit
    Figurentheaterspieler Rafi Martin. Premiere: 7.02.2020. Landesmuseum Stuttgart.
    IMAGINALE Internationales Theaterfestival Animierter Formen. Stuttgart

    2019
    Aufführungen “Alquimia” in El Salvador und Guatemala: Teatro Nacional, Centro Cultural
    de España, Agencia de Cooperación Española en Antigua. Zusammenarbeit mit
    Figurentheaterspieler Rafi Martin.

    2018
    Autorin und Performerin „QUERENCIAS“ (Theaterstück). Koproduktion von Producciones
    Madrija (El Salvador) und Teatro Malayerba (Ecuador). Premiere: 2. August 2018. Espacio
    Muégano Teatro, Ecuador. Gastspiele in El Salvador (Teatro Nacional, Teatro Luis Poma) und
    Guatemala (Centro Cultural de España).

    2015
    Regiehospitanz bei Eugenio Barba (Odin Teatret, Dänemark). Projekt „Collective Mind“.
    Grotowsky Institut. Wroclaw, Polen.

    2014
    Konzept, Text und Performance „DISIDENCIAS“ (Kollektive Stückentwicklung).
    Performancekollektiv Colectiva Siluetas. Premiere: 21.11.2014 Teatro CineLux. Guatemala.
    Gastspiele in El Salvador, Nicaragua und Honduras.

    2012
    Konzept und Performance „SHHH“ ((Performative Installation). Theaterkollektiv Teatro del
    Azoro. Premiere 30.09.2012. La Casa Tomada, El Salvador.

    2011
    Konzept, Text und Performance „AFUERA“ (Kollektive Stückentwicklung)..
    Performancekollektiv Colectiva Siluetas. Premiere: Nov. 2011. Teatro Bellas Artes
    Guatemala. Gastspiele in Kolumbien, Mexiko, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und
    Honduras.

    Konzept, Text und Performance „PartIDAS” (Kollektive Stückentwicklung). Kollektive Arbeit
    Teatro del Azoro. Premiere: 8.09.2011. La Luna Casa y Arte, El Salvador.

  • Seit 2023
    Dozentin im Studiengang Master Theaterpädagogik.
    Wissenschaftliche Mitarbeit.
    Workshop „Kaffee mit Zucker? Materialtheater und koloniale Kontinuitäten” in
    verschiedenen Festivals und Veranstaltungen in Deutschland, Schweiz, Österreich, Mexiko
    und Taiwan.

    2022
    Workshop und Impulsvortrag „Borderlands” bei der Herbstakademie »Die Ich-Funktion in
    der Theorie und das Schreiben aus (m)einem Körper«. Züricher Hochschule der Künste.

    2021
    Lehrauftrag am Institut für Kunst (UdK). Studiengang “Zeitbezogene Medien und
    Performance”. Professorin Mathilde ter Heijne. Kurs “Vom Konzept zur Aufführung”. (SoSe
    2021)

    2019
    Spielleitung „Queer & Quer” (Stückentwicklung). akademie der autodidakten. Premiere:
    01.11.2019. Ballhaus Naunynstrasse. Berlin

    2018
    Wiederaufnahme “Eine Geschichte von Vielen”. akademie der autodidakten. Ballhaus
    Naunynstrasse. Berlin

    2017
    Spielleitung “Eine Geschichte von Vielen” (Stückentwicklung). Premiere 18.12.2017.
    akademie der autodidakten. Ballhaus Naunynstrasse. Berlin

    •  „Fünf Exponate. Eine dekoloniale Perspektive auf Wissen, Macht und Subjekt“. In Zeitschrift für Theaterpädagogik Korrespondenzen. Heft 85, 2024
    • „Outside and Onstage: experiences of the lesbian feminist theater collective Teatro Siluetas from Guatemala y El Salvador”, in: “The Global Trajectories of Queernes”, Tellis, A.; Sruti, Bala. Niederlande, 2015.
    • Grünschnabel Preis -“Kaffee mit Zucker?”. Baden/Schweiz.
    •  Fritz-Wortelmann Preis 2021 - “Kaffee mit Zucker?”. FIDENA/Bochum.
    • Stipendium Heinrich Böll Stiftung (2015-2018)
    • Artist in Residence bei Programm Ervaar Daar Hier Theater. Niederlande. Juni 2014. Hivos, Prince Claus Fund, Doen Foundation and the Performing Arts Fund NL (FPK).

