Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig

„Verzeichnungen. Medien und konstitutive Ordnungen von Archivprozessen der Aufführungskünste“

Für Performance, Tanz und Choreografien ist charakteristisch, dass die Aufführungen im Moment passieren. Ist ein Stück nicht mehr live zu sehen, bleiben nur Aufzeichnungen, wie Film- und Fotoaufnahmen oder Beschreibungen. Sie werden heute vermehrt in Ausstellungen, Reenactments und Retrospektiven verwendet, um Vergangenes zurück ins Bewusstsein des Publikums zu bringen. Doch solcherlei Unternehmungen wurden selten erforscht – und auch ausreichende Bestandsaufnahmen existierten kaum.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Büscher von der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT) in Leipzig ging  Dr. Franz Anton Cramer vom Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) der Frage nach, wie wirksam (digitale) Medien eingesetzt werden um Bewegungen zu erfassen und welche Bedeutung Archivmaterial von Aufführungen, das zeit- und ortsunabhängig gesichtet werden kann, für die Geschichtsschreibung und Gedächtnisbildung hat. Das Forschungsprojekt trug den Titel „Verzeichnungen. Medien und konstitutive Ordnungen von Archivprozessen der Aufführungskünste“ und wurde von 2012 bis 2016 von der DFG gefördert.

Das HZT ist seit 2006 die Ausbildungsstätte für zeitgenössischen Tanz und Choreographie in Berlin. Das HZT wird getragen durch die UdK Berlin und die Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch“ (HfS) in Kooperation mit TanzRaumBerlin, einem Netzwerk der professionellen Tanzszene Berlins.

Die Forschungsergebnisse werden im E-Journal MAP präsentiert.

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