Workshops & Veranstaltungen Wintersemester 25/26

Liebe Mitglieder der UdK Berlin,

mit dem Beginn des Wintersemesters laden wir Sie herzlich ein, an einer vielfältigen Reihe von Workshops und Veranstaltungen zu den Themen Antidiskriminierung, Empowerment und Diversität teilzunehmen.

Das Programm umfasst Workshops zu Rassismuskritik, Trauma und Retraumatisierung im Umgang mit Studierenden mit Flucht- oder Migrationserfahrung, Umgang mit der extremen Rechten, sowie zu Audismus, Ableismus und Kritischem Weißsein.

Darüber hinaus möchten wir auf die Studien- und Stipendienmesse Blackademia hinweisen, die in Kooperation mit EOTO e.V. und der Black Student Union organisiert wird und Schwarzen, afrikanischen und afrodiasporischen Studierenden eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung bietet.

Schließlich laden wir Sie zur Tagung „Institutional (Self-)Critique: On Art, Teaching, and Caring in Times of Urgency“, die sich mit Verantwortung, Erinnerung und Fürsorge in Kunst und Lehre in Zeiten gesellschaftlicher Krisen beschäftigt. Wir haben Gäste aus unterschiedlichen Kontexten eingeladen, die diese Fragen in ihrer Arbeit und Forschung behandeln.

Die Veranstaltungen bieten Raum für Reflexion und gemeinsames Lernen, um diskriminierungskritische Perspektiven an der UdK Berlin weiter zu stärken.

Wenn nicht anders angegeben, sind die Workshops und Veranstaltungen sowohl für Studierende als auch für Beschäftigte der UdK Berlin offen.

Die Teilnahme an den Workshops ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind – eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen.

Anmeldung per E-Mail an: antidis_ @udk-berlin.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!  

Workshops zu Antidiskriminierung und Empowerment

Rassismus und Rassismuskritik im Theaterkontext  für den Studiengang Schauspiel
Datum und Ort:
22.Oktober , 10:00-17:00  | R. 529 Einsteinufer, 43-53 10587 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen?:  Dieser Workshop richtet sich an interesierte Studierende und Beschäftigte des Studiengangs Schauspiel.
Sprache: Deutsche Lautsprache.

Workshopleitung:  Leyla Ercan M.A. Anglistik/Amerikanistik, Germanistik undSozialpsychologie) ist als Kulturmanagerin und -beraterin, Referentin und Lehrbeauftragte tätig. Ihre Schwerpunktthemen sind: Öffnungs- und Changeprozesse, Diversitätsentwicklung, Inklusion, Kritische Kulturelle Praktiken in Kultureinrichtungen, Menschenrechts- und Demokratiebildung, Empowerment für Women of Color. Zuletzt war sie am Niedersächsischen Staatstheater Hannover für die Diversitätsentwicklung in Programm, Publikum, Personal zuständig.

Sensibilisierung zu Trauma und Retraumatisierung im Umgang mit Studierenden mit Flucht- oder Migrationserfahrung
Datum und Ort: 06.November, 12:00 - 15:00 Uhr | R. 411, Einsteinufer 43-53 10587 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Beschäftigte der UdK Berlin. Sollten noch Plätze frei sein, können diese an interessierte Studierende vergeben werden.
Sprache: Deutsche Lautsprache.

Inhalt: Der Workshop soll Personen erreichen, die im universitären Kontext mit Studierenden mit Migrations- und Fluchterfahrungen arbeiten. Inhaltlich gehen wir auf theoretische Grundlagen, Definitionen und die Differenzierung zwischen Trauma und grundsätzlichen Herausforderungen der Studierenden ein, besprechen die Bedarfe der Teilnehmenden. Zudem stellen wir Ressourcen zum diversitätssensiblen Umgang und Fallbeispiele zur praktischen Umsetzung und Reflexion bereit.

Workshopleitung: Ritva Grießig (M.Sc. Psychologin) und Julie Piesbergen (M.A. Psychologin).

Extreme Rechte erkennen und handeln
in Zusammenarbeit mit dem Personalentwicklung Büro
Datum und Ort: 10. November, 9:00-12:30 | R. 529 Einsteinufer, 43-53 10587 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Beschäftigte der UdK Berlin.
Sprache: Deutsche Lautsprache.