Spoken Word | Spoken Bodies: eine Analyse trans und nicht-binärer Performance Poetry

Jayrôme C. Robinet

Promovend der Universität der Künste Berlin

  • Die Dissertation untersucht trans und nicht-binäre Performance Poetry als multimodale ästhetische Praxis, in der Bedeutung im Zusammenspiel von Sprache, Stimme, Körper und Publikum entsteht. Hierbei werden drei zentrale Parameter herausgearbeitet: Transfer, Subversion und Empowerment. Der Parameter Transfer beschreibt Prozesse der affektiven, körperlichen und kognitiven Vermittlung und Rekonstruktion von Wissen im Vollzug der Performance. Im Fokus steht die Frage, wie unterschiedliche Wahrnehmungs- und Bewusstseinsebenen zu einem kohärenten Wissen verdichtet werden. Subversion wird als ästhetisch-performative Praxis verstanden, die mittels verbaler, paraverbaler und nonverbaler Sprache hegemoniale Ordnungen von innen heraus irritiert, resignifiziert und affektiv verschiebt. Der Parameter Empowerment richtet den Blick auf individuelle und kollektive Prozesse der Ermächtigung auf Mikro-, Meso- und Makroebene. Untersucht wird dabei, unter welchen ästhetischen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen Resonanz und Teilhabe entstehen können und wo zugleich ihre Grenzen sichtbar werden. Methodisch verbindet die Arbeit Aufführungs- und Performanceanalysen, Textanalysen im Close Reading, ein hermeneutisches Verfahren, das auf Eve Kosofsky Sedgwicks Konzept der „Weak Theory” basiert, sowie autoethnografische Ansätze. Damit leistet die Dissertation einen Beitrag zur Analyse von Performance Poetry sowie zur Untersuchung der Beziehungen zwischen Performance, Wissen und Öffentlichkeit.

  • Jayrôme C. Robinet ist Schriftsteller, Übersetzer und Spoken-Word-Künstler. Zuletzt erschienen Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund (Hanser Berlin, 2019) sowie der Roman Sonne in Scherben (Hanser Berlin, 2024). Er schreibt die Kolumne »Das Letzte« für die Siegessäule.

    Robinet studierte Übersetzen für die Sprachen Deutsch und Spanisch an der École d’Interprètes Internationaux der Universität Mons sowie spanische Literatur und Kunst an der Universität Granada. 2016 schloss er den Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Schreiben an der Alice Salomon Hochschule Berlin mit der Masterarbeit Queere Geschichten brauchen Flügel … und ein Mikrofon. Planung und Durchführung von Spoken-Word-Workshops in queeren Kontexten ab.

    Anschließend Lehraufträge in Berlin, Darmstadt und Konstanz. Von 2019 bis 2021 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg Das Wissen der Künste an der Universität der Künste Berlin. Robinet ist Gründungsmitglied des PEN Berlin und leitet seit 2023 dessen Geschäftsstelle. 

  • Poesie-Auftritte im Haus der Berliner Festspiele, HAU1, Maxim Gorki Theater / Studio Я, Pergamon Museum, Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Südblock, Bibliothèque Nationale de France, SO36, Tschechisches Zentrum Berlin, Grand Palais (Paris) u.a.

  • SS 18; WS 18/19; SS 19: Kultur-Ästhetik-Medien: Kreatives Schreiben, Alice Salomon Hochschule Berlin

    SS 16: Schreibworkshop für  Trans*Menschen, Alice Salomon Hochschule Berlin

    WS 15/16: Geschlechtersensibles Schreiben für Studierende der Childhood Studies, Evangelische Hochschule Darmstadt

    WS 15/16: Vom Deutschen ins Deutsche - Präsentieren und Schreiben im übertragenen Sinne, Universität Konstanz

     

  • Werke

    • Sonne in Scherben. Hanser Berlin, 2024. 
    • Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund. Hanser Berlin,  2019. 
    • Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht. Berlin: w_orten & meer, 2015. 
    • Faut-il croire les mimes sur parole? Au Diable Vauvert, 2007.
    • Vous avez le droit d’être de mauvaise humeur, mais prévenez les autres! Au Diable Vauvert, 2005. 

