Peter Polack & Anna Engelhardt – Veranstaltungsreihe

Lars Pinkwart

Was bedeutet es, Verbrechen und ihre Aufklärung kritisch zu untersuchen? In dieser Ausgabe von Loops unterhalten wir uns mit Anna Engelhardt und Peter Polack über investigative Praktiken zwischen Kunst und Technologie und über die Rolle von algorithmischen und parametrischen Techniken bei der Rekonstruktion eines Verbrechens.

Anna Engelhardt ist das Pseudonym einer Videokünstlerin und Autorin. Ihre investigative Praxis folgt den Spuren materieller Gewalt, wobei sie sich auf das konzentriert, was man als den „Geist“ der Information bezeichnen könnte. Die toxischen Informationsumgebungen, mit denen sich Engelhardt beschäftigt, sind das Ergebnis von Strukturen der Besetzung und Enteignung. Sie wird über die Rolle einer investigativen Kunstpraxis in der Ära hochgradig mediatisierter Kriegsverbrechen nachdenken und überlegen, was es bedeutet, einen Tatort zu rekonstruieren, dessen Täter und Prozess bekannt sind.

Peter Polacks Forschungen und Kunstwerke befassen sich mit der Rolle politischer Imaginationen, Theorien und Fiktionen in der Auseinandersetzung mit polizeilichen und militärischen Informationssystemen. Er ist Forscher und Softwareentwickler bei Forensic Architecture in London und hat einen Doktortitel in Informationsstudien von der UCLA und einen MS in Computerwissenschaften vom Georgia Institute of Technology. Durch die Untersuchung moderner Polizeisoftware erörtert Polack, wie das Aufkommen algorithmischer und parametrischer Argumentationsweisen die Objektivität von Verbrechen noch dehnbarer macht und grundlegende Annahmen über Recht und Gerechtigkeit in Frage stellt.

https://www.newpractice.net/post/polack-engelhardt

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