Steve C. E. Knoll
Meine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Installation und dokumentarischer Verdichtung. Ausgehend von diasporischer Erfahrung und einer Familiengeschichte kolonialer Verflechtungen untersuche ich, wie Erinnerung als Denk- und Ordnungsform Raum strukturiert. Im Zentrum steht die die Verschränkung individueller Biografie mit kollektiver Bildproduktion und kultureller Zuschreibung. In Auseinandersetzung mit westlichen und afrikanischen Theorie- und Bildtraditionen hinterfrage ich lineare Geschichtsnarrative und dominante Blickregime, ohne diese illustrativ zu bestätigen. Material verstehe ich dabei als Träger sedimentierter Erfahrung – als Schnittstelle von Archiv, Projektion und Gegenwart.