     

    Aufsätze

    • „Gender and Queer Studies“ (2025). In: Benthien, Claudia / Keylin, Vadim / Wehmeier, Henrik (Hg.): Poetry in the Digital Age: An Interdisciplinary Handbook. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 289-299.
    • „Die Pflanze, die ich also bin“ (2025). In: Bairlein, Josef / Goeth, Maria / Gronau, Barbara / Leitgeb-Busche, Antonia / Werger, Susanna (Hg.): Challenge(d) Bodies. Herausfordernde und herausgeforderte Körper in der zeitgenössischen Kunst. Berlin: Theater der Zeit S. 57-64.
    • „‚Erdbeermarmeladen-Queen-Saga‘ alias ‚Das queere Leben der Anagramme‘“ (2022). In: Martin Bartelmus / Alexander Nebrig (Hrsg.): Schriftlichkeit. Aktivität, Agentialität und Aktanten der Schrift. Transcript, Bielefeld, S. 103–125.
    • „Lecken, lecken. Queerer Spoken Word in West-Berlin der 1970er und 1980er Jahre“ (2022). In: Jenny Schrödl / Eike Wittrock (Hg.): Theater* in queerem Alltag und Aktivismus der 1970er und 1980er Jahre, Neofelis Verlag, Berlin, S.161-189.
    • „Geniale Geneal(l)ogie: meine Spoken-Word-Vorfahr*innen“. In: Heinz-Jürgen Voß (Hg.): Westberlin – ein sexuelles Porträt. Psychosozial-Verlag, Gießen 2021, S. 187–204.
    • „Poetry Slam-Workshop für LSB/T*I*“. In: Kirsten Alers (Hg.): Schreiben wir! Eine Schreibgruppenpädagogik. Schneider Hohengehren, Baltmannsweiler 2016, S. 133–137.
    • Wie eine Rose, die aus dem Riss im Beton erwächst – Empowerment von LSBT*I* Geflüchteten durch Beratung und Unterstützung. Eine Handreichung für Beratungsstellen. Schwulenberatung Berlin 2016.

     

    Literarische Beiträge 

    • „Tage zählen“. In: Delfi. Magazin für neue Literatur, hrsg. von Fatma Aydemir u. a., H. 4. Ullstein, Berlin 2025. 
    • „Fasten your seatbelt". In: Tanja Raich (Hrsg.): Frei sein. Das Ringen um unseren höchsten Wert. Kein & Aber, Zürich 2024, S. 191–212.
    • „Krieger oder Loser". In: Donat Blum / Valentin Moritz (Hrsg.): Oh Boy. Männlichkeit*en heute. Kanon Verlag, Berlin 2023, S. 41–53.
    • „Keine Frage!" In: Charlotte Gneuß / Laura Weber (Hrsg.): Glückwunsch. 15 Erzählungen über Abtreibung, Carl Hanser Verlag, München 2023, S. 181–195.
    • „Blume ohne Stiel". In: die horen, H. 285, Wallstein Verlag, Göttingen 2022, S. 204–208.
    • „Prends ces mains“, „Aujourd’hui“, „Grains de riz“. In: Félix Jousserand (Hrsg.): Blah! Une anthologie du Slam. Florent Massot, Paris 2007, S. 105–115
    • „Ästhetiken und Politiken von trans und nicht-binären Poetry Performances“. Tagung: Trans* Studies in Deutschland – Wo stehen wir und wo wollen wir hin? 14. - 15.10.2022
    • „Die Pflanze, die ich also bin“. Keynote. Queeres Theaterfestival, Schauspiel Dortmund, 24.06.2021. 
    • „Selbst_Ermächtigung durch Performance Poetry in queeren Kontexten“. Universität Luxemburg, Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität. 12.11.2019, 
    • „Genre trouble. Trans memoirs as queer archives“. Konferenz: Queering Memory. Archives, Arts, Audiences, Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Haus der Kulturen der Welt, 27. – 29.06.2019 
    • „Queer empowerment through performance poetry“. Konferenz: Gayness In Queer Times. University of Brighton, UK, 13. und 14.06.2019 
    • „What if we had self-determination about our own gender“. TEDx Talk: Universität Bochum, 04.05.2019 
    • 2023: Nominierung für den Ingeborg-Bachmann-Preis
    • 2023: Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds
    • 2022: Forschungsstipendium der Universität der Künste Berlin
    • 2021: Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds
    • 2020: Arbeitsstipendium für deutschsprachige Literatur des Berliner Senats
    • 2012: Aufenthaltsstipendium an der Villa Decius in Krakau
  • Prof. Dr. Barbara Gronau