GWK x Komposition: Komponieren als Beruf – Kommunizieren als Beruf

GWK x Komposition: Komponieren als Beruf – Kommunizieren als Beruf
GWK & Komposition & Visuelle Kommunikation
Irene Kletschke & Saemi Jeong & Jonathan Lauwers & Brigitte Weingart
Anmeldung bis 19.4.2026 an: contact_ @klangzeitort.de.

About
Im Rahmen des neuen transdisziplinären Studienformats INTER besteht für ca. 6 GWK-Master-Studierende und ca. 6 Kompositionsstudierende die Möglichkeit, sich an einem Kooperationsprojekt zu beteiligen.
Die Entwicklung und Ausprägung einer eigenen musikalischen Sprache und künstlerischen Persönlichkeit steht im Zentrum der Kompositionsausbildung. Doch wie lassen sich das eigene künstlerische Schaffen und Profil über die Kompositionen hinaus anderen vermitteln?
Kommunikation zu gestalten, lernen Studierende des Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Wie lassen sich ihre wissenschaftlichen und gestalterischen Perspektiven auf zeitgenössische Musik anwenden und in unterschiedlichen medialen Formaten umsetzen – wo doch auch Musik bereits eine Form der Kommunikation sein kann?
Im gemeinsamen Projektseminar tauschen sich Studierende der Studiengänge Komposition und Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation über die jeweiligen Formen und Formate aus und lernen die Perspektive des anderen Berufsfelds kennen. Anhand des gemeinsamen Themas Kommunikation / Vermittlung nehmen sie sich gegenseitig in die jeweiligen Berufs(um)felder mit (z.B. Proben, Konzerte, Klangspaziergänge, Festivals, Diskurse, Medien, Marketing), so dass sie in dieser fremden Disziplin zusätzliche Fachkenntnisse erwerben. Gemeinsam erarbeiten die Studierenden konkret Profile und Kommunikationsstrategien, z.B. für eine Uraufführung, für die Kompositionsstudierenden, für das Studierendenkonzert Zoom+Focus (19.7. + 14.2.), für das Festival MEHRLICHT!MUSIK (November 2026) oder für bestehende bzw. sich in Gründung befindende Ensembles. Die Ergebnisse können – auch zusammen mit Studierenden des Studiengangs Visuelle Kommunikation – erstellt, produziert und z.B. im Rahmen des Rundgangs oder bei Veranstaltungen von klangzeitort (siehe klangzeitort.de) gezeigt werden (z.B. Ausstellung, Release Party…). Möglich ist auch die Mitarbeit an einer zeitgleich entstehenden Publikation für junge Komponist:innen, Klangkünstler:innen und Performer:innen, die sie bei dem Übergang vom Studium ins freischaffende Berufsleben unterstützt.

Time & Dates
Dienstag, 21.4. 2026, 18-21 Uhr / Bundesallee 1-12, Raum 310
Dienstag, 28.4. 2026, 18-21 Uhr / Mierendorffstr. 28, Raum tba
Weitere Termine werden dann besprochen.

Credits
2 SWS, 4 oder 5 ECTS für Master

Dr. Irene Kletschke leitet als Geschäftsführende Koordinatorin klangzeitort, das gemeinsame Institut für Neue Musik der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Sie organisiert außerdem die Internationale Sommerakademie KlangKunstBühne, ein Weiterbildungsangebot der UdK Berlin, das sich an Kunstschaffende aller Disziplinen richtet.
Sie studierte Musik- und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und promovierte 2010 an der FU Berlin mit der Dissertation „Klangbilder. Walt Disneys Fantasia (1940)“. Seit 2006 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der UdK Berlin und gibt Seminare u. a. zu Musik und Film, Neuer Musik, Musiktheater, Landschaftskomposition sowie zum Projekt- und Kulturmanagement. 
2020/21 absolvierte sie am Weiterbildungszentrum der FU Berlin den Zertifikatslehrgang "Wissenschaftsmanagement". 2023/24 war sie Mitarbeiterin beim Pilotprojekt QuerKlang+. An der UdK Berlin ist sie außerdem Projektleiterin von "FEM*_MUSIC*_Kollektiv für Feminismus und Musik“, das gefördert wird durch das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit in Forschung und Lehre (BCP), der AG Frauenfördergelder der UdK Berlin und durch die Frauen und Gleichstellungsbeauftragte der UdK Berlin (Laufzeit: 1.4.2022 bis 31.3.2025).

Saemi Jeong, geboren 1992 in Suwon (Südkorea), lebt seit 2018 in Berlin. Nach ihrem Masterstudium in Komposition und Elektronischer Musik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin studiert sie derzeit Klavier im Studiengang Künstlerische und Pädagogische Ausbildung an der Universität der Künste Berlin.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit subjektiver und körperlich gebundener Wahrnehmung. Im Bereich elektronischer und räumlicher Musik strebt sie eine Praxis zu entwickeln, in der Komposition, klangliche Disposition, technische Realisation und performative Präsenz als ineinandergreifende Dimensionen eines künstlerischen Prozesses erscheinen. Prägend für ihre Arbeitsweise ist zudem die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen, exemplarisch mit der Choreografin Elvan Tekin (u. a. XÊR, 2024).
Sie arbeitete unter anderem mit ensemble mosaik, Ensemble Lachrymae, Ensemble Compas sowie im Rahmen des Kollektivs Unruhe, dessen Gründungsmitglied sie ist.
In Seoul initiierte sie die Konzertreihe Series of Combined Music, die sie u. a. im Ilshin Hall realisierte. Ihre Werke wurden beispielhaft bei der Klangwerkstatt Berlin, bei NODES an der Akademie der Künste Berlin, am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, in der Fabbrica del Vapore in Mailand sowie in der Elbphilharmonie Hamburg präsentiert. Für ihre Arbeit erhielt sie den Excellence Award beim ACL Korea Newcomer Concours (2020).

Prof. Dr. Brigitte Weingart ist seit 2020 als Professorin für Medientheorie am Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation an der UdK tätig.
Zuvor war sie Professorin für Medienkulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (2019-2020) und an der Universität zu Köln (2014-2019) sowie u.a. Alexander von Humboldt-Fellow an der Columbia University in New York. Von 2013-2022 hat sie in der in der Redaktion der Zeitschrift für Medienwissenschaft (ZfM) mitgearbeitet (Redaktionsleitung seit 2019). Derzeit leitet sie am Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste (SFB 1512) ein Teilprojekt zum Interventionspotential von Internet-Memes
Arbeitsschwerpunkte: Medienpraktiken der Aneignung, Diskurs- und Mediengeschichte der Ansteckung, Genealogie und Medienästhetik der Faszination, Celebrity Cultures.
Weitere Informationen und Publikationen: http://www.brigitte-weingart.de