Inhalt:  Der Workshop wird sich mit folgenden Inhalten im Kontext von „Extreme Rechte“auseinandersetzen:

  • Überblick über rechtsextreme und nationalsozialistische Symbole, Zeichen und Codes
  • Einschätzung: Wann ist ein Symbol strafrechtlich relevant?
  • Strategien für sicheres und situationsangemessenes Handeln
  • Austausch über Erfahrungen und Praxisbeispiele

Workshopleitung:  Kribi Kollektiv Kribi ist ein Kollektiv für politische und kulturelle Bildung aus Berlin. Es besteht aus Pädagoginnen, Künstlerinnen, Politikwissenschaftlerinnen und Soziologinnen, die über langjährige Erfahrungen in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung sowie in verschiedenen Initiativen und sozialen Bewegungen verfügen. Das Kollektiv arbeitet diversitäts- und vorurteilsbewusst und setzt auf altersgerechte Methoden und Konzepte. Für diesen Workshop freuen uns auf Ihre Anmeldungen, die Sie bitte bis zum 04.11.25 nach vorheriger Absprache mit den Vorgesetzten an weiterbildung-zuv_ @intra.udk-berlin.de richten. Eine Anmeldebestätigung wird nach dem Anmeldeschluss versandt werden

 

Kritisches Weißsein
Datum und Ort: 21.Januar 16:00 - 20:00 Uhr | R. 340 Bundesallee 1-12 10719 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an interessierte Studierende und Beschäftigte der UdK Berlin. Ausschließlich für weiße Menschen (ohne eigene Rassismuserfahrungen), die sich bewusst mit ihrer eigenen Macht-Positionierung als weiße Personen auseinandersetzen möchten.
Sprache: Deutsche Lautsprache.

Inhalt:  Für weiße Menschen erscheint Weißsein undZugehörigkeit zur Mehrheit als „normal“ und nicht besonders relevant, es wird in der Regelnicht benannt. Gleichzeitig haben weiße Menschen durch Rassismus zahlreiche Vorteile undtragen rassistische Strukturen mit – auch ohne dies zu wollen.Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Übungen und kurzen Inputs im Plenum und inKleingruppen mit folgenden Fragen:

  • Was ist Rassismus?
  • Welche Rolle spiele ich innerhalb einer Gesellschaft, die von Rassismus geprägt ist?
  • Was sind weiße Privilegien und welche weißen Privilegien habe ich?
  • Wie kann ich als weiße Person mein rassistisches Denken und Handeln besser erkennen und verlernen?

Workshopleitung Aşkın-Hayat Doğan (er/ihm) beschäftigt sich bei seiner Arbeit als Diversity- & Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader und Autor mit Feminismus, Islamfeindlichkeit, Queerness, Gender und Rassismus. Er setzt sich mit seinen Workshops für ein diskriminierungsreduzierteres Miteinander ein und ist der Host des monatlichen Twitchtalks »Diverser Lesen mit Ask«.

 

„Nicht nur barrierefrei, sondern machtkritisch“ – Reflexion und Handlungsspielräume zu Ableismus und Audismus
Datum und Ort:  28.Januar 10:00-13:00 Uhr | R. 340 Bundesallee 1-12 10719 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich.
Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an interesierte Studierende und Beschäftigte der UdK Berlin.
Sprache: Deutsche Laut- und Gebärdensprache

Inhalt:  Audismus bezeichnet die Diskriminierung T*tauber Menschen. Dieser liegt eine höhere Wertschätzung von Hören und Sprechen und eine Abwertung T*tauber Menschen als „defekt“ zugrunde. Viele Hörende haben die Vorstellung, dass ein Leben ohne Gehör minderwertig sei. Eine Folge davon ist die Diskriminierung von T*tauben Communities und Gebärdensprachen, die bis heute als weniger wert betrachtet und marginalisiert werden.
 Folgende Themen werden im Workshop behandelt:

  •  Machtkritische Einführung in Audismus, Ableismus und Linguizismus
  •  Reflexion für Mitarbeitende
  •  Strategien für macht- und diskriminierungskritische Lern- und
  •  Veränderungsprozesse innerhalb der UdK

Workshopleitung: Silvia Gegenfurtner (keine Pronomen) lebt und arbeitet in Berlin und positioniert sich als T*taub, queer und weiß. Silvia ist Sozialarbeiter*in mit einem Masterabschluss in Critical  Diversity and Community Studies. Silvias Arbeitsschwerpunkt liegt auf gesellschaftlichen Macht- und Ungleichheitsverhältnissen, die aus Perspektiven verschiedener marginalisierter Communities untersucht werden. Auf dieser Grundlage konzipiert und leitet Silvia Seminare für unterschiedliche Zielgruppen, die macht- und diskriminierungskritisch ausgerichtet sind.

