SpreeKlänge – Konzert
Elf internationale Komponist*innen haben neue Werke für besondere Orte am Charlottenburger Ufer der Spree komponiert. Das Publikum ist eingeladen, dem Sonnenuntergang entgegen von einer Aufführungsstation zur nächsten zu flanieren – „Spreeklänge“ feiern die längsten Abende des Jahres mit einem außergewöhnlichen musikalischen Spaziergang am Wasser.
Musik-Parcours
Der Musik-Parcours führt fünf Kilometer entlang der Spree durch verschiedene urbane Zonen des Bezirks Charlottenburg. Er passiert Wohngebiete, Parkanlagen, Kleingärten, Industrie und die Schleuse.
Elf internationale Komponist*innen wurden eingeladen, neue Werke für besondere Orte an Berlins größter Wasserader zu komponieren – als Resonanz auf den jeweiligen geografischen Ort und das urbane Umfeld sowie in Resonanz auf lokales und globales Wasser- und Multispecies-Wissen. Die „Spreeklänge“ lassen immersive Klangräume entstehen und greifen zugleich kritische Reflexionen auf wie Fragen nach der spirituellen Bedeutung von Wasser in indigenen Gemeinschaften und den Rechten und der Würde von Flüssen und nicht-menschlichen Lebewesen. Gespannt wird der akustische Raum von philippinischen Tropfsteinhöhlen über nur taktil zu erfassende Wasserklänge zu der Begegnung mit vielfältigen Fledermaus-Arten an der Faulen Spree. Es werden Utopien mit Sänger*innen auf Ruderbooten inszeniert, Feldnamen rezitiert oder ein Klangwald von Schüler*innen bespielt.
Die Aufführungen ereignen sich rund um den Fluss: am Uferweg, auf Booten auf dem Wasser oder auch auf der anderen Flussseite, unter Brücken oder auf offenen Flächen. Die einzelnen Kompositionen beziehen sich auf den jeweiligen Ort, verändern ihn und damit seine Wahrnehmung. Sie sind Interventionen in die alltägliche, normale Nutzung des öffentlichen Raums.
Jedes Werk hat sein spezifisches Format. Aus kleinen Konzerten, musiktheatralen Interventionen und Installationen, auch unter Einbeziehung von Communities und Schüler*innengruppen, bildet sich ein vielgestaltiges zeitgenössisches Klangpanorama für ein mobiles Publikum, das sich individuell mit offenen Sinnen von Station zu Station bewegen und den Klängen, dem Fluss und den Lebewesen zuhören kann.
Route
Rosengarten/Wintersteinstraße – Caprivibrücke – Schlossbrücke – Schlosspark Charlottenburg – S-Bahnbrücke Jungfernheide – Kleingartenkolonie – Wehr/Schleuse Charlottenburg – Rudolf-Wissell-Brücke A 100 – Alte Siemensbahn/Fürstenbrunner Graben – Kleingartenkolonie – Industriegelände – renaturierte Altarme – Rohrdammbrücke – Kleingartenkolonie
Komponist*innen
Peter Ablinger, Cathy van Eck, Em'kal Eyongakpa, Stephan Froleyks, Carlos Gutiérrez & Tatiana López, Susie Ibarra, Liza Lim, Kate Milligan, Trond Reinholdtsen, Annette Schmucki, Kristine Tjøgersen
Interpret*innen
ELISION Ensemble, Die Maulwerker / Fernanda Farah, Karin Hellqvist / Jennifer Torrence / Evelina Dembacke / Ellen Jerstad / Lars A. Skoglund, Christian Kesten, Jake Landau / Bilawa Ade Respati, Projekt Selbstgebaute Musik / Schüler*innen des Berggruen-Gymnasiums / Phusiris de los Andes Ensemble / Studierende der UdK/FU Berlin, Frauenchor der Künste Berlin, Schüler*innen der Schinkel Grundschule u. a.
Künstlerische Leitung
Julia Gerlach, Daniel Ott
Falls Fragen zu Tickets oder Weiterem auftauchen wenden sie sich bitte an :
Info
Künstlerisches Betriebsbüro der Fakultät Musik
kbb@udk-berlin.de
