Leitbild
Leitbild des Julius-Stern-Instituts der Universität der Künste Berlin
Die Förderung der Talente junger Menschen ist für eine Gesellschaft aus kulturellen, sozialen und ökonomischen Gründen essenziell.
Das Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche zu erkennen und ihnen eine umfassende künstlerische Ausbildung auf höchstem Niveau zu ermöglichen.
Leitlinien des Instituts sind individuelle künstlerische Exzellenz, die Pflege von Gemeinschaft bei höchsten musikalischen Ansprüchen sowie die Verbindung von Universalität und Ausdifferenzierung von Bildung. Zentrale Werte sind darüber hinaus individuelle Verantwortung im künstlerischen Prozess, Freiraum für Innovation sowie kulturelle und künstlerische Vielfalt.
Seine Ausbildungsstruktur orientiert sich an zukunftsweisenden Entwicklungszielen und berücksichtigt die besonderen Phasen des künstlerischen Schaffens musikalisch hochbegabter Kinder und Jugendlicher.
Ziel ist es, eine neue Generation von Musiker*innen zu prägen, die technisch souverän ist, zugleich tief im kulturellen und historischen Kontext ihrer Kunst verwurzelt bleibt und aus eigener Kreativität heraus authentische, innovative und relevante Beiträge für unsere Kulturlandschaft leisten kann.
Als Teil der Fakultät Musik bekennt sich das Julius-Stern-Institut ausdrücklich zum Code of Conduct der Universität der Künste Berlin (https://www.udk-berlin.de/startseite/news/verhaltenskodex-code-of-conduct-der-udk-berlin/) und ist sich seiner besonderen Verantwortung Kindern und Jugendlichen gegenüber bewusst.
International vernetzt und zugleich lokal fest verankert, versteht sich das Institut als aktiver Teil der Berliner Stadtgesellschaft und gestaltet positiven gesellschaftlichen Wandel mit.
Die Geschichte des Instituts, von der Gründung als Stern´sches Konservatorium im Jahr 1850 über seine Bedeutung als jüdisch geprägte Institution europäischer Musikbildung, bin hin zur Enteignung durch Zwangsverkauf im Jahr 1936, ist untrennbar mit der Geschichte Berlins verbunden. Die spätere Integration der verbliebenen Institution in die Hochschule der Künste Berlin, die 2001 in Universität der Künste Berlin umbenannt wurde, markiert die Fortführung dieses Erbes. Diese Geschichte wirkt bis heute fort - im Selbstverständnis des Instituts als Ort höchster künstlerischer Qualität, gesellschaftlicher Offenheit und historischer Verantwortung.