Studien- und Stipendienmesse

Blackademia  – Die Schwarze Studien- und Stipendienmesse
In Zusammenarbeit mit EOTO e.V. und the Black Student Union.
Datum und Ort: 08.November 9:30 - 17:00 Uhr |  Hardenbergstraße 33 , 10623 Berlin
Zugänglichkeit: Der Raum ist für Rollstühle zugänglich. Vor Ort wird es eine Kinderbetreuung geben. 
Wer sollte teilnehmen? Die Messe richtet sich an Schwarze/ Afrikanische/ Afrodiasporische Studieninteressierte und Studierende in Berlin.
Sprache: Deutsche Laut- und Gebärdensprache; Englische geflüsterte Übersetzung.

Inhalt: Studierende und Interessierte afrikanischer und afrodiasporischer Herkunft haben die Möglichkeit mit verschiedenen Studienstiftungen ins Gespräch zu kommen, Antworten auf Fragen rund ums Studium, Finanzierung und Beruf zu finden und sich in Open Spaces über Studienorganisation, Bewerbungsverfahren als nicht-deutsche Studierende und vieles mehr auszutauschen. Kommt vorbei. Kommt ins Gespräch. Kommt in Vernetzung.

Anmeldung durch Eventbrite hier: https://eoto-archiv.de/neuigkeiten/kompad-blackademia-die-schwarze-studien-und-stipendienmesse-2025   

Tagung

Institutional (Self-)Critique On Art, Teaching, and Caring in Times of Urgency

Datum und Ort: 27.November von 13:30 16:00 bis 20:00, Medienhaus Aula, Grunewaldstraße 2-5, 10823 Berlin

Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an alle Interessierten nach Anmeldung unter: antidis@udk-berlin.de.

Zugänglichkeit: Der Veranstaltungsraum ist barrierearm zugänglich. Das Gebäude liegt nahe der U-Bahnstation Kleistpark (U7), mit Aufzug, und über zahlreiche Busse der Haltestelle Kleistpark erreichbar. Im Hinterhaus befindet sich ein barrierearm zugängliches all-gender WC. Der Schlüssel dafür ist an unserem Einlass erhältlich.
Teilen Sie uns gerne Ihre Zugangsbedürfnisse mit: antidis@udk-berlin.de

Sprache: Deutsche und Englische Lautsprache

Inhalt: Der Campus ist eine Fantasie und eine mediale Figur;so hat Samuel P. Catlin kürzlich den Zustand der US-amerikanischen Universitäten beschrieben. Auch Kunsthochschulen in Berlin lassen sich als Fantasien beschreiben. Sie beruhen auf Imaginationen von Kreativität, Gemeinschaft und Begabung. Zugleich sind Kunsthochschule zum medialen Schauplatz von Skandalen und Diffamierungen geworden, einer ständigen Überwachung von Innen und Außen ausgesetzt. Anstatt uns also die Kunsthochschule als losgelösten Ort vorzustellen, sollten wir sie vielmehr als einen betrachten, der seine Verflechtung mit der Welt anerkennt – als einen Ort, an dem Kunst nicht nur Leute verbindet, sondern an dem auch Fragen aufgeworfen werden, an dem interveniert und sich mit Konflikten auseinandergesetzt wird.
Was heißt es, in Zeiten der Dringlichkeit Kunst zu produzieren, zu lehren und Sorge zu tragen? Wie können wir kritisch über Massentötung, systematische Gewalt und die zunehmende Macht von Rechtsextremen nachdenken? Über Rassismus, Antisemitismus und die deutsche Erinnerungskultur? Verstehen wir, wie die Logik von Angst und Haß, von cancelling und Komplizenschaft funktioniert? Und auf welche Weise sind wir, an Kunsthochschulen, Teil dieser Logiken? Was hat die Institution versäumt zu tun? Welche Kritik, welche Selbstkritik müssen wir üben? Wie können wir wissenschaftliche und künstlerische Freiheit verteidigen – oder war es lediglich eine Fantasie, über diese Freiheit zu verfügen?
Wir haben Künstler*innen und Wissenschaftler*innen eingeladen, diese Fragen vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Erfahrungen in Kunst, Forschung und/oder institutioneller Arbeit zu diskutieren
Konzept und Organisation: Alejandra Nieves Camacho, Kathrin Peters, Lottie Sebes

