Seegras als vernetztes Material – Workshop

Wie aus losem Strandgut eine tragende Form entstehen kann: ein Workshop mit Studio Liminal über Seegras, Küstenökologie und handwerkliche Verarbeitung.

Früher wurde Seegras an den Küsten selbstverständlich genutzt, etwa zum Dämmen, Polstern, Flechten oder als Dachmaterial. Heute wird es oft als Strandgut wahrgenommen oder übersehen.

Im Workshop untersucht ihr, wie sich das Material anfühlt, wie es sich verdrehen, flechten, wickeln und verbinden lässt. Mit einer Seildrehmaschine entstehen aus losen Seegrashalmen lange Stränge und Zöpfe. Die Technik ist angelehnt an traditionelle Seegrasverarbeitung und an die Seegrasdächer der dänischen Insel Læsø.

Aus den entstandenen Strängen entwickelt die Gruppe gemeinsam ein Sitzobjekt, das sich als Objekt zwischen Hocker und Materialprobe, Handwerk und Forschung, Strandgut und Ressource, Meer und Innenraum bewegt. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir mit Materialien umgehen, die aus lebendigen Ökosystemen stammen. Der Workshop lädt dazu ein, Seegras als vernetztes Material zu verstehen: als Verbindung zwischen Küstenökologie, Alltagsobjekt, Gestaltung und Verantwortung.

Dieser Workshop ist Teil der Kooperation von Forschenden des Berlin Open Lab mit dem Futurium Berlin.

Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Die Anmeldung ist kostenlos.

Workshopleitung:

Louis Bindernagel, Designforscher / UdK Berlin (Studio Liminal)

Laura Laipple, Designforscherin (Studio Liminal)

https://futurium.de/de/open-lab-abend/open-lab-abend-seegras-als-intelligentes-material/open-lab-abend-seegras-als-intelligentes-material

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