Programme:


13:30 - 13:50
Welcome and Introduction


13:50 – 15:50
Workshop: In-/security – How and for whom? Vulnerabilities, anti-discrimination and political conflict in academic institutions in the aftermath of 10/7
Teresa Koloma Beck, Sociology / Helmut Schmidt University
Bundeswehr University Hamburg
Introduction and Moderation: Alejandra Nieves Camacho, UdK Berlin

15.50 – 16.15
Break


16:15 – 18:00
Panel 1:
Film and the Question of Memory
Nahed Awwad, Filmmaker and Curator
Art in Context, UdK Berlin


Preserving Memory Amid Erasure
Pary el-Qalqili, Writer and Filmmaker
Fellow Berliner Förderprogramm Künstlerische Forschung


Disobedient Memory
Aurélia Kalisky, Cultural Studies/Comparative Literature
Centre Marc Bloch Berlin

For a Cinema that Bears Witness


Introduction and Moderation: Kathrin Peters, UdK Berlin

18:00–18:30
Break

18:30–20:00
Panel 2:
Sound Perspectives
Pedro Oliveira, Artist and Researcher
Sound Studies and Sonic Arts, UdK Berlin


Exercises in "Postura"
Eran Schaerf, Artist and Writer


Student Strike and Amateur Reading
Introduction and Moderation: Lottie Sebes, UdK Berlin

 

Sonderveranstaltung

Diversität in Gefahr. Zur Wirkung von Kürzungen an Berliner Hochschulen
Datum und Ort: 19. Januar von 16:00 bis 18:00, Konzertsaal der UdK Berlin, Hardenbergstr. / Ecke Fasanenstraße, 10623 Berlin 
Wer sollte teilnehmen? Dieser Workshop richtet sich an interesierte Beschäftigte der Berliner Hochschulen.
Zugänglichkeit: Der Veranstaltungsraum ist barrierearm zugänglich. Das Foyer im 1.OG ist NUR über den Altbau Vordereingang Fasanenstraße 1B mit Treppenlift erschlossen. Weitere Infos unter Barrierefreiheit der UdK-Gebäude.
Teilen Sie uns gerne Ihre Zugangsbedürfnisse mit: antidis_ @udk-berlin.de
Sprache: Deutsche Lautsprache (Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht.)

Inhalt: Mitten in Zeiten von Demokratiegefährdung und gesellschaftlicher Polarisierung wird an den Hochschulen gespart. Die Sparziele treffen besonders marginalisierte Gruppen und bedrohen die Entwicklungen in den Bereichen Diversität und Vielfalt. Inmitten dieses Wandels stellen sich mit zunehmender Dringlichkeit immer mehr Fragen!
Wie kann unter diesen Bedingungen Chancengerechtigkeit gesichert und weiter vorangebracht werden? Wie können Indikatoren zu Diversität, Antidiskriminierung und Gleichstellung bei den Kürzungen berücksichtigt werden? Wie kann Vielfalt als Kernaufgabe einer Hochschule verstanden werden?

Programme: 

Grußworte: Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident & Dr. Melanie Waldheim, Vorsitzende Kommission für Chancengleichheit / Universität der Künste Berlin
Panel: Melanie Bittner, Moderation
Nina Lawrenz, Frauen*- und Gleichstellungsbeauftragte / Alice Salomon Hochschule Berlin
Dr. Carolin Loysa, Beauftragte für Diversität und Antidiskriminierung / Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Dörte Busch, Beauftragte für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen / Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Alejandra Nieves Camacho, Beauftragte für Diversität und Antidiskriminierung / Universität der Künste Berlin
Nina Hackmann, Antidiskriminierungsreferentin an der Fakultät für Geistes- und Bildungswissenschaften & Barış Ünal, Flüchtlingsbeauftragter / Technische Universität Berlin


Veranstalter:
Universität der Künste Berlin in Zusammenarbeit mit Alice Salomon Hochschule Berlin / Freie Universität Berlin / Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin / Technische Universität